Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
7B.102/2003 KI-generiert

Fee Dispute Under Debt Enforcement and Bankruptcy Law vs. Cantonal Data Protection Law

Geschäftsnummer 7B.102/2003
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who requested information about his personal data held by the bankruptcy and debt collection office, leading to a fee charge based on their response. Initially, he sought a complete cancellation of the fee, arguing that he requested information under the cantonal data protection law rather than a debt collection report. The oversight authority subsequently reduced the fee but did not eliminate it entirely. The individual appealed to the federal court, seeking to revoke this decision and obtain suspensive effect for his appeal. The court concluded that it would not entertain the appeal because the individual failed to raise relevant federal law violations, focusing instead on arguments related to cantonal data protection law.

Legislator-Regeste

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Art. 79 Abs. 1 SchKG, Art. 19 SchKG, Art. 21 Abs. 1 BE-DSG, Art. 8 Abs. 1 lit. c BE-GebV, Art. 43 Abs. 1 i.V.m, Art. 81 OG; Fee Dispute Under Debt Enforcement and Bankruptcy Law vs. Cantonal Data Protection Law: Initially, he sought a complete cancellation of the fee, arguing that he requested information under the cantonal data protection law rather than a debt collection report. The oversight authority subsequently reduced the fee but did not eliminate it entirely. The individual appealed to the federal court, seeking to revoke this decision and obtain suspensive effect for his appeal. The court concluded that it would not entertain the appeal because the individual failed to raise relevant federal law violations, focusing instead on arguments related to cantonal data protection law.

Schlagwörter

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Betreibungsbegehren Gebührenerhebung Datenschutz Register der Datensammlungen Auskunftsverlangen Registereintragungsgebühr

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 79 Abs. 1 SchKG
Cited in the reasoning to state the requirement for the appeal brief regarding the demonstration of the violation of federal law provisions.
Art. 19 SchKG
The appeal was filed under this provision, but the Tribunal did not enter upon the merits because the appellant failed to raise grounds related to federal law concerning debt enforcement and bankruptcy fees.
Art. 21 Abs. 1 BE-DSG
Die kantonale Aufsichtsbehörde hat sich bei ihrem Gebührenentscheid ausschliesslich auf kantonales Datenschutz- und Gebührenrecht gestützt, und zwar auf Art. 21 Abs. 1 BE-DSG i.V.m.
Art. 8 Abs. 1 lit. c BE-GebV
b und Art. 8 Abs. 1 lit. c BE-GebV.
Art. 43 Abs. 1 i.V.m
Indem er sich in der Folge darauf beschränkt, Verfassungsrechtsverletzungen und dabei namentlich die willkürliche Anwendung des kantonalen Datenschutzrechts geltend zu machen, verkennt er, dass hierfür die staatsrechtliche Beschwerde vorbehalten ist (Art. 43 Abs. 1 i.V.m.
Art. 81 OG
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 19 SchKG

The appeal was filed under this provision, but the Tribunal did not enter upon the merits because the appellant failed to raise grounds related to federal law concerning debt enforcement and bankruptcy fees.

Art. 79 Abs. 1 SchKG

Cited in the reasoning to state the requirement for the appeal brief regarding the demonstration of the violation of federal law provisions.

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Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

7B.102/2003 /bnm

Urteil vom 29. Juli 2003

Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung

Bundesrichterin Escher, Präsidentin,

Bundesrichter Meyer, Bundesrichterin Hohl,

Gerichtsschreiber Möckli.

Parteien

Z.________,

Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecher Urs Belser, c/o Safe + Legal, Schwarztorstrasse 87, 3007 Bern,

gegen

Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern, Hochschulstrasse 17, Postfach 7475, 3001 Bern.

Gegenstand

Gebührenrechnung/Auskunft/Datenschutz,

SchKG-Beschwerde gegen den Entscheid der Auf-sichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern vom 9. April 2003.

Sachverhalt:

A. Am 25. November 2002 gelangte Z.________ an den kantonalen Datenschutzbeauftragten und am 16. Dezember 2002 an die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern, wo er Aufschluss darüber verlangte, welche konkreten Einträge über seine Person in den Registern des Betreibungs- und Konkursamtes A.________ existierten. Aufgrund dieser Anfrage erteilte ihm das entsprechende Betreibungs- und Konkursamt am 15. Januar 2003 eine aus 43 Bildschirmausdrucken und einer dreiseitigen Erläuterung bestehende Auskunft, und es stellte hierfür eine Gebührenrechnung gemäss GebV SchKG von Fr. 449.--.

B. Mit Beschwerde vom 20. Januar 2003 beantragte Z.________ die ersatzlose Aufhebung dieser Gebührenrechnung, da er nicht eine Betreibungsauskunft, sondern Auskunft über die eigenen Daten im Sinn von Art. 21 Abs. 1 des kantonalen Datenschutzgesetzes (BE-DSG; BSG 152.03) verlangt habe. Mit Entscheid vom 9. April 2003 setzte die Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern die Gebührenrechnung auf Fr. 180.-- herab.

C. Diesen Entscheid hat Z.________ mit Beschwerde vom 23. April 2003 an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weitergezogen mit den Begehren um dessen Aufhebung und aufschiebende Wirkung. Diese wurde mit Präsidialverfügung vom 1. Mai 2003 erteilt.

Die Kammer zieht in Erwägung:

In der Beschwerdeschrift ist kurz darzulegen, welche Bundesrechtssätze und inwiefern sie durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind ( Art. 79 Abs. 1 SchKG ). Mit Beschwerde gemäss Art. 19 SchKG kann mithin nur die Verletzung von Bundesrecht gerügt werden.

Die kantonale Aufsichtsbehörde hat sich bei ihrem Gebührenentscheid ausschliesslich auf kantonales Datenschutz- und Gebührenrecht gestützt, und zwar auf Art. 21 Abs. 1 BE-DSG i.V.m. Art. 32 Abs. 2 lit. b und Art. 8 Abs. 1 lit. c BE-GebV. Nach dem vorerwähnten Grundsatz könnte der Beschwerdeführer vor der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts einzig rügen, es sei zu Unrecht nicht auf die bundesrechtliche GebV SchKG (SR 281.35) abgestellt oder diese sei falsch angewandt worden. Indes erhebt der Beschwerdeführer keine solchen Rügen, sondern er führt gegenteilig aus, er habe von Anfang an verlangt, dass Datenschutzrecht anzuwenden sei (S. 7). Indem er sich in der Folge darauf beschränkt, Verfassungsrechtsverletzungen und dabei namentlich die willkürliche Anwendung des kantonalen Datenschutzrechts geltend zu machen, verkennt er, dass hierfür die staatsrechtliche Beschwerde vorbehalten ist (Art. 43 Abs. 1 i.V.m. Art. 81 OG ).

Demnach erkennt die Kammer:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Betreibungs- und Konkursamt A.________ und der Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. Juli 2003

Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber: