Federal Supreme Court Dismisses Revision Request Against Non-Admission Decision Due to Lack of Specific Grounds
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAn individual submitted a request for revision to the Swiss Federal Tribunal, challenging a prior decision made on April 3, 2023, which dismissed their complaint due to inadequate justification under Article 108 of the Federal Supreme Court Act (BGG). The revision request was against the decision not to entertain the complaint and was submitted on August 7, 2023. The applicant did not clearly establish a valid ground for revision according to the specific articles of the BGG, which dictate that such a ground must relate to the subject of the original decision. Additionally, the applicant unsuccessfully attempted to reopen a criminal appeal against a February 15, 2023 decision by the Aargau Cantonal Court. The Swiss Federal Tribunal noted the inadequacy in the revision request and indicated that it would no longer respond to similar submissions in the future.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 108 BGG, Art. 61 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 124 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Revision Request Against Non-Admission Decision Due to Lack of Specific Grounds: The revision request was against the decision not to entertain the complaint and was submitted on August 7, 2023. The applicant did not clearly establish a valid ground for revision according to the specific articles of the BGG, which dictate that such a ground must relate to the subject of the original decision. Additionally, the applicant unsuccessfully attempted to reopen a criminal appeal against a February 15, 2023 decision by the Aargau Cantonal Court. The Swiss Federal Tribunal noted the inadequacy in the revision request and indicated that it would no longer respond to similar submissions in the future.
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KI-generiertUsed in the dispositive to order that no costs shall be levied.
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Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
6F_26/2023
Urteil vom 23. August 2023
I. strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Denys, als präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Muschietti,
Bundesrichterin van de Graaf,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Gesuchsteller,
gegen
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,
Frey-Herosé-Strasse 20, Wielandhaus, 5001 Aarau,
Gesuchsgegnerin,
Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerde-
kammer in Strafsachen, Obere Vorstadt 38, 5000 Aarau.
Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 3. April 2023 (6B_391/2023),
Erwägungen:
1. Das Bundesgericht trat mit Urteil 6B_391/2023 vom 3. April 2023 auf eine Beschwerde mangels tauglicher Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht ein. Der heutige Gesuchsteller und damalige Beschwerdeführer ersucht am 7. August 2023 (Poststempel) ausdrücklich um Revision des bundesgerichtlichen Urteils.
2. Entscheide des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft ( Art. 61 BGG ). Das Bundesgericht kann auf seine Urteile nur zurückkommen, wenn einer der in den Art. 121 ff. BGG abschliessend aufgeführten Revisionsgründe vorliegt. Der Revisionsgrund ist frist- und formgerecht geltend zu machen; aus Art. 42 Abs. 2 BGG ergibt sich, dass es dem Gesuchsteller obliegt, aufzuzeigen, welcher Revisionsgrund inwiefern vorliegen soll. Der Revisionsgrund hat sich auf den Gegenstand des zu revidierenden Urteils zu beziehen; handelt es sich dabei um einen Nichteintretensentscheid, muss der Revisionsgrund die Nichteintretensmotive beschlagen (Urteil 6F_8/2019 vom 16. April 2019 E. 2 mit Hinweis).
3. Es kann offen bleiben, ob das Revisionsgesuch fristgerecht eingereicht wurde ( Art. 124 BGG ).
4. Das Bundesgericht fällte am 3. April 2023 einen Nichteintretensentscheid, weil die Beschwerde keine den gesetzlichen Anforderungen genügende Begründung enthielt. Diese formellrechtliche Würdigung lässt sich als solche im Revisionsverfahren nicht überprüfen. Der Gesuchsteller zeigt in seiner Eingabe nicht auf, dass und inwiefern das Bundesgericht mit seinem Nichteintretensentscheid und den diesen begründenden Erwägungen einen Revisionsgrund gesetzt haben könnte. Der blosse Hinweis auf die Gesetzesbestimmungen von Art. 121 ff. BGG reicht hierfür offenkundig nicht. Das Revisionsgesuch entbehrt einer tauglichen Begründung ( Art. 42 Abs. 2 BGG ). Darauf ist nicht einzutreten.
5. Soweit der Gesuchsteller mit dem Revisionsgesuch im Übrigen erneut Beschwerde in Strafsachen gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau vom 15. Februar 2023 einreichen will, ist darauf von vornherein nicht einzutreten. Der Gesuchsteller verkennt augenscheinlich das Institut der Revision.
6. Ausnahmsweise ist von einer Kostenauflage abzusehen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das sinngemässe Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gegenstandslos.
7. Der Gesuchsteller wird darauf aufmerksam gemacht, dass weitere Eingaben dieser Art in der gleichen Sache künftig ohne Antwort abgelegt werden.
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 23. August 2023
Im Namen der I. strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Denys
Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill