Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_945/2021 KI-generiert

Appeal Inadmissible Due to Unpaid Cost Advance and Lack of Reasoning; Costs Charged to Representative

Geschäftsnummer 6B_945/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case concerns an individual who filed an appeal against a decision by the Higher Court of the Canton of Zurich. The appeal was related to an objection against a criminal order issued by the Juvenile Prosecutor's Office in Winterthur. The appellant was required to pay a cost advance of 800 Swiss Francs to proceed with the appeal at the Swiss Federal Tribunal. Despite being given a deadline and an extension, the appellant failed to pay the fee. Furthermore, the appellant's submissions included complaints about not receiving a certified copy of a COVID-19 regulation, which the court deemed irrelevant to the case. Consequently, the appeal was not considered due to non-compliance with procedural requirements, and court costs were imposed on the appellant's legal representative.

Legislator-Regeste

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Art. 62 Abs. 1 BGG, Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Appeal Inadmissible Due to Unpaid Cost Advance and Lack of Reasoning; Costs Charged to Representative: The appeal was related to an objection against a criminal order issued by the Juvenile Prosecutor's Office in Winterthur. The appellant was required to pay a cost advance of 800 Swiss Francs to proceed with the appeal at the Swiss Federal Tribunal. Despite being given a deadline and an extension, the appellant failed to pay the fee. Furthermore, the appellant's submissions included complaints about not receiving a certified copy of a COVID-19 regulation, which the court deemed irrelevant to the case. Consequently, the appeal was not considered due to non-compliance with procedural requirements, and court costs were imposed on the appellant's legal representative.

Schlagwörter

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Einsprache gegen Strafbefehl, Rückzugsfiktion Kostenvorschuss, Nichteintreten nicht geleisteter Kostenvorschuss weitere Anklagepunkte Beschwerdelegitimation nachträglicher Rechtsvorschlag Untätigkeitsklage Einrede der Verfassungswidrigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The Tribunal decided not to enter into the appeal as per the procedure of this article because the cost advance was not paid.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose the court costs on the legal representative of the appellant in the final order.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_945/2021

Urteil vom 1. November 2021

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

handelnd durch B.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Jugendanwaltschaft Winterthur,

Neuwiesenstrasse 37, 8400 Winterthur,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Einsprache gegen Strafbefehl, Rückzugsfiktion; Kostenvorschuss, Nichteintreten,

Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 6. August 2021 (UH210139-O/U/GRO).

Die Präsidentin zieht in Erwägung:

1. Der Beschwerdeführer erhob mit Eingabe vom 24. August 2021 Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Zürich vom 6. August 2021.

Das Obergericht hat die bei ihm eingereichte Beschwerde an das Bundesgericht weitergeleitet.

2. Die Partei, die das Bundesgericht anruft, hat einen Kostenvorschuss zu bezahlen. Rechtsgrundlage bildet Art. 62 Abs. 1 BGG .

3. Dem Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 26. August 2021 Frist bis zum 10. September 2021 und mit Verfügung vom 22. September 2021 die gesetzlich vorgeschriebene Nachfrist bis zum 6. Oktober 2021 angesetzt, um dem Bundesgericht einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- zu leisten, unter Androhung, dass ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde ( Art. 62 Abs. 3 BGG ).

4. Beide Verfügungen wurden mittels Gerichtsurkunde versandt und konnten zugestellt werden.

5. Zu den nach Verfügungserhalt jeweils eingehenden Eingaben, mit welchen der Beschwerdeführer bzw. dessen gesetzliche Vertreterin u.a. monierten, dass ihnen bislang keine "original unterzeichnete und versicherte COVID-19 Verordnung" bzw. "eine beglaubigte Kopie" hievon vorgelegt worden sei, musste sich das Bundesgericht mangels jeglichen Sachbezugs nicht äussern. Auf die Rechtsgrundlage der Kostenvorschusspflicht wurde im Übrigen bereits in den diesbezüglichen Verfügungen ausdrücklich hingewiesen.

6. Da der Kostenvorschuss auch innert Nachfrist nicht geleistet wurde, ist auf die Beschwerde androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

Im Übrigen wäre die Beschwerde auch deshalb unzulässig, weil sie den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG nicht im Geringsten entspricht.

7. Die Gerichtskosten sind der für den Beschwerdeführer handelnden gesetzlichen Vertreterin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden B.________, der Mutter und damit gesetzlichen Vertreterin des Beschwerdeführers, auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 1. November 2021

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill