Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_90/2012 KI-generiert

Appeal Dismissed for Late Filing Following Judicial Recess

Geschäftsnummer 6B_90/2012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a legal appeal concerning sentencing for multiple offenses, including simple bodily harm, depictions of violence, and attempted theft. The appellant challenged a decision made by the Aargau Cantonal Court, which was delivered on December 1, 2011. The appeal was submitted to the Swiss Federal Tribunal after the appellant received the court's ruling on December 23, 2011, but was deemed late due to the timing of the appeal submission relative to court deadlines. Consequently, the tribunal decided not to consider the appeal further.

Legislator-Regeste

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Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 44 Abs. 1 BGG, Art. 46 BGG, Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Appeal Dismissed for Late Filing Following Judicial Recess: The appellant challenged a decision made by the Aargau Cantonal Court, which was delivered on December 1, 2011. The appeal was submitted to the Swiss Federal Tribunal after the appellant received the court's ruling on December 23, 2011, but was deemed late due to the timing of the appeal submission relative to court deadlines. Consequently, the tribunal decided not to consider the appeal further.

Schlagwörter

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verspätete Eingabe Strafzumessung Dauer der Landesverweisung gesetzliche Fristen ungerechtfertigte Verzögerung der Strafverfolgung versuchter Diebstahl

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was not admitted because it was filed late.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The costs of the proceedings are imposed on the appellant.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_90/2012

Urteil vom 8. Februar 2012

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

X.________, vertreten durch Fürsprecher John Wyss,

Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau,

Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Strafzumessung (mehrfache einfache Körperverletzung, Gewaltdarstellungen, versuchter Diebstahl etc.),

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, vom 1. Dezember 2011.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 100 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde gegen einen Entscheid innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht einzureichen. Fristen, die durch eine Mitteilung oder den Eintritt eines Ereignisses ausgelöst werden, beginnen gemäss Art. 44 Abs. 1 BGG am folgenden Tag zu laufen. Gemäss Art. 46 BGG stehen nach Tagen bestimmte Fristen über die Weihnachts- und Neujahrszeit vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar still ( Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG ). Daraus folgt, dass stillgestandene Fristen über Weihnachten und Neujahr am 3. Januar (wieder) zu laufen beginnen, wobei der erste Tag nach Ablauf des Fristenstillstandes als erster zu zählender Tag für die Beschwerdefrist zu werten ist ( BGE 132 II 153 E. 4.2; Urteil des Bundesgerichts 6B_421/2010/2007 vom 3. Juni 2010 E.1).

Der angefochtene Entscheid wurde dem Beschwerdeführer bzw. seinem Rechtsvertreter am 23. Dezember 2011, also während des in Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG geregelten Fristenstillstands zugestellt. Die 30-tägige Beschwerdefrist begann mit dem Ende des Fristenstillstands am 3. Januar 2012 zu laufen und endete am 1. Februar 2012. Die vorliegende Beschwerde wurde der Schweizerischen Post am 2. Februar 2012 übergeben. Darauf ist zufolge Verspätung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. Februar 2012

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill