Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
7B.67/2005 KI-generiert

Company in Liquidation v. Debt Enforcement Office (Advance Costs)

Geschäftsnummer 7B.67/2005
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, a company in liquidation faced a request from the local enforcement office to pay advance costs for continuation requests related to debt collection proceedings against two parties. The company appealed this request to the district court, which dismissed the appeal due to insufficient justification for the non-payment of costs, and further imposed penalties for vexatious behavior. The upper court upheld this decision, leading the company to pursue a complaint to the Federal Tribunal. However, the Tribunal found that the company's appeal was filed beyond the stipulated deadline, disputing the claimed commencement date of the appeal period, which the company argued was impacted by statutory holidays preventing enforcement actions. The Tribunal ultimately declined to entertain the appeal, citing the company's failure to adequately address the reasons for the previous decisions.

Legislator-Regeste

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Art. 68 SchKG, Art. 20a Abs. 1 SchKG, Art. 31 Abs. 1 SchKG, Art. 56 Ziff. 2 SchKG, Art. 56 SchKG, Art. 34 Abs. 1 lit. a OG; Company in Liquidation v. Debt Enforcement Office (Advance Costs): The company appealed this request to the district court, which dismissed the appeal due to insufficient justification for the non-payment of costs, and further imposed penalties for vexatious behavior. The upper court upheld this decision, leading the company to pursue a complaint to the Federal Tribunal. However, the Tribunal found that the company's appeal was filed beyond the stipulated deadline, disputing the claimed commencement date of the appeal period, which the company argued was impacted by statutory holidays preventing enforcement actions. The Tribunal ultimately declined to entertain the appeal, citing the company's failure to adequately address the reasons for the previous decisions.

Schlagwörter

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Fortsetzungsbegehren Betreibungskosten Konkursliquidation Frist für Kostenvorschuss Verfahrenskosten Vollstreckungsverfahren Schuldenruf

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 68 SchKG
Cited in the reasoning as the legal basis for the initial requirement to pay advance costs.
Art. 20a Abs. 1 SchKG
Cited in the reasoning as the basis for imposing costs due to vexatiousness, though the dispositive relies on the next article for the cost assessment.
Art. 31 Abs. 1 SchKG
Cited in the reasoning as the basis for calculating the appeal deadline, which leads to the inadmissibility ruling in point 1.
Art. 56 Ziff. 2 SchKG
Cited in the reasoning regarding the debt enforcement holidays that did not suspend the appeal deadline.
Art. 56 SchKG
Sie scheint sich damit auf die Betreibungsferien des Art. 56 Ziff.
Art. 34 Abs. 1 lit. a OG
Zudem gilt der Rechtsstillstand der gesetzlich oder richterlich bestimmten Fristen (insbesondere Art. 34 Abs. 1 lit. a OG : vom siebten Tage vor Ostern bis und mit dem siebten Tage nach Ostern) gemäss Art.
Art. 34 Abs. 2 OG
a OG : vom siebten Tage vor Ostern bis und mit dem siebten Tage nach Ostern) gemäss Art. 34 Abs. 2 OG nicht in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen.
Art. 79 Abs. 1 OG
Im Übrigen setzt sich die Beschwerdeführerin nicht ansatzweise mit dem angefochtenen Entscheid im Sinne von Art. 79 Abs. 1 OG auseinander.

Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 al. 1 LTF

Implied by the imposition of court fees (Gerichtsgebühr) under point 2, although the specific LTF article for costs in the dispositive is Art. 66 LTF (not explicitly cited in the dispositive but standard practice; however, no comparable provision for costs is explicitly cited in the dispositive of this specific ruling, only the payment of a court fee is ordered).

Art. 93 LTF

This is a federal administrative procedure convention but is not explicitly cited in the dispositive orders (points 1, 2, 3).

Art. 19 Abs. 1 SchKG

Cited in the reasoning as the basis for calculating the appeal deadline, which leads to the inadmissibility ruling in point 1.

Art. 20a Abs. 1 SchKG

Cited in the reasoning as the basis for imposing costs due to vexatiousness, though the dispositive relies on the next article for the cost assessment.

Art. 31 Abs. 1 SchKG

Cited in the reasoning as the basis for calculating the appeal deadline, which leads to the inadmissibility ruling in point 1.

Art. 56 Ziff. 2 SchKG

Cited in the reasoning regarding the debt enforcement holidays that did not suspend the appeal deadline.

Art. 68 SchKG

Cited in the reasoning as the legal basis for the initial requirement to pay advance costs.

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Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

7B.67/2005 /bnm

Urteil vom 30. Mai 2005

Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung

Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,

Bundesrichter Meyer, Marazzi,

Gerichtsschreiber Schett.

