Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
7B.13/2002 KI-generiert

Challenge to Attachment Certificate Validity Due to Lack of Legal Remedy Instruction

Geschäftsnummer 7B.13/2002
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, a debtor challenged a garnishment order issued by a local enforcement office, which was based on a previous court's decision granting a continuation of enforcement due to unpaid fines. The debtor's complaint was initially dismissed by a lower court, and the higher cantonal court also rejected the appeal. The debtor subsequently escalated the matter to the federal tribunal, arguing that the prior court ruling lacked proper notification of legal remedies, which he believed rendered the enforcement invalid. However, the oversight authorities maintained that the prior ruling was final and enforceable, leading to the debtor's complaint being deemed inadmissible.

Legislator-Regeste

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Art. 115 SchKG, Art. 79 Abs. 1 OG, Art. 17 Abs. 1 SchKG, Art. 80 Abs. 1 SchKG; Challenge to Attachment Certificate Validity Due to Lack of Legal Remedy Instruction: The debtor's complaint was initially dismissed by a lower court, and the higher cantonal court also rejected the appeal. The debtor subsequently escalated the matter to the federal tribunal, arguing that the prior court ruling lacked proper notification of legal remedies, which he believed rendered the enforcement invalid. However, the oversight authorities maintained that the prior ruling was final and enforceable, leading to the debtor's complaint being deemed inadmissible.

Schlagwörter

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Inkasso Arrestvollzug Wirkungen des Zertifikats Gültigkeit der Beschlagnahme Prozessrecht Arrestschadenersatzklage

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 115 SchKG

Cited in the reasoning as the legal basis for the issuance of the certificate of deficit (Verlustschein).

Art. 17 Abs. 1 SchKG

Cited in the reasoning concerning the scope of review in debt enforcement appeals, limiting review to enforcement authority dispositions.

Art. 80 Abs. 1 SchKG

Cited in the reasoning to distinguish between the scope of review regarding the removal of the objection and the enforcement phase.

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Bankruptcy Warning Validity Pending Appeal on Debt Collection Proceedings
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«…al [7B.112/2003](https://justice.ge.ch/apps/decis/fr/decis/search?query=7B.112/2003) du 30 juillet 2003 consid. 3.2 et [7B.13/2002](https://justice.ge.ch/apps/decis/fr/decis/search?query=7B.13/2002) du 6 mars 2002 consid. 3a). 3. Infondée, la plaint…»
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«…oi (ATF [126 III 479](https://justice.ge.ch/apps/decis/fr/decis/search?query=126%20III%20479) consid. 2b in fine ; ATF [7B.13/2002](https://justice.ge.ch/apps/decis/fr/decis/search?query=7B.13/2002) du 6 mars 2002 consid. 3a ; ATF [7B.112/2003](https…»
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«…le caractère exécutoire du jugement découle clairement de la loi (ATF 126 III 479 consid. 2b in fine ; ATF 7B.13/2002 du 6 mars 2002 consid. 3a ; ATF 7B.112/2003 du 30 juillet 2003 consid. 3.2). 3.a. Le Tribunal de première instan…»
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«…[7B.112/2003](https://justice.ge.ch/apps/decis/fr/decis/search?query=7B.112/2003) du 30 juillet 2003 consid. 3.2 ; ATF [7B.13/2002](https://justice.ge.ch/apps/decis/fr/decis/search?query=7B.13/2002) du 6 mars 2002 consid. 3a). 2.b. En l'occurrence,…»
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«…orsque le caractère exécutoire du jugement découle clairement de la loi (ATF 126 III 479 consid. 2b in fine ; ATF 7B.13/2002 du 6 mars 2002 consid. 3a ; ATF 7B.112/2003 du 30 juillet 2003 consid. 3.2). 2.b. En droit cantonal genevois, le…»
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«…oi (ATF [126 III 479](https://justice.ge.ch/apps/decis/fr/decis/search?query=126%20III%20479) consid. 2b in fine ; ATF [7B.13/2002](https://justice.ge.ch/apps/decis/fr/decis/search?query=7B.13/2002) du 6 mars 2002 consid. 3a ; ATF [7B.112/2003](https…»
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«…oi (ATF [126 III 479](https://justice.ge.ch/apps/decis/fr/decis/search?query=126%20III%20479) consid. 2b in fine ; ATF [7B.13/2002](https://justice.ge.ch/apps/decis/fr/decis/search?query=7B.13/2002) du 6 mars 2002 consid. 3a ; ATF [7B.112/2003](https…»

Volltext

[AZA 0/2]

7B.13/2002/min

SCHULDBETREIBUNGS- UND KONKURSKAMMER

6. März 2002

Es wirken mit: Bundesrichterin Nordmann, Präsidentin der

Schuldbetreibungs- und Konkurskammer, Bundesrichter Meyer,

Bundesrichterin Hohl und Gerichtsschreiber Levante.

In Sachen

X.________, Beschwerdeführer,

gegen

den Beschluss vom 7. Januar 2002 des Obergerichts des Kantons Zürich (II. Zivilkammer) als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs (NR010091/U),

betreffend

Pfändungsurkunde,

wird festgestellt und in Erwägung gezogen:

__________________________________________

1.- In der gegen den Schuldner X.________ geführten Betreibung Nr. yyy stellte das Betreibungsamt Bonstetten am 3. September 2001 eine Pfändungsurkunde (als Verlustschein gemäss Art. 115 SchKG ) für den Betrag von Fr. 527. 40 aus.

Hiergegen erhob X.________ Beschwerde, auf welche das Bezirksgericht Affoltern als untere Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs mit Beschluss vom 24. Oktober 2001 nicht eintrat. Seine in der Folge eingelegte Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zürich (II. Zivilkammer) als obere kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs mit Beschluss vom 7. Januar 2002 ab.

X.________ hat den Entscheid der oberen Aufsichtsbehörde mit Beschwerdeschrift vom 18. Januar 2002 (rechtzeitig) an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weitergezogen. Er beantragt im Wesentlichen sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses sowie der Pfändung bzw. des Verlustscheines.

Die Aufsichtsbehörde hat auf Gegenbemerkungen verzichtet.

Vernehmlassungen sind nicht eingeholt worden.

2.- Die Aufsichtsbehörde hat im Wesentlichen festgehalten, in der gegen den Beschwerdeführer geführten Betreibung Nr. zzz des Betreibungsamtes Basel-Stadt aufgrund von zwei Bussenverfügungen der mietrechtlichen Schlichtungsstelle Basel-Stadt für Fr. 350.-- habe das Zivilgericht Basel-Stadt, Verhör, am 24. April 2001 unter Kostenfolge die definitive Rechtsöffnung bewilligt. Gestützt auf diesen Rechtsöffnungsentscheid sei am 23. August 2001 das Fortsetzungsbegehren dem

Betreibungsamt Bonstetten, am neuen Wohnort des Beschwerdeführers, eingereicht worden. Da der Rechtsöffnungsentscheid rechtskräftig gewesen sei, habe das Betreibungsamt dem Fortsetzungsbegehren entsprechen müssen und mangels pfändbarer Vermögenswerte zu Recht die Pfändungsurkunde als Verlustschein ausgestellt.

3.- a) Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, der Rechtsöffnungsentscheid sei nicht mit einer Rechtsmittelbelehrung versehen worden, so dass der Lauf der Rechtsmittelfrist noch nicht begonnen habe. Sein sinngemäss vorgebrachter Vorwurf, die Aufsichtsbehörde habe zu Unrecht angenommen, es liege ein rechtskräftiger Rechtsöffnungsentscheid vor, ist unbehelflich. Aus den Akten geht hervor, dass der dem Betreibungsamt Bonstetten vorgelegte definitive Rechtsöffnungsentscheid vom 24. April 2001 des Zivilgerichts Basel-Stadt, Verhör, keine Rechtskraftbescheinigung aufweist. Indessen hat kein Anlass bestanden, für diesen Entscheid eine Rechtskraftbescheinigung zu verlangen, weil sich die Rechtskraft klar aus dem Gesetz ergibt (vgl. BGE 126 III 479 E. 2 S. 480): Für die Bewilligung der Rechtsöffnung ist bis zum - vorliegend nicht erreichten - Streitwert von Fr. 20'000.-- der Einzelrichter (Verhör) zuständig (§ 7b Ziff. 2 EG zum SchKG/BS); dessen Entscheide können nur mit kantonalrechtlicher Beschwerde, einem ausserordentlichen Rechtsmittel ohne aufschiebende Wirkung (und für welche im Übrigen das baselstädtische Zivilprozessrecht keine Rechtsmittelbelehrung kennt), an das Appellationsgericht weitergezogen werden (vgl.

§ 220 u. § § 242 u. 243 Abs. 3 ZPO /BS; Staehelin/Sutter, Zivilprozessrecht, § 21 Rz. 8 u. 67, § 20 Rz. 10). Inwiefern die Aufsichtsbehörde vor diesem Hintergrund Bundesrecht verletzt habe, wenn sie zur Auffassung gelangt ist, das Betreibungsamt habe in der fraglichen Betreibung zu Recht die

rechtskräftige Beseitigung des Rechtsvorschlages angenommen und die Betreibung fortgesetzt, legt der Beschwerdeführer nicht dar ( Art. 79 Abs. 1 OG ).

b) Im Weiteren sind mit betreibungsrechtlicher Beschwerde nur Verfügungen der Vollstreckungsorgane überprüfbar ( Art. 17 Abs. 1 SchKG ). Folglich können die Aufsichtsbehör- den nicht überprüfen, ob die (gerichtliche) Beseitigung des Rechtsvorschlages ( Art. 80 Abs. 1 SchKG ) berechtigt oder der Rechtsöffnungsentscheid unter Verletzung von Verfahrensgarantien zustande gekommen ist; diesbezüglich hat sich der Schuldner mit Rechtsmitteln gegen den Rechtsöffnungsentscheid zur Wehr zu setzen. Der Beschwerdeführer kann daher mit seiner Kritik am Rechtsöffnungsverfahren und -entscheid nicht gehört werden ( Art. 79 Abs. 1 OG ). Das Betreibungsamt bzw.

die Aufsichtsbehörden hätten einzig die Nichtigkeit eines Rechtsöffnungsentscheides zu beachten; diese wird angenommen, wenn der Schuldner weder die Vorladung zur Verhandlung noch den Rechtsöffnungsentscheid erhalten hat ( BGE 102 III 133 E. 3 S. 136). Hinweise dafür, dass der definitive Rechtsöffnungsentscheid vom 24. April 2001 des Zivilgerichts Basel-Stadt, Verhör, eine nichtige gerichtliche Entscheidung sei, liegen nicht vor (vgl. BGE 94 III 65 E. 2 S. 68 u. 71).

Die Beschwerde erweist sich insgesamt als unzulässig.

Demnach erkennt

die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer:

_________________________________________

1.- Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.- Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Beschwerdegegner (Kanton Basel-Stadt, vertreten durch die Staatliche Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten des Kantons Basel-Stadt, Binningerstrasse 6, 4001 Basel), dem Betreibungsamt Bonstetten und dem Obergericht des Kantons Zürich (II. Zivilkammer) als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs schriftlich mitgeteilt.

______________

Lausanne, 6. März 2002

Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS

Die Präsidentin:

Der Gerichtsschreiber: