Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_848/2019 KI-generiert

Appeal Dismissed for Failure to Address Procedural Ruling on Inadmissible Prior Appeal

Geschäftsnummer 6B_848/2019
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case before the Swiss Federal Tribunal involved a complainant who attempted to appeal a decision of the Thurgau Cantonal Court to discontinue a criminal investigation concerning allegations of simple bodily harm and defamation, among other charges. The Cantonal Court's decision, made on June 19, 2019, found that the complainant’s submission did not contain a formal request or reasoning, but merely a request to extend the complaint period, which was deemed impermissible as it aimed to prolong the statutory ten-day appeals period without valid grounds. The submission was received so late that the court could not inform the complainant of their filing's inadequacies during the appeal window. Consequently, the court did not entertain the complaint. The complainant then approached the Swiss Federal Tribunal, but did so without addressing why the lower court's decision to not entertain the complaint should be considered unlawful, focusing instead on the substantive issues, which left the complaint without sufficient justification and thus unacceptable.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 385 Abs. 2 StPO, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; Appeal Dismissed for Failure to Address Procedural Ruling on Inadmissible Prior Appeal: The Cantonal Court's decision, made on June 19, 2019, found that the complainant’s submission did not contain a formal request or reasoning, but merely a request to extend the complaint period, which was deemed impermissible as it aimed to prolong the statutory ten-day appeals period without valid grounds. The submission was received so late that the court could not inform the complainant of their filing's inadequacies during the appeal window. Consequently, the court did not entertain the complaint. The complainant then approached the Swiss Federal Tribunal, but did so without addressing why the lower court's decision to not entertain the complaint should be considered unlawful, focusing instead on the substantive issues, which left the complaint without sufficient justification and thus unacceptable.

Schlagwörter

KI-generiert
Nichteintreten Strafuntersuchung Körperverletzung üble Nachrede Prozessvoraussetzung Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Rückzug des Strafantrags

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 108 BGG

The appeal was not entertained based on procedural grounds concerning defects in the reasoning.

Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG

Applied by the President to exempt the appellant from liability for costs.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_848/2019

Urteil vom 23. August 2019

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, Zürcherstrasse 323, 8510 Frauenfeld,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Einstellung des Strafverfahrens (einfache Körperverletzung, üble Nachrede etc.); Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 19. Juni 2019 (SW.2019.78).

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Das Obergericht des Kantons Thurgau trat mit Entscheid vom 19. Juni 2019 auf eine Beschwerde nicht. Es führte aus, die Eingabe, datiert vom 4. Juni 2019, enthalte weder einen Antrag noch eine Begründung, sondern lediglich ein Gesuch um Verlängerung der Beschwerdefrist und diene folglich einzig der nicht zulässigen Verlängerung