Parteien

X.________ AG in Liquidation,

gegen

Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, als obere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen, Postfach, 8023 Zürich.

Gegenstand

Fortsetzungsbegehren; Leistung von Kostenvorschüssen,

SchKG-Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, als obere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen, vom 11. März 2005.

Die Kammer zieht in Erwägung:

1.

1.1 Mit Verfügungen vom 10. Januar 2005 setzte das Betreibungsamt Zürich 10 der X.________ AG in Liquidation eine Frist von 10 Tagen, um für die Fortsetzungsbegehren in den gegen Y.________ und Z.________ eingeleiteten Betreibungen Nrn. 1 und 2 Kostenvorschüsse von Fr. 64.-- bzw. Fr. 56.-- zu zahlen, andernfalls die entsprechenden Begehren als zurückgezogen betrachtet würden. Gegen diese Verfügungen reichte die X._______ AG in Liquidation beim Bezirksgericht Zürich als untere kantonale Aufsichtsbehörde über die Betreibungsämter Beschwerde ein. Mit Beschluss vom 3. Februar 2005 trat das Bezirksgericht Zürich auf die Beschwerde nicht ein, da die Beschwerdeführerin nicht hinreichend dargelegt habe, warum die vom Betreibungsamt Zürich 10 verlangten Kostenvorschüsse im Sinne von Art. 68 SchKG nicht geschuldet seien. Wegen Mutwilligkeit wurden gestützt auf Art. 20a Abs. 1 SchKG die Verfahrenskosten von Fr. 259.-- der Beschwerdeführerin auferlegt.

Der Weiterzug der Sache an das Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, als obere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen hatte keinen Erfolg. Mit Beschluss vom 11. März 2005 wurde der Rekurs abgewiesen, soweit auf ihn eingetreten werden konnte. Wegen Mutwilligkeit wurden der Rekurrentin die Verfahrenskosten von Fr. 528.-- auferlegt.

1.2 Mit Beschwerde vom 12. April 2005 hat die X.________ AG in Liquidation die Sache an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weitergezogen. Sie beantragt nebst acht weiteren Anträgen die Aufhebung des angefochtenen Entscheids.

2. Den Akten kann entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin den angefochtenen Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich vom 11. März 2005 am 22. März 2005 in Empfang genommen hat. Am 23. März 2005 hat die 10-tägige Beschwerdefrist für den Weiterzug der Sache an das Bundesgericht zu laufen begonnen ( Art. 19 Abs. 1 und Art. 31 Abs. 1 SchKG ) und endigte am 1. April 2005. Damit ist die von der Beschwerdeführerin am 13. April 2005 der Post übergebene Beschwerde offensichtlich verspätet.

Die Beschwerdeführerin ist jedoch der Ansicht, die Rechtsmittelfrist habe am 4. April 2005 zu laufen begonnen und am 13. April 2005 geendigt. Sie scheint sich damit auf die Betreibungsferien des Art. 56 Ziff. 2 SchKG zu berufen, wonach sieben Tage vor und sieben Tage nach Ostern (in diesem Jahr vom 20. März - 3. April 2005) keine Betreibungshandlungen vorgenommen werden dürfen. Die Ansicht geht fehl, denn Entscheide der Aufsichtsbehörden, die sich - wie im vorliegenden Fall - bloss über die Begründetheit einer Beschwerde aussprechen, ohne den Vollstreckungsorganen eine bestimmte Betreibungshandlung vorzuschreiben oder eine solche gleich selbst anzuordnen, sind keine Betreibungshandlungen gemäss Art. 56 SchKG ( BGE 117 III 4 E. 3). Zudem gilt der Rechtsstillstand der gesetzlich oder richterlich bestimmten Fristen (insbesondere Art. 34 Abs. 1 lit. a OG : vom siebten Tage vor Ostern bis und mit dem siebten Tage nach Ostern) gemäss Art. 34 Abs. 2 OG nicht in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen. Auf die Beschwerde kann somit nicht eingetreten werden.

Im Übrigen setzt sich die Beschwerdeführerin nicht ansatzweise mit dem angefochtenen Entscheid im Sinne von Art. 79 Abs. 1 OG auseinander.

3. Das Beschwerdeverfahren ist grundsätzlich unentgeltlich ( Art. 20a Abs. 1 SchKG ). Wegen Mutwilligkeit, die hier darin liegt, dass die Beschwerdeführerin den Entscheid der oberen Aufsichtsbehörde ohne triftige Gründe angefochten hat, muss sie die Verfahrenskosten tragen.

Demnach erkennt die Kammer:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, den Beschwerdegegnern, dem Betreibungsamt Zürich 10, Wipkingerplatz 5, Postfach, 8037 Zürich, und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. Mai 2005

Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber: