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6B_850/2009 KI-generiert

Swiss criminal procedural standing for tax whistleblower’s complaint: private prosecutor or victim requirement under Article 81(1)(b) BGG.

Geschäftsnummer 6B_850/2009
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court (Bundesgericht) dismissed the appellant's appeal and rejected their request for free legal aid, ordering the appellant to pay court costs of CHF 500. The appellant had filed a criminal complaint alleging tax evasion and tax fraud against several individuals, including a former tax commissioner; the Zurich public prosecutor's office declined to proceed, and the cantonal appeals court affirmed that decision. The Supreme Court held that the appellant lacked standing to appeal under Article 81(1)(b)(4) and (5) of the BGG, as they were neither a private prosecutor (Privatstrafkläger) nor a victim (Opfer) in the criminal proceedings, and their asserted "statutory duty to cooperate" under the revised tax law did not confer appellate standing in this criminal procedural context.

Legislator-Regeste

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Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG, Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG, Art. 65 Abs. 2 BGG; Swiss criminal procedural standing for tax whistleblower’s complaint: private prosecutor or victim requirement under Article 81(1)(b) BGG: The appellant had filed a criminal complaint alleging tax evasion and tax fraud against several individuals, including a former tax commissioner; the Zurich public prosecutor's office declined to proceed, and the cantonal appeals court affirmed that decision. The Supreme Court held that the appellant lacked standing to appeal under Article 81(1)(b)(4) and (5) of the BGG, as they were neither a private prosecutor (Privatstrafkläger) nor a victim (Opfer) in the criminal proceedings, and their asserted "statutory duty to cooperate" under the revised tax law did not confer appellate standing in this criminal procedural context.

Schlagwörter

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Nichteintreten auf Strafanzeige (Steuerhinterziehung, Steuerbetrug etc.) Steuerhinterziehungsverfahren fehlende Legitimation Betrug Strafanzeige Vorrang der Steuerforderung gesetzliche Pflicht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

Procedural basis for the court to decline to enter into the appeal due to lack of standing.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Legal basis for imposing court costs on the unsuccessful appellant.

Art. 64 BGG

Legal basis for rejecting the request for free legal aid due to the appeal being hopeless.

Art. 65 Abs. 2 BGG

Legal basis for considering the appellant's financial situation when setting the court fee.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_850/2009

Urteil vom 22. Oktober 2009

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Favre, Präsident,

Gerichtsschreiber Monn.

Parteien

X._________,

Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, 8090 Zürich,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Nichteintreten auf Strafanzeige (Steuerhinterziehung, Steuerbetrug etc.),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 24. August 2009 (UK090211/U/bee).

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Nachdem der Beschwerdeführer mehrere Personen, darunter einen früheren Steuerkommissär wegen Steuerhinterziehung und Steuerbetrugs angezeigt hatte, trat die Staatsanwaltschaft Zürich mit Verfügung vom 12. Juni 2009 auf die Anzeige nicht ein. Im angefochtenen Entscheid wurde ein dagegen gerichteter Rekurs des Beschwerdeführers abgewiesen. Es ist nicht recht ersichtlich, unter welchem Titel der Beschwerdeführer zur vorliegenden Beschwerde legitimiert sein könnte. Jedenfalls ist er nicht Privatstrafkläger im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG und auch nicht Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG. Von einer "gesetzlichen Mitwirkungspflicht gemäss revidiertem Steuergesetz" (Beschwerde S. 1) kann jedenfalls in Bezug auf das vorliegende Beschwerdeverfahren nicht die Rede sein. Auf die Beschwerde ist mangels Legitimation des Beschwerdeführers im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Es kann davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer seit dem 1. März 2003 ohne Arbeit ist (act. 6 S. 2). Seiner finanziellen Lage ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. Oktober 2009

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Monn