Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_937/2017 KI-generiert

Convict Challenges Notification of Judgment to Road Traffic Office

Geschäftsnummer 6B_937/2017
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who was convicted of negligent bodily injury, improper conduct after an accident, and evading a blood test by a cantonal court. Following this conviction, the court ordered the judgment to be communicated to the regional traffic office. The individual appealed against this decision, arguing that the notification to the traffic office should be withheld to retain their driving license, claiming that the fine and court costs were punishment enough. However, the appeal did not contest the conviction or the sentencing; instead, it sought to prevent an administrative procedure that might affect their driving privileges. Ultimately, the appeal was not accepted by the federal court, which found that it did not meet the necessary criteria for consideration. Additionally, a request for free legal aid was denied, and the individual was ordered to cover the court costs.

Legislator-Regeste

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Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 104 SVG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 64 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Convict Challenges Notification of Judgment to Road Traffic Office: Following this conviction, the court ordered the judgment to be communicated to the regional traffic office. The individual appealed against this decision, arguing that the notification to the traffic office should be withheld to retain their driving license, claiming that the fine and court costs were punishment enough. However, the appeal did not contest the conviction or the sentencing; instead, it sought to prevent an administrative procedure that might affect their driving privileges. Ultimately, the appeal was not accepted by the federal court, which found that it did not meet the necessary criteria for consideration. Additionally, a request for free legal aid was denied, and the individual was ordered to cover the court costs.

Schlagwörter

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Strassenverkehrssanktion Eröffnung des Entscheids gesetzliche Pflicht fahrlässige Körperverletzung Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Strafanzeige

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

Applied to dismiss the appeal because it did not meet the reasoning requirements.

Art. 64 BGG

Used to reject the request for legal aid because the pleas appeared hopeless.

Art. 65 Abs. 2 BGG

Used to stipulate that the appellant's financial situation must be considered when assessing the court costs.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to order the appellant to pay the court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_937/2017

Urteil vom 15. September 2017

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Postfach 3439, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Widerhandlung gegen das SVG (Meldung an Strassenverkehrsamt), Nichteintreten,

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Luzern, 1. Abteilung, vom 11. Mai 2017.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Das Kantonsgericht Luzern verurteilte den Beschwerdeführer am 11. Mai 2017 wegen fahrlässiger Körperverletzung, pflichtwidrigen Verhaltens nach einem Unfall und Vereitelung einer Blutprobe. Es hielt im Dispositiv fest, das Urteil werde nach Rechtskraft dem Strassenverkehrsamt des Kantons Luzern zugestellt.

Der Beschwerdeführer gelangt an das Bundesgericht. Er wehrt sich gegen die vom Kantonsgericht im Dispositiv angeordnete Zustellung des Urteils an das kantonale Strassenverkehrsamt. Er führt aus, die Zustellung sei zu unterlassen, so dass er seinen Führerschein behalten könne. Es sei Strafe genug, dass er die Busse und die Gerichtskosten bezahlen müsse.

2. Der Beschwerdeführer ist als beschuldigte Person nach Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG durch das Urteil des Kantonsgerichts beschwert und daher grundsätzlich ohne weiteres beschwerdelegitimiert. Indessen richtet er sich mit seiner Beschwerde weder gegen die Verurteilung noch gegen die Strafe; er verlangt insofern weder eine Urteilsaufhebung noch eine Urteilsänderung. Ziel seiner Beschwerde ist vielmehr nur, ein allfälliges Administrativverfahren zu verhindern. Ob er im vorliegenden Verfahren diesbezüglich überhaupt ein Rechtsschutzinteresse hat, ist daher fraglich, kann jedoch offen bleiben, da auf die Beschwerde so oder anders nicht eingetreten werden kann. Der Beschwerdeführer verkennt, dass die Strafbehörden (also die Strafverfolgungs- und Strafgerichtsbehörden) der für den Strassenverkehr zuständigen Behörde des Kantons, in dem der Täter wohnt, Verzeigungen wegen Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften und auf Verlangen im Einzelfall Urteile wegen Widerhandlungen gegen Strassenverkehrsvorschriften melden müssen (Art. 123 Abs. 1 lit. a und b der Verkehrszulassungsverordnung [VZV; SR 742.51] i.V.m. Art. 104 SVG ). Dass und inwiefern die nach Rechtskraft angeordnete Zustellung des Urteils an das kantonale Strassenverkehrsamt einen Verstoss gegen die Meldepflicht begründen könnte, legt der Beschwerdeführer indessen nicht ansatzweise dar. Seine Beschwerde genügt den Begründungsanforderungen gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. September 2017

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint