Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6F_15/2024 KI-generiert

Petitioner Seeks Revision of Federal Court Non-suit Dismissing Appeal for Procedural Reasons

Geschäftsnummer 6F_15/2024
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A legal case was presented before the Swiss Federal Tribunal involving a petitioner who filed a request for revision against a previous non-entrée decision. The original decision dated April 29, 2024, was a result of the Tribunal not addressing a complaint due to procedural reasons. The petitioner claimed incorrect facts, stating that health issues prevented her from attending a hearing, thus challenging a decision by the Obwalden prosecution related to charges of disobedience in debt and bankruptcy matters. The grounds for revision included allegations of false facts and procedural missteps, but the Tribunal noted that the petitioner misunderstood the limitations of revision, which does not permit a legal reassessment of a case unless stated by a European Court of Human Rights verdict that she did not present. Consequently, the Tribunal found the revision application unjustified and imposed reduced court costs on the petitioner.

Legislator-Regeste

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Art. 61 BGG, Art. 122 BGG, Art. 122 lit. a BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 i.V.m, Art. 65 Abs. 2 BGG; Petitioner Seeks Revision of Federal Court Non-suit Dismissing Appeal for Procedural Reasons: The original decision dated April 29, 2024, was a result of the Tribunal not addressing a complaint due to procedural reasons. The petitioner claimed incorrect facts, stating that health issues prevented her from attending a hearing, thus challenging a decision by the Obwalden prosecution related to charges of disobedience in debt and bankruptcy matters. The grounds for revision included allegations of false facts and procedural missteps, but the Tribunal noted that the petitioner misunderstood the limitations of revision, which does not permit a legal reassessment of a case unless stated by a European Court of Human Rights verdict that she did not present. Consequently, the Tribunal found the revision application unjustified and imposed reduced court costs on the petitioner.

Schlagwörter

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Revision eines Entscheids Nichtigkeitsverfahren Betreibungsbegehren Konkursforderung gesetzliche Voraussetzungen Revisionsgesuch im Asylverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 42 Abs. 2 BGG

The appeal was dismissed because it lacked the required substantiation.

Art. 65 Abs. 2 BGG

Used in conjunction with Art. 66 Abs. 1 BGG to impose reduced court costs on the applicant.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The Tribunal ordered the applicant to bear the court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6F_15/2024

Urteil vom 17. Juni 2024

I. strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Muschietti, als präsidierendes Mitglied,

Bundesrichterin van de Graaf,

Bundesrichter von Felten,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Gesuchstellerin,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Obwalden, Postfach 1561, 6060 Sarnen,

Gesuchsgegnerin,

Obergerichtspräsidium des Kantons Obwalden, Poststrasse 6, 6060 Sarnen.

Gegenstand

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts vom 29. April 2024 (6B_5/2024),

Erwägungen:

1. Das Bundesgericht trat auf eine Beschwerde der damaligen Beschwerdeführerin und heutigen Gesuchstellerin aus formellen Gründen nicht ein (Urteil 6B_5/2024 vom 29. April 2024).

2. Die eingereichte "Beschwerde in Strafsachen" vom 23. Mai 2024, mit der das oben erwähnte Nichteintretensurteil 6B_5/2024 vom 29. April 2024 angefochten und dessen Aufhebung beantragt wird, ist sinngemäss als Revisionsgesuch gemäss Art. 121 ff. BGG zu behandeln.

3. Gemäss Art. 61 BGG erwachsen Entscheide des Bundesgerichts am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft. Gegen Urteile des Bundesgerichts steht kein ordentliches Rechtsmittel zur Verfügung. In Betracht käme allenfalls ein Revisionsgesuch. Darauf liesse sich nur eintreten, wenn die betroffene Partei einen der vom Gesetz abschliessend genannten Revisionsgründe ( Art. 121-123 BGG ) geltend machte und dessen Vorliegen - bezogen und begrenzt auf den Gegenstand des bundesgerichtlichen Urteils - aufzeigte. Weil sich das Revisionsgesuch gegen ein Nichteintretensurteil richtet, muss der Revisionsgrund die Nichteintretensmotive beschlagen.

4. Die Gesuchstellerin verlangt die Aufhebung des bundesgerichtlichen Urteils 6B_5/2024 vom 29. April 2024 "aufgrund falscher Tatsachen". Soweit sie geltend macht, sie sei der Befragung nicht unentschuldigt ferngeblieben und nicht ungehorsam, sondern krank und nicht vernehmungsfähig gewesen, verkennt sie, dass ihr das ausserordentliche Rechtsmittel der Revision nicht die Möglichkeit einräumt, das bundesgerichtliche Urteil in der Sache rechtlich neu beurteilen zu lassen, weil sie dieses für falsch hält (vgl. Urteile 9F_7/2018 vom 25. September 2018 E. 2.2.3; 6F_16/2017 vom 16. November 2017 E. 4; je mit Hinweisen). Ebenso wenig kann die Gesuchstellerin die Aufhebung des Strafbefehls der Staatsanwaltschaft Obwalden vom 13. Dezember 2022 und einen Freispruch vom Vorwurf wegen mehrfachen Ungehorsams in Betreibungs- und Konkursverfahren (mit Auferlegung der Verfahrenskosten an die Staatskasse und Zusprechung einer Entschädigung bzw. Genugtuung) beantragen. Der Strafbefehl bzw. die Verurteilung wegen mehrfachen Ungehorsams in Betreibungs- und Konkursverfahren bilden nicht Gegenstand des angeblich zu revidierenden bundesgerichtlichen Urteils. Soweit sich die Gesuchstellerin ferner auf Art. 122 BGG beruft, ist festzuhalten, dass dieser Revisionsgrund nicht für die Rüge der Verletzung der EMRK offen steht, sondern nur in Betracht kommt, wenn der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einem endgültigen Urteil eine derartige Verletzung festgestellt hat ( Art. 122 lit. a BGG ), was vorliegend nicht der Fall ist (vgl. Urteile 6F_23/2023 vom 23. August 2023 E. 3 und 6F_9/2021 vom 8. Juni 2021 E. 4).

5. Auf das Revisionsgesuch ist damit nicht einzutreten, weil es einer tauglichen Begründung entbehrt ( Art. 42 Abs. 2 BGG ). Der Gesuchstellerin sind reduzierte Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 i.V.m. Art. 65 Abs. 2 BGG ).

6. Das Bundesgericht behält sich vor, weitere offensichtlich unzulässige Revisionsgesuche in dieser Angelegenheit ohne förmliche Behandlung abzulegen.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Gesuchstellerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergerichtspräsidium des Kantons Obwalden schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. Juni 2024

Im Namen der I. strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Muschietti

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill