Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_911/2008 KI-generiert

Appellant's Lapsed Appeal Due to Temporary Exclusion from Preliminary Deliberation

Geschäftsnummer 6B_911/2008
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case involves a legal dispute surrounding allegations of neglecting maintenance obligations. The appellant contested a decision made by the Cantonal Court, which declared his appeal void after he left the courtroom prior to a ruling being announced and failed to return for the main hearing. The appellant claimed that he was wrongfully excluded from the proceedings; however, it was clarified that he was only excluded from a private consultation regarding a preliminary question. The court found that the appellant's arguments did not meet necessary legal requirements, resulting in the dismissal of his complaint and the denial of his request for legal aid. As a consequence, he was ordered to bear the court costs.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 95 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG, Art. 65 Abs. 2 BGG; Appellant's Lapsed Appeal Due to Temporary Exclusion from Preliminary Deliberation: The appellant contested a decision made by the Cantonal Court, which declared his appeal void after he left the courtroom prior to a ruling being announced and failed to return for the main hearing. The appellant claimed that he was wrongfully excluded from the proceedings; however, it was clarified that he was only excluded from a private consultation regarding a preliminary question. The court found that the appellant's arguments did not meet necessary legal requirements, resulting in the dismissal of his complaint and the denial of his request for legal aid. As a consequence, he was ordered to bear the court costs.

Schlagwörter

KI-generiert
Vernachlässigung von Unterhaltspflichten unentgeltliche Rechtspflege Ausgeschlossene Rechtsgebiete Vorfrage verspätete Einwendungen Wirkungen der Vorabentscheidungsurteile Verwirkung des Anspruchs

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 BGG

Used to decide not to enter into the appeal based on procedural deficiencies.

Art. 64 BGG

Used to reject the request for free legal aid because the legal claims appeared hopeless.

Art. 65 Abs. 2 BGG

Used to rule out a reduction of the court fee due to abusive litigation conduct.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to order the appellant to bear the court costs.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_911/2008/sst

Urteil vom 11. November 2008

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Schneider, Präsident,

Gerichtsschreiber Monn.

Parteien

X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Sozialamt der Stadt Bern, Predigergasse 5,

3011 Bern, Beschwerdegegner,

Generalprokurator des Kantons Bern, Hochschulstrasse 17, 3012 Bern,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Vernachlässigung von Unterhaltspflichten,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, 1. Strafkammer, vom 11. September 2008.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Soweit der Beschwerdeführer sinngemäss ein Ausstandsbegehren gegen Bundesrichter stellt (Beschwerde S. 4 Ziff. 12), ist darauf nicht einzutreten, weil es an einer rechtsgenüglichen Begründung fehlt.

2. Im angefochtenen Entscheid wurde eine Appellation als dahingefallen erklärt, weil der Beschwerdeführer das Gerichtsgebäude verlassen hatte, als ihm ein Beschluss der Vorinstanz eröffnet und begründet werden sollte, und in der Folge zur Hauptverhandlung nicht mehr erschienen war. Der Beschwerdeführer bringt vor, er sei grundlos von der Hauptverhandlung ausgeschlossen und aus dem Gerichtssaal gewiesen worden (Beschwerde S. 3 Ziff. B/2). Dies trifft nicht zu. Der Beschwerdeführer wurde nicht von der Hauptverhandlung, sondern nur von der geheimen Beratung einer Vorfrage ausgeschlossen (angefochtener Entscheid S. 2/3). Mit den Ausdrücken "vorsätzlich gesetzwidrige Hauptverhandlung" und "Geheimjustiz" kann nicht begründet werden, inwieweit das Vorgehen der Vorinstanz gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte. In diesem Punkt genügt die Beschwerde den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Die übrigen Ausführungen gehen an der Sache vorbei. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Infolge der rechtsmissbräuchlichen Art der Prozessführung kommt eine Herabsetzung der Gerichtsgebühr nicht in Betracht ( Art. 65 Abs. 2 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf das Ausstandsbegehren gegen Bundesrichter wird nicht eingetreten.

2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

4. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

5. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 1. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. November 2008

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Monn