Appellant's Criminal Complaint Against Investigating Judge Dismissed for Lack of Substantiation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a complaint made by an individual against the decision not to initiate a criminal proceeding against an investigating judge, alleging various misconducts. The individual claimed that the judge failed to process reports, improperly disclosed personal data, requested unnecessary medical information, and insulted the complainant. However, the federal court found that these allegations were insufficiently justified and did not demonstrate any criminal behavior on the part of the judge. Consequently, the court decided not to entertain the complaint due to a lack of adequate reasoning. Additionally, the request for free legal assistance was denied as the legal claims were deemed to lack merit. Court costs were imposed on the complainant.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG, Art. 65 Abs. 2 BGG; Appellant's Criminal Complaint Against Investigating Judge Dismissed for Lack of Substantiation: The individual claimed that the judge failed to process reports, improperly disclosed personal data, requested unnecessary medical information, and insulted the complainant. However, the federal court found that these allegations were insufficiently justified and did not demonstrate any criminal behavior on the part of the judge. Consequently, the court decided not to entertain the complaint due to a lack of adequate reasoning. Additionally, the request for free legal assistance was denied as the legal claims were deemed to lack merit. Court costs were imposed on the complainant.
Schlagwörter
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KI-generiertUsed to declare that the appeal will not be entertained due to insufficient substantiation.
Used to dismiss the application for legal aid because the claims appeared hopeless.
Used to take the appellant's financial situation into account when determining the court fee.
Used to order the appellant to bear the court costs.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_862/2010
Urteil vom 29. November 2010
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
1. Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Schützengasse 1, 9001 St. Gallen,
2. A.________,
Beschwerdegegnerinnen.
Gegenstand
Eröffnung eines Strafverfahrens,
Beschwerde gegen das Urteil der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom 15. September 2010.
Der Präsident zieht in Erwägung:
1. Der Beschwerdeführer wendet sich dagegen, dass gegen eine Untersuchungsrichterin kein Strafverfahren eröffnet wurde. Aus der Beschwerde ist indessen nicht ersichtlich, dass und inwieweit sich die Untersuchungsrichterin entgegen der Annahme der Vorinstanz strafbar verhalten haben könnte. Ein solches strafbares Verhalten ergibt sich insbesondere nicht aus den nicht näher begründeten Behauptungen, die Untersuchungsrichterin habe Anzeigen nicht bearbeitet, unnötigerweise persönliche Daten weitergegeben, Auskünfte von Ärzten verlangt, obwohl bereits ein Arztzeugnis vorgelegen habe, und den Beschwerdeführer blossgestellt und beleidigt. Auch inwieweit gegen den Präsidenten der Vorinstanz der begründete Verdacht der "Amtsklüngelei" bestehen könnte, ist nicht ersichtlich. Auf die Beschwerde ist mangels hinreichender Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das nachträglich eingereichte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ). Der Beschwerdegegnerin ist keine Entschädigung auszurichten, weil sie vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
4. Dieses Urteil wird den Parteien und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 29. November 2010
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Favre C. Monn