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6B_932/2020 KI-generiert

Swiss Federal Supreme Court: late criminal appeal declared inadmissible for lack of reasoning on the disputed appeal deadline under Art. 42 BGG and Art. 396 StPO.

Geschäftsnummer 6B_932/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court did not enter into the merits of the appeal and dismissed it, affirming the lower court’s decision that the appeal was inadmissible due to untimeliness; the appellant must pay court costs of CHF 800. The case arose from a penal order (Strafbefehl) issued by the prosecution for a speeding violation, against which the appellant filed a late objection; the district court subsequently declared the objection untimely and the penal order final, and the cantonal court then rejected the appellant's appeal as filed out of time. The Supreme Court based its decision on the appellant's failure to provide sufficient reasoning under Art. 42 para. 1 and 2 BGG, as the appellant did not address why the cantonal court’s finding that the 10-day appeal deadline under Art. 396 para. 1 StPO was missed should be incorrect, leading to non-entry under Art. 108 para. 1 lit. b BGG.

Legislator-Regeste

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Art. 396 Abs. 1 StPO, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Swiss Federal Supreme Court: late criminal appeal declared inadmissible for lack of reasoning on the disputed appeal deadline under Art. 42 BGG and Art. 396 StPO: The case arose from a penal order (Strafbefehl) issued by the prosecution for a speeding violation, against which the appellant filed a late objection; the district court subsequently declared the objection untimely and the penal order final, and the cantonal court then rejected the appellant's appeal as filed out of time. The Supreme Court based its decision on the appellant's failure to provide sufficient reasoning under Art. 42 para. 1 and 2 BGG, as the appellant did not address why the cantonal court’s finding that the 10-day appeal deadline under Art. 396 para. 1 StPO was missed should be incorrect, leading to non-entry under Art. 108 para. 1 lit. b BGG.

Schlagwörter

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Rechtzeitigkeit der Einsprache Nichteintreten Strafanzeige Strafbescheid verspätete Einwendungen Einstellung des Strassenverkehrsverfahrens Fristversäumnis ungerechtfertigte Verzögerung der Strafverfolgung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG

Used in the dispositive to declare the appeal inadmissible for lack of sufficient reasoning.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Cited in the dispositive to impose court costs on the appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_932/2020

Urteil vom 2. Oktober 2020

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiber Moses.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Schwyz,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Rechtzeitigkeit der Einsprache; Nichteintreten,

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Schwyz, Kantonsgerichtspräsident, vom 9. Juli 2020 (BEK 2020 85).

Erwägungen:

1. Die Staatsanwaltschaft Innerschwyz erliess am 30. Juli 2019 einen Strafbefehl, mit welchem sie A.________ als Halter des Fahrzeugs mit dem Kennzeichen xxx der Überschreitung der signalisierten Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen im Umfang von 10 km/h schuldig erklärte und mit einer Busse von Fr. 60.-- bestrafte. Dagegen erhob A.________ am 16. September 2019 Einsprache. Am 5. Mai 2020 stellte das Bezirksgericht Schwyz fest, dass die Einsprache verspätet und der Strafbefehl in Rechtskraft erwachsen war.

2. Am 26. Mai 2020 erhob A.________ Beschwerde gegen die Verfügung des Bezirksgerichts. Das Kantonsgericht Schwyz trat darauf am 9. Juli 2020 infolge Verspätung nicht ein.

3. A.________ führt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt im Wesentlichen, die Verfügung des Kantonsgerichts sei aufzuheben und die Sache sei zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

4. Rechtsschriften haben die Begehren sowie deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG ). Um diesen Erfordernissen zu genügen, muss der Beschwerdeführer sich mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzen ( BGE 140 III 86 E. 2 mit Hinweisen).

Die Vorinstanz erwägt, der Beschwerdeführer habe die zehntägige Frist gemäss Art. 396 Abs. 1 StPO zur Anfechtung der Verfügung des Bezirksgerichts nicht eingehalten. Weshalb dies nicht zutreffen sollte, legt der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht dar.

5. Auf die Beschwerde ist mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ( Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG ). Der Beschwerdeführer trägt die Kosten des Verfahrens ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Schwyz, Kantonsgerichtspräsident, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. Oktober 2020

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Der Gerichtsschreiber: Moses