Appeal Dismissed for Missed Deadline in Bodily Harm Case Due to Procedural Refusal of Service
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a complaint concerning a delayed appeal related to a conviction for simple bodily harm. The individual filing the complaint contended that they were unable to accept the ruling during the initial court hearing due to psychological reasons, which they believed justified their failure to meet the appeal deadline. However, the reviewing court determined that their claim did not sufficiently demonstrate any legal error regarding the commencement of the deadline for filing an appeal. Consequently, the appeal was not entertained, and the individual was held responsible for court costs while their request for free legal aid was denied due to lack of prospects for success.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 384 lit. a StPO, Art. 85 Abs. 4 lit. b StPO, Art. 95 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG; Appeal Dismissed for Missed Deadline in Bodily Harm Case Due to Procedural Refusal of Service: The individual filing the complaint contended that they were unable to accept the ruling during the initial court hearing due to psychological reasons, which they believed justified their failure to meet the appeal deadline. However, the reviewing court determined that their claim did not sufficiently demonstrate any legal error regarding the commencement of the deadline for filing an appeal. Consequently, the appeal was not entertained, and the individual was held responsible for court costs while their request for free legal aid was denied due to lack of prospects for success.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertUsed to declare that the appeal shall not be entertained (non-entrée en matière) based on the simplified procedure.
Used to reject the request for legal aid due to lack of prospect of success.
Used to justify imposing a reduced court fee due to the appellant's financial situation.
Used to order the appellant to bear the court costs.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_91/2012
Urteil vom 29. Februar 2012
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Verspätete Berufung (einfache Körperverletzung etc.),
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts
des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 11. November 2011.
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Im angefochtenen Entscheid wurde auf ein Rechtsmittel nicht eingetreten, weil der Beschwerdeführer die Frist verpasst hatte. Für den Fristbeginn und die Zustellung stützt sich die Vorinstanz auf Art. 384 lit. a StPO und Art. 85 Abs. 4 lit. b StPO . Die Rechtsmittelfrist beginnt danach mit der Zustellung/Aushändigung des schriftlichen Dispositivs. Der angefochtene Entscheid gilt an dem Tag als zugestellt, an welchem bei einer persönlichen Aushändigung die Annahme vom Empfänger verweigert wird (vgl. angefochtenen Entscheid, S. 2 E. 2). Der Beschwerdeführer macht vor Bundesgericht geltend, die Annahme des schriftlichen Dispositivs anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung sei ihm aus psychologischen Gründen nicht möglich gewesen. Abgesehen davon, dass sich daraus nicht ergibt, inwiefern seine Nichtannahme des schriftlichen Dispositivs gerechtfertigt sein könnte, lässt sich mit dem Vorbringen nicht dartun, dass die Auffassung der Vorinstanz über den Beginn des Fristenlaufs und die Zustellung gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung ist wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen ( Art. 64 BGG ). Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist durch eine herabgesetzte Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ).
Demnach erkennt der Einzelrichter:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen.
3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 29. Februar 2012
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter: Schneider
Die Gerichtsschreiberin: Arquint