Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_984/2021 KI-generiert

Swiss federal appeal against rape conviction fails for lack of substantive legal argument under Article 42 BGG.

Geschäftsnummer 6B_984/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court declined to enter the appeal and ordered no costs, leaving the cantonal appellate decision in force. The appellant had challenged a conviction for rape and sexual coercion, among other offenses, as affirmed by the Bern cantonal higher court. The Court held that the appeal failed to meet statutory pleading requirements because it contained only formal motions and no substantive legal argument engaging with the lower court’s reasoning, as required under Article 42(1)–(2) of the Federal Supreme Court Act. Although a potential timeliness issue existed under Article 100(1) and Article 48(1) due to late postal delivery, the Court left that unresolved, basing non-entry solely on the lack of merits-based justification.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 5 BGG, Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 48 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG; Swiss federal appeal against rape conviction fails for lack of substantive legal argument under Article 42 BGG: The appellant had challenged a conviction for rape and sexual coercion, among other offenses, as affirmed by the Bern cantonal higher court. The Court held that the appeal failed to meet statutory pleading requirements because it contained only formal motions and no substantive legal argument engaging with the lower court’s reasoning, as required under Article 42(1)–(2) of the Federal Supreme Court Act. Although a potential timeliness issue existed under Article 100(1) and Article 48(1) due to late postal delivery, the Court left that unresolved, basing non-entry solely on the lack of merits-based justification.

Schlagwörter

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Vergewaltigung, sexuelle Nötigung etc Kosten, Entschädigung etc materielle Begründung Fehlen materieller Voraussetzungen Vergewaltigung Einrede der Verfassungswidrigkeit anfechtbarer Zwischenentscheid Beweislosigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 42 al. 1 BGG

Used to declare the appeal inadmissible for lack of a formal request.

Art. 42 al. 2 BGG

Used to declare the appeal inadmissible for lack of substantive reasoning.

Art. 108 BGG

Used as the procedural basis for the simplified non-entry procedure.

Art. 66 al. 1 BGG

Used to waive court costs due to exceptional circumstances.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_984/2021

Urteil vom 15. September 2021

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin,

Gerichtsschreiberin Lustenberger.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Postfach, 3001 Bern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Vergewaltigung, sexuelle Nötigung etc.; Kosten, Entschädigung etc.; Nichteintreten

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, 2. Strafkammer, vom 26. November 2020 (SK 20 38).

Erwägungen:

1. Mit Schreiben vom 27. Juli 2021 erhob der Beschuldigte A.________ gegen ein Urteil des Obergerichts des Kantons Bern vom 26. November 2020 beim Bundesgericht Beschwerde.

2. Die Eingabe vom 27. Juli 2021 enthält keine Original-Unterschrift. Eine Rückweisung gemäss Art. 42 Abs. 5 BGG kann jedoch aus prozessökonomischen Gründen unterbleiben.

3. Die Beschwerde gegen einen Entscheid ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen ( Art. 100 Abs. 1 BGG ). Nach Art. 48 Abs. 1 BGG müssen Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Die Sendung wurde vorliegend zwar am 31. August 2021 fristgerecht in Bosnien-Herzegowina bei der Post aufgegeben, traf aber erst drei Tage später in der Schweiz ein und wurde somit nach Ablauf der Frist der Schweizerischen Post übergeben. Ob der Beschwerdeführer rechtzeitig Beschwerde erhoben hat, ist somit zwar fraglich, kann aber offenbleiben, da auf die Beschwerde so oder so nicht einzutreten ist.

4. Die Beschwerde in Strafsachen muss ein Begehren und eine Begründung enthalten ( Art. 42 Abs. 1 BGG ). In der Beschwerdebegründung ist in gedrängter Form unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwiefern dieser Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 2 BGG ).

Die vorliegende Beschwerdeschrift genügt diesen gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht. Sie enthält nur Anträge sowie formelle Ausführungen, jedoch keine Begründung in materieller Hinsicht. Eine Auseinandersetzung mit den Erwägungen des Obergerichts findet nicht statt. Der Beschwerde lässt sich nicht entnehmen, inwiefern das angefochtene Urteil rechtswidrig sein könnte. Auf die Beschwerde wird im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht eingetreten.

5. Auf die Erhebung von Gerichtskosten wird angesichts der konkreten Umstände ausnahmsweise verzichtet ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. September 2021

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari

Die Gerichtsschreiberin: Lustenberger