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6S.149/2000 KI-generiert

In this case, an individual was convicted of multiple counts of bodily harm and sentenced to a conditional prison term along with a monetary fine and a compensation order to one of the victims

Geschäftsnummer 6S.149/2000
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, an individual was convicted of multiple counts of bodily harm and sentenced to a conditional prison term along with a monetary fine and a compensation order to one of the victims. The other victims sought additional damages, which were initially denied by a lower court but subsequently awarded by an appellate court. The convicted individual then filed an appeal against this decision concerning the damages awarded. However, the Supreme Court ruled that the appeal could not be considered because the value of the civil claim did not meet the minimum threshold required for such a appeal and the criminal aspect of the case was not under review. Consequently, the court imposed the legal costs of the proceedings on the appellant's legal representative for causing unnecessary expenses.

Legislator-Regeste

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Art. 36a OG, Art. 271 Abs. 2 BStP, Art. 46 OG, Art. 156 Abs. 6 OG; In this case, an individual was convicted of multiple counts of bodily harm and sentenced to a conditional prison term along with a monetary fine and a compensation order to one of the victims: 2.- Gemäss Art. 156 Abs. 6 OG hat unnötige Kosten zu bezahlen, wer sie verursacht. Das Bundesgericht hat in einem Fall die Kosten dem Rechtsvertreter auferlegt, als dieser unzulässigerweise gegen einen angefochtenen Entscheid drei verschiedene Rechtsmittel gleichen Inhalts eingereicht hatte (Urteil vom 17. Februar 1984 i.S. S.; erwähnt in Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, S. 37 FN 25).

Schlagwörter

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Zivilurteil Verfahrenskosten Kognitionsbeschränkung Streitwert Schadenersatz für Körperverletzung Verfahrensvorschriften

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Art. 36a OG
wird im Verfahren nach Art. 36a OG
Art. 271 Abs. 2 BStP
8'000.-- nicht, dann ist eine Nichtigkeitsbeschwerde im Zivilpunkt nur zulässig, wenn der Kassationshof auch mit dem Strafpunkt befasst ist ( Art. 271 Abs. 2 BStP i.V.
Art. 46 OG
c) Erreicht der Streitwert einer Zivilforderung Fr. 8'000.-- nicht, dann ist eine Nichtigkeitsbeschwerde im Zivilpunkt nur zulässig, wenn der Kassationshof auch mit dem Strafpunkt befasst ist ( Art. 271 Abs. 2 BStP i.V. mit Art. 46 OG ).
Art. 156 Abs. 6 OG
2.- Gemäss Art. 156 Abs. 6 OG hat unnötige Kosten zu bezahlen, wer sie verursacht.
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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (12)

BGE 129 IV 206
Complainant's Appeal of Non-Prosecution Inadmissible Due to Victim Status Requirement; Lawyer Ordered to Pay Costs
«…orsque l'irrecevabilité du recours interjeté pouvait d'emblée être constatée en y prêtant un minimum d'attention (arrêt 6S.149/2000 du 24 mars 2000, consid. 2, publié in Pra 89/2000 no 143 p. 840 et in PJA 2000 p. 1298; arrêt 2A.76/2001 du 13 février…»
RBOG.2014.Nr.9 (2014-10-22) · tg
Futility of Repeated Appeals in Psychiatric Commitment Case and Sanctions for Vexatious Litigation
«…rw. 2; BGE vom 14. Juni 2001, 5P.83/2001, Erw. 8; BGE vom 13. Februar 2001, 2A.76/2001, Erw. 3b; BGE vom 24. März 2000, 6S.149/2000, Erw. 2 | | | --- | | | | | | | | |…»
2P.167/2005 (2005-06-21)
Brazilian National v. Federal Department of Justice and Police (Legal Aid and Appealability)
«…ter, wenn dieser schon bei Beachtung elementarster Sorgfalt auf die Erhebung des Rechtsmittels verzichtet hätte (Urteil 6S.149/2000 vom 24. März 2000, E. 2, publiziert in Pra 2000 Nr. 143 S. 840, mit Hinweis). Dass Entscheide von Bundesbehörden nicht…»
2A.3/2005 (2005-02-14)
Taxpayer Revision Request Based on Subsequent Jurisprudence Rejected
«…in Verhalten mutwillig oder unter Verletzung elementarster Sorgfaltspflichten unnötige Prozesskosten verursacht (Urteil 6S.149/2000 vom 24. März 2000, E. 2, in AJP 2000 S. 1298 = Pra 2000 Nr. 143 S. 840, mit Hinweis). Dass nachträglich ergangene Urtei…»
2P.6/2005 (2005-02-14)
Revision Against Back Tax Judgment Denied for Lack of New Fact; Costs Imposed on Counsel
«…in Verhalten mutwillig oder unter Verletzung elementarster Sorgfaltspflichten unnötige Prozesskosten verursacht (Urteil 6S.149/2000 vom 24. März 2000, E. 2, in AJP 2000 S. 1298 = Pra 2000 Nr. 143 S. 840, mit Hinweis). Dass nachträglich ergangene Urtei…»
LN030054 (2003-07-24) · zh
Attorney Sanctioned for Frivolous Appeal
«…ngewiesen worden war (Bundesgerichtsent- scheid 6S.126/2003 vom 26. Mai 2003). - Mit Urteil vom 24. März 2000 (6S.149/2000) erklärte das Bundesgericht ei- nen Rechtsanwalt für kostenpflichtig, der in Missachtung der entsprechen- den…»
6S.126/2003 (2003-05-26)
Appellant Lacks Standing to Appeal Malicious Prosecution Claims Following Unsuccessful Prior Complaint
«…orsque l'irrecevabilité du recours interjeté pouvait d'emblée être constatée en y prêtant un minimum d'attention (arrêt 6S.149/2000 du 24 mars 2000, consid. 2, publié in Pra 89/2000 n° 143 p. 840 et in PJA 2000 p. 1298; arrêt 2A.76/2001 du 13 février…»
RBOG.2014.Nr.09 (2003-05-26) · tg
In re: Vexatious Litigation and Denial of Counsel in Psychiatric Commitment Appeal
«…rw. 2; BGE vom 14. Juni 2001, 5P.83/2001, Erw. 8; BGE vom 13. Februar 2001, 2A.76/2001, Erw. 3b; BGE vom 24. März 2000, 6S.149/2000, Erw. 2 × ![](../__assets-6c70d300-d9e1-41e0-9873-97087c30c22d/image/1x1.gif) [Obergericht](https://obergericht.tg.c…»
RBOG.2014.Nr.9 (2003-05-26) · tg
Vexatious Litigation and Imposition of Costs in Psychiatric Detention Appeal
«…rw. 2; BGE vom 14. Juni 2001, 5P.83/2001, Erw. 8; BGE vom 13. Februar 2001, 2A.76/2001, Erw. 3b; BGE vom 24. März 2000, 6S.149/2000, Erw. 2 × ![](../__assets-414083b8-65b8-4a26-aed0-52632e84d0a4/image/1x1.gif) [Obergericht](https://obergericht.tg.c…»
1A.24/2003 (2003-02-18)
Municipality v. Timeline Restoration Denial Over Lawyer's Miscalculation of Appeal Deadline Based on Incorrect Holiday Assumption
«…r durch die unsorgfältige Führung des Verwaltungsgerichtsverfahrens zu verantworten hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6S.149/2000 vom 24. März 2000, in: Pra 89/2000 Nr. 143 S. 841 und AJP 2000 S. 1298). Er wird zudem ausdrücklich auf die disziplinar…»
2P.92/2002 (2002-04-25)
Milk Quota Transfer Appeal Admissibility
«…ter, wenn dieser schon bei Beachtung elementarster Sorgfalt auf die Erhebung des Rechtsmittels verzichtet hätte (Urteil 6S.149/2000 vom 24. März, Pra 2000 Nr. 143 S. 840, E. 2 mit Hinweis; Urteile 5P.83/2001 vom 14. Juni 2001, E. 8, und 2A.76/2001 vom…»
LN030054 · zh
Social Authority Decisive Nullity Action vs. Frivolous Appeal Sanction Against Counsel
«…ngewiesen worden war (Bundesgerichtsent- scheid 6S.126/2003 vom 26. Mai 2003). - Mit Urteil vom 24. März 2000 (6S.149/2000) erklärte das Bundesgericht ei- nen Rechtsanwalt für kostenpflichtig, der in Missachtung der entsprechen- den…»

Volltext

[AZA 0]

6S.149/2000/bue

KASSATIONSHOF

*

24. März 2000

Es wirken mit: Bundesgerichtspräsident Schubarth,

Präsident des Kassationshofes, Bundesrichter Kolly,

Bundesrichterin Escher und Gerichtsschreiber Monn.

In Sachen

B.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt X.________,

gegen

S.________, L.________, Beschwerdegegner, beide vertreten durch Rechtsanwalt Hansruedi Wigger, Haldenstrasse 37b, Luzern,

betreffend

Genugtuung,

wird im Verfahren nach Art. 36a OG

in Erwägung gezogen:

1.- a) Das Amtsgericht Hochdorf sprach B.________ am 8. Juli 1999 unter anderem wegen mehrfacher Körperverletzung schuldig und bestrafte ihn mit 20 Tagen Gefängnis, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren, und einer Busse von Fr. 500.--. Der Verurteilte wurde verpflichtet, L.________ einen Schadenersatz von Fr. 738. 50 zu bezahlen. Die Schadenersatzforderung von S.________ sowie die Genugtuungsforderungen beider Privatkläger wurden abgewiesen.

Mit kantonaler Kassationsbeschwerde beantrag-ten die Privatkläger, B.________ habe ihnen je Fr. 1'000.-- Genugtuung zu bezahlen.

Das Obergericht des Kantons Luzern hiess dieses Begehren mit Urteil vom 6. Januar 2000 gut.

b) B.________, vertreten durch Rechtsanwalt X.________, führt eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde.

Diese richtet sich "alleine noch" gegen "die Genugtuung in Grundsatz und Höhe" (angefochtener Entscheid S. 6 Ziff. 7).

c) Erreicht der Streitwert einer Zivilforderung Fr. 8'000.-- nicht, dann ist eine Nichtigkeitsbeschwerde im Zivilpunkt nur zulässig, wenn der Kassationshof auch mit dem Strafpunkt befasst ist ( Art. 271 Abs. 2 BStP i.V. mit Art. 46 OG ).

Im vorliegenden Fall ist das Bundesgericht nicht mit dem Strafpunkt befasst, da sich die Beschwerde "alleine noch" gegen die Zivilforderung richtet. Der vorinstanzliche Streitwert erreicht Fr. 8'000.-- nicht.

Folglich ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

2.- Gemäss Art. 156 Abs. 6 OG hat unnötige Kosten zu bezahlen, wer sie verursacht. Das Bundesgericht hat in einem Fall die Kosten dem Rechtsvertreter auferlegt, als dieser unzulässigerweise gegen einen angefochtenen Entscheid drei verschiedene Rechtsmittel gleichen Inhalts eingereicht hatte (Urteil vom 17. Februar 1984 i.S. S.; erwähnt in Messmer/Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, S. 37 FN 25).

In der Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Entscheids wurde auf die Nichtigkeitsbeschwerde ans Bundesgericht hingewiesen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat sich offenbar ohne weiteres darauf verlassen. Ein Rechtsanwalt sollte jedoch elementare Grundkenntnisse über die Streitwertgrenzen haben. Von einem Anwalt, der ans Bundesgericht gelangen will, darf überdies erwartet werden, dass er vorher einen Blick in die massgebliche Verfahrensordnung wirft. Dies hat der Vertreter des Beschwerdeführers offensichtlich unterlassen.

Hätte er es getan, wäre die Beschwerde unterblieben, weshalb unnötige Kosten entstanden sind. Diese hat der Vertreter zu tragen.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.- Auf die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.- Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Vertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt X.________, auferlegt.

3.- Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht (II. Kammer) des Kantons Luzern schriftlich mitgeteilt.

Im Namen des Kassationshofes

des SCHWEIZERISCHEN BUNDESGERICHTS

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber: