Federal Supreme Court Dismisses Appeal as Untimely; Sanctions Legal Representative
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an individual who filed a cassation complaint against a decision made by the Public Prosecutor's Office in the canton of Solothurn, concerning a ruling labeled as a "no-action" decision. The complaint was submitted after the expiration of the statutory deadline, leading to its rejection for being late. Additionally, the court noted that even if the complaint had been timely, it would have been deemed without merit due to the nature of the claims presented. The representative of the complainant was found to have caused unnecessary costs in pursuing the action, resulting in a fine for abusive legal conduct. Further submissions in the matter would not be entertained by the court.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 36a OG, Art. 272 Abs. 1 BStP, Art. 272 Abs. 2 BStP, Art. 156 Abs. 6 OG, Art. 31 Abs. 2 OG, Art. 36a Abs. 2 OG; Federal Supreme Court Dismisses Appeal as Untimely; Sanctions Legal Representative: The complaint was submitted after the expiration of the statutory deadline, leading to its rejection for being late. Additionally, the court noted that even if the complaint had been timely, it would have been deemed without merit due to the nature of the claims presented. The representative of the complainant was found to have caused unnecessary costs in pursuing the action, resulting in a fine for abusive legal conduct. Further submissions in the matter would not be entertained by the court.
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KI-generiertNot cited.
Not cited.
Not cited, the costs are ordered under Art. 156 Abs. 6 OG.
Not cited.
Volltext
{T 0/2}
6S.328/2000/hev
K A S S A T I O N S H O F
*
7. Juni 2000
Es wirken mit: Bundesgerichtspräsident Schubarth,
Präsident des Kassationshofes, Bundesrichter Kolly,
Bundesrichterin Escher und Gerichtsschreiberin Burkart.
In Sachen
A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch
D.________,
gegen
Untersuchungsrichteramt des Kantons S o l o t h u r n,
B.________, Beschwerdegegner,
betreffend
Keine-Folge-Verfügung (Sachentziehung),
(Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil des Ober-
gerichts des Kantons Solothurn, Anklagekammer, vom
12. April 2000),
wird im Verfahren nach Art. 36a OG
in Erwägung gezogen:
1.- Die Nichtigkeitsbeschwerde an das Bundesgericht
ist innert 10 Tagen seit der nach kantonalem Recht mass-
gebenden Eröffnung des angefochtenen Entscheides anzu-
melden ( Art. 272 Abs. 1 BStP ) und innert 20 Tagen seit
Zustellung der schriftlichen Ausfertigung des Urteils zu
begründen ( Art. 272 Abs. 2 BStP ).
Entgegen der anderslautenden Behauptung von
D.________ wurde der angefochtene Entscheid dem früheren
Rechtsvertreter (C.________) am 19. April 2000 zuge-
stellt. Dies wird sowohl durch die in den Akten liegende
Empfangsbestätigung wie auch durch eine schriftliche Be-
stätigung von C.________ vom 26. Mai 2000 eindeutig be-
legt. Massgebend für den Fristenlauf ist somit einzig
das Datum vom 19. April 2000. Die Nichtigkeitsbeschwerde
hätte daher bis spätestens Dienstag, den 2. Mai 2000 an-
gemeldet und bis 9. Mai 2000 begründet werden müssen.
Die Eingabe von D.________ vom 11. Mai 2000 (Poststem-
pel) erweist sich somit sowohl als Beschwerdeanmeldung
wie auch als Beschwerdebegründung als verspätet. Auf die
Nichtigkeitsbeschwerde ist somit unter Kostenfolgen
nicht einzutreten.
2.- Im Übrigen wäre die Nichtigkeitsbeschwerde -
selbst bei rechtzeitiger Einreichung - völlig aussichts-
los gewesen, weil sie sich in unzulässigen Vorbringen
erschöpft. Es liegt somit auf der Hand, dass D.________
den (über 80-jährigen) Beschwerdeführer veranlasst hat,
ein bundesgerichtliches Verfahren zu führen, das nur un-
nötige Kosten verursachte. Unnötige Kosten hat jedoch zu
bezahlen, wer sie verursacht ( Art. 156 Abs. 6 OG ). Sie
sind demzufolge von D.________ zu tragen.
3.- D.________ wird zudem wegen mutwilliger Pro-
zessführung und rechtsmissbräuchlichen Verhaltens mit
einer Ordnungsbusse von Fr. 600.-- bestraft ( Art. 31
Abs. 2 OG ).
4.- Allfällige weitere Eingaben in dieser Sache
würden ohne Antwort abgelegt ( Art. 36a Abs. 2 OG ).
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.- Auf die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde
wird nicht eingetreten.
2.- Die Gerichtsgebühr von Fr. 800.-- wird dem
Vertreter des Beschwerdeführers, Herrn D.________, auferlegt.
3.- Dem Vertreter des Beschwerdeführers, Herrn
D.________, wird eine Ordnungsbusse von
Fr. 600.-- auferlegt.
4.- Dieses Urteil wird den Parteien, dem Unter-
suchungsrichteramt und dem Obergericht (Anklagekammer)
des Kantons Solothurn schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 7. Juni 2000
Im Namen des Kassationshofes
des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: