Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6F_23/2022 KI-generiert

Applicant's Revision Request Against Timeliness and Reasoning Dismissal Upheld

Geschäftsnummer 6F_23/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who filed a request for revision against a previous decision of the Swiss Federal Tribunal made on June 15, 2022. The Tribunal had not entertained the individual's appeal because it was submitted late and lacked a sufficient justification. The individual claimed that the initial ruling from the Cantonal High Court of Solothurn was received belatedly due to delays by their lawyer, which was why the appeal was deemed late. Furthermore, the individual provided numerous reasons to argue their innocence. However, the Federal Tribunal highlighted that there is no provision for an "appeal" against its decisions and that the request could only be considered as a revision request. The Tribunal noted that the individual failed to demonstrate any valid grounds for revision as per the relevant articles of the Swiss Federal Court Act, and thus, the revision request lacked legitimate reasoning and was not accepted for consideration.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Applicant's Revision Request Against Timeliness and Reasoning Dismissal Upheld: The Tribunal had not entertained the individual's appeal because it was submitted late and lacked a sufficient justification. The individual claimed that the initial ruling from the Cantonal High Court of Solothurn was received belatedly due to delays by their lawyer, which was why the appeal was deemed late. Furthermore, the individual provided numerous reasons to argue their innocence. However, the Federal Tribunal highlighted that there is no provision for an "appeal" against its decisions and that the request could only be considered as a revision request. The Tribunal noted that the individual failed to demonstrate any valid grounds for revision as per the relevant articles of the Swiss Federal Court Act, and thus, the revision request lacked legitimate reasoning and was not accepted for consideration.

Schlagwörter

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Revisionsgesuch verspätete Vorbringen Rechtzeitigkeit des Ausstandsgesuchs verwaltungsrechtliches Wiedererwägungsgesuch Einrede der Verfassungswidrigkeit Rückzug des Gesuchs

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 Abs. 1 BGG

The Tribunal decided not to levy costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6F_23/2022

Urteil vom 25. August 2022

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin,

Bundesrichterin van de Graaf,

Bundesrichterin Koch,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Gesuchsteller,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28,

Postfach 157, 4502 Solothurn,

Gesuchsgegnerin,

Obergericht des Kantons Solothurn, Strafkammer, Amthaus 1, 4500 Solothurn.

Gegenstand

Revisiongesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 15. Juni 2022 (6B_719/2022).

Erwägungen:

1. Das Bundesgericht trat mit Urteil 6B_719/2022 vom 15. Juni 2022 auf eine Beschwerde nicht ein, weil sie verspätet war und im Übrigen auch keine taugliche Begründung enthielt.

Der Gesuchsteller wendet sich mit einer als "Berufung" bezeichneten Eingabe an das Bundesgericht. Er bringt vor, das damalige Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn von seiner seinerzeitigen Anwältin erst zu einem späteren Zeitpunkt erhalten zu haben, weshalb er die Beschwerde an das Bundesgericht rechtzeitig eingereicht habe. Zudem listet er in seiner Eingabe zahlreiche "wichtige Gründe" auf, die belegen sollen, dass er unschuldig ist.

2. Eine "Berufung" gegen bundesgerichtliche Urteile gibt es nicht. Die Eingabe kann sinngemäss nur als Revisionsgesuch entgegengenommen werden.

3. Die Revisionsgründe sind in den Art. 121, 122 und 123 BGG abschliessend aufgezählt. Der Gesuchsteller vermag keinen dieser Gründe geltend zu machen. Dass er mit dem Entscheid nicht einverstanden ist, stellt keinen Revisionsgrund dar. Kritik an der rechtlichen Behandlung der damaligen Beschwerde ist im Revisionsverfahren nicht zulässig. Da das Revisionsgesuch einer tauglichen Begründung entbehrt ( Art. 42 Abs. 2 BGG ), kann darauf nicht eingetreten werden.

4. Ausnahmsweise kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

5. Weitere Eingaben dieser Art in der gleichen Sache, insbesondere weitere unzulässige Revisionsgesuche, werden in Zukunft ohne Antwort abgelegt.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 25. August 2022

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill