Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6F_21/2023 KI-generiert

Federal Supreme Court Refuses Revision Based on Lack of Statutory Grounds

Geschäftsnummer 6F_21/2023
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

A petitioner named A.________ filed a request for revision with the Swiss Federal Tribunal, following a decision dated April 13, 2023, in which the court did not consider his appeal in criminal matters against a decision by the Bernese Cantonal Court due to inadequate reasoning. After being informed of the requirements and potential costs associated with a revision request, A.________ submitted another revision request and sought a waiver of court costs imposed by the Bernese Cantonal Court. In his submissions, he discussed his financial situation rather than addressing the legal grounds necessary for a revision, leading the court to deem his request inadmissible due to a lack of valid reasoning for revision. Consequently, his request for free legal aid was also denied, although the court reduced the costs imposed considering his difficult financial situation.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 61 BGG, Art. 121 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG, Art. 65 Abs. 2 BGG; Federal Supreme Court Refuses Revision Based on Lack of Statutory Grounds: After being informed of the requirements and potential costs associated with a revision request, A.________ submitted another revision request and sought a waiver of court costs imposed by the Bernese Cantonal Court. In his submissions, he discussed his financial situation rather than addressing the legal grounds necessary for a revision, leading the court to deem his request inadmissible due to a lack of valid reasoning for revision. Consequently, his request for free legal aid was also denied, although the court reduced the costs imposed considering his difficult financial situation.

Schlagwörter

KI-generiert
Revision eines Entscheids gesetzliche Voraussetzungen unentgeltliche Rechtspflege Einrede der Verfassungswidrigkeit Kognitionsbeschränkung Justizreform

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 64 BGG

Cited in the operative part (point 2) to reject the application for legal aid due to the lack of prospect of success of the revision.

Art. 65 Abs. 2 BGG

Cited in the operative part concerning the reduction of court costs due to the applicant's difficult financial situation.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Cited in the operative part (point 3) to impose court costs on the applicant.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6F_21/2023

Urteil vom 10. August 2023

I. strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, als präsidierendes Mitglied,

Bundesrichter Muschietti,

Bundesrichterin van de Graaf,

Gerichtsschreiberin Lustenberger.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Gesuchsteller,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Postfach, 3001 Bern,

Gesuchsgegnerin,

Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, Hochschulstrasse 17, 3012 Bern.

Gegenstand

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 13. April 2023 (6B_113/2023); Nichteintreten.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1. Mit Urteil 6B_113/2023 vom 13. April 2023 trat das Bundesgericht auf eine von A.________ erhobene Beschwerde in Strafsachen gegen einen Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern mangels tauglicher Begründung ( Art. 42 Abs. 2 BGG ) nicht ein. Bezugnehmend auf dieses Urteil wandte er sich mit Schreiben vom 8. Mai 2023 und einer als "Revisionsgesuch" bezeichneten Eingabe vom 23. Mai 2023 erneut ans Bundesgericht. Nachdem ihm mit Schreiben vom 7. Juni 2023 die Voraussetzungen einer Revision nach Art. 121 ff. BGG sowie das entsprechende Kostenrisiko erläutert wurden, stellt A.________ nochmals ein Revisionsgesuch sowie ein Kostenerlassgesuch bezüglich der ihm vom Obergericht des Kantons Bern auferlegten Verfahrenskosten.

2. Gemäss Art. 61 BGG erwachsen Entscheide des Bundesgerichts am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft. Es kann auf ein eigenes Urteil zurückkommen, wenn einer der vom Gesetz ( Art. 121-123 BGG ) abschliessend aufgezählten Revisionsgründe vorliegt. Art. 121 BGG führt vier Verfahrensvorschriften an, deren Missachtung eine Revision rechtfertigt: Die Verletzung der Vorschriften über die Besetzung des Gerichts und über den Ausstand (lit. a), die Verletzung der Dispositionsmaxime (lit. b), das Übergehen von Anträgen (lit. c) und die Versehensrüge (lit. d). Es obliegt der gesuchstellenden Person, aufzuzeigen, inwiefern Revisionsgründe gegeben sind ( Art. 42 Abs. 2 BGG ).

3. Der Beschwerdeführer plädiert in seinen Eingaben frei zur Sache und zu seiner finanziellen Situation, ohne auch nur annähernd darzulegen, inwiefern einer der gesetzlich vorgesehenen Revisionsgründe einschlägig sein soll. Der Begründungsmangel ist offensichtlich.

4. Das Revisionsgesuch erweist sich als unzulässig, weshalb darauf nicht eingetreten wird. Ausgangsgemäss wird der Gesuchsteller kostenpflichtig ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen, da sich sein Begehren um Revision als aussichtslos erweist ( Art. 64 BGG ). Dagegen erkennt das Bundesgericht, dass der Gesuchsteller in schwierigen finanziellen Verhältnissen lebt, weshalb die ihm aufzuerlegenden Gerichtskosten herabgesetzt werden ( Art. 65 Abs. 2 und Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. August 2023

Im Namen der I. strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Lustenberger