Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_91/2012 KI-generiert

Appeal Dismissed for Missed Deadline in Bodily Harm Case Due to Procedural Refusal of Service

Geschäftsnummer 6B_91/2012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case involves a complaint concerning a delayed appeal related to a conviction for simple bodily harm. The individual filing the complaint contended that they were unable to accept the ruling during the initial court hearing due to psychological reasons, which they believed justified their failure to meet the appeal deadline. However, the reviewing court determined that their claim did not sufficiently demonstrate any legal error regarding the commencement of the deadline for filing an appeal. Consequently, the appeal was not entertained, and the individual was held responsible for court costs while their request for free legal aid was denied due to lack of prospects for success.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 384 lit. a StPO, Art. 85 Abs. 4 lit. b StPO, Art. 95 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG; Appeal Dismissed for Missed Deadline in Bodily Harm Case Due to Procedural Refusal of Service: The individual filing the complaint contended that they were unable to accept the ruling during the initial court hearing due to psychological reasons, which they believed justified their failure to meet the appeal deadline. However, the reviewing court determined that their claim did not sufficiently demonstrate any legal error regarding the commencement of the deadline for filing an appeal. Consequently, the appeal was not entertained, and the individual was held responsible for court costs while their request for free legal aid was denied due to lack of prospects for success.

Schlagwörter

KI-generiert
Verspätete Berufung (einfache Körperverletzung etc.) Körperverletzung gesetzliche Verfahrensfrist unentgeltliche Rechtspflege Strafprozessordnung Urteilsdispositiv persönliche Anhörung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 BGG

Used to declare that the appeal shall not be entertained (non-entrée en matière) based on the simplified procedure.

Art. 64 BGG

Used to reject the request for legal aid due to lack of prospect of success.

Art. 65 Abs. 2 BGG

Used to justify imposing a reduced court fee due to the appellant's financial situation.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to order the appellant to bear the court costs.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_91/2012

Urteil vom 29. Februar 2012

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8001 Zürich,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Verspätete Berufung (einfache Körperverletzung etc.),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts

des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 11. November 2011.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Im angefochtenen Entscheid wurde auf ein Rechtsmittel nicht eingetreten, weil der Beschwerdeführer die Frist verpasst hatte. Für den Fristbeginn und die Zustellung stützt sich die Vorinstanz auf Art. 384 lit. a StPO und Art. 85 Abs. 4 lit. b StPO . Die Rechtsmittelfrist beginnt danach mit der Zustellung/Aushändigung des schriftlichen Dispositivs. Der angefochtene Entscheid gilt an dem Tag als zugestellt, an welchem bei einer persönlichen Aushändigung die Annahme vom Empfänger verweigert wird (vgl. angefochtenen Entscheid, S. 2 E. 2). Der Beschwerdeführer macht vor Bundesgericht geltend, die Annahme des schriftlichen Dispositivs anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung sei ihm aus psychologischen Gründen nicht möglich gewesen. Abgesehen davon, dass sich daraus nicht ergibt, inwiefern seine Nichtannahme des schriftlichen Dispositivs gerechtfertigt sein könnte, lässt sich mit dem Vorbringen nicht dartun, dass die Auffassung der Vorinstanz über den Beginn des Fristenlaufs und die Zustellung gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung ist wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen ( Art. 64 BGG ). Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist durch eine herabgesetzte Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. Februar 2012

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Die Gerichtsschreiberin: Arquint