Criminal Complaints Against Lawyers and Banks; Federal Supreme Court Inadmissibility of Appeals Against Federal Criminal Court Decisions Under Article 79 BGG.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court declined to enter the complainant's appeal and dismissed the request for recusal of the federal judges, ruling against the complainant. The court upheld the decisions of the Federal Criminal Court's complaints chamber, which had dismissed the appeal against a non-commencement order by the Office of the Attorney General, declared a recusal request inadmissible, and struck out a denial-of-justice proceeding as moot, leaving those prior rulings in force. The dispute arose from the complainant's criminal complaints alleging corruption, cross-border money laundering, and organized economic crime against lawyers and banks, and her subsequent challenge to the authorities' failure to act and refusal to investigate. The decisive legal basis was Article 79 of the Federal Supreme Court Act, which bars appeals to the Federal Supreme Court against decisions of the Federal Criminal Court's complaints chamber except in narrowly defined circumstances not present here, and Article 113, which limits subsidiary constitutional complaints to decisions of final cantonal instances; the court also noted that prior unsuccessful litigation does not constitute grounds for recusal under Article 34, and dismissed the request for free legal aid as the appeal was hopeless.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 34 Abs. 1 BGG, Art. 37 BGG, Art. 79 BGG, Art. 113 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Criminal Complaints Against Lawyers and Banks; Federal Supreme Court Inadmissibility of Appeals Against Federal Criminal Court Decisions Under Article 79 BGG: The court upheld the decisions of the Federal Criminal Court's complaints chamber, which had dismissed the appeal against a non-commencement order by the Office of the Attorney General, declared a recusal request inadmissible, and struck out a denial-of-justice proceeding as moot, leaving those prior rulings in force. The dispute arose from the complainant's criminal complaints alleging corruption, cross-border money laundering, and organized economic crime against lawyers and banks, and her subsequent challenge to the authorities' failure to act and refusal to investigate. The decisive legal basis was Article 79 of the Federal Supreme Court Act, which bars appeals to the Federal Supreme Court against decisions of the Federal Criminal Court's complaints chamber except in narrowly defined circumstances not present here, and Article 113, which limits subsidiary constitutional complaints to decisions of final cantonal instances; the court also noted that prior unsuccessful litigation does not constitute grounds for recusal under Article 34, and dismissed the request for free legal aid as the appeal was hopeless.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertGround for not entering the appeal because decisions of the Federal Criminal Court's complaints chamber are generally not appealable to the Federal Supreme Court.
Procedural basis for the simplified non-entry procedure applied to dismiss the appeal.
Used to dismiss the request for free legal aid because the appeal was hopeless.
Imposed court costs on the appellant.
Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (3)
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_905/2016
Urteil vom 28. November 2016
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Schweizerische Bundesanwaltschaft, Taubenstrasse 16, 3003 Bern,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Nichtanhandnahme (Korruption usw.),
Rechtsverweigerung,
Ausstand des Bundesanwaltes, Nichteintreten,
Beschwerde gegen die Beschlüsse des Bundesstrafgerichts, Beschwerdekammer, vom 10. August 2016
Der Präsident zieht in Erwägung:
1. Die Beschwerdeführerin zeigte bei der Bundesanwaltschaft um den 27. August 2015 zwei liechtensteinische Rechtsanwälte sowie die A.________-Bank und die B.________-Bank, jeweils in Zürich, u.a. wegen Korruption, grenzüberschreitender Geldwäscherei sowie organisierter grenzüberschreitender Wirtschaftskriminalität an. Am 2. und 6. Juni 2016 erhob sie Beschwerde wegen Rechtsverweigerung, weil weder die Bundesanwaltschaft auf die Strafanzeige noch die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft auf die Aufsichtsbeschwerde reagiert hätten. Die Bundesanwaltschaft stellte am 7. Juni 2016 fest, es bestünden keine Hinweise auf strafbare Handlungen, die den Tätigkeits- und Zuständigkeitsbereich der Bundesanwaltschaft beträfen. Eine Weiterleitung an die zuständige Stelle erübrige sich, da sich bereits die Staatsanwaltschaft Zürich mit der Sache befasse. Die Beschwerdeführerin beantragte mit Eingabe vom 18. Juni 2016, ihre Beschwerde sei gutzuheissen und die Bundesanwaltschaft sei zu verpflichten, die Ermittlungen einzuleiten. Der Eingabe war ein weiteres Schreiben, datiert vom 19. Juni 2016, beigelegt, mit welchem die Beschwerdeführerin "Antrag auf Ausstand und Strafanzeige wegen Strafvereitelung im Amt" gegen Oberstaatsanwalt C.________, Zürich, gegen Bundesanwalt D.________ sowie gegen die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft erhob. Am 15. Juli 2016 erliess die Bundesanwaltschaft eine Nichtanhandnahmeverfügung. Auch dagegen reichte die Beschwerdeführerin am 22. Juli 2016 Beschwerde ein.
Die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts behandelte die bei ihr hängigen Beschwerdeverfahren am 10. August 2016 in drei separaten Beschlüssen. Sie schrieb das Verfahren wegen Rechtsverweigerung zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt ab (BB.2016.254). Auf die Ausstandsgesuche trat sie nicht ein (BB.2016.324). Die gegen die Nichtanhandnahmeverfügung gerichtete Beschwerde wies sie ab, soweit sie darauf eintrat (BB.2016.322).
Die Beschwerdeführerin wendet sich an das Bundesgericht. Sie beantragt, die Beschlüsse seien aufzuheben und die Rechtssache sei an die zuständige Strafkammer zur ordentlichen Behandlung zu leiten.
2. Das Ausstandsbegehren gegen Bundesrichter Oberholzer ist gegenstandslos. Er wirkt am vorliegenden Verfahren nicht mit. Auf das Ausstandsgesuch gegen die Bundesrichter der Strafrechtlichen Abteilung ist im Übrigen nicht einzutreten. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin mit ihren bisherigen Beschwerden am Bundesgericht erfolglos blieb, stellt keinen Ausstandsgrund im Sinne von Art. 34 Abs. 1 BGG dar. Bei unzulässigen Ausstandsgesuchen ist kein Verfahren nach Art. 37 BGG durchzuführen.
3. Mit hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen ist eine Beschwerde ans Bundesgericht gegen Entscheide der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts unzulässig ( Art. 79 BGG ). Die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts wies die Beschwerdeführerin in den Rechtsmittelbelehrungen der jeweiligen Beschlüsse auf die Rechtslage hin. Eine subsidiäre Verfassungsbeschwerde fällt ebenfalls nicht in Betracht, da diese gemäss Art. 113 BGG einzig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen gegeben ist (vgl. Urteil 6B_1089/2013 vom 18. Dezember 2014 E. 1.2). Damit ist auf die vorliegende Beschwerde im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
4. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das nachträgliche Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage der Beschwerdeführerin ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf das Ausstandsbegehren gegen die Bundesrichter der Strafrechtlichen Abteilung wird nicht eingetreten.
2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
3. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
4. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
5. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Bundesstrafgericht, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 28. November 2016
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Denys
Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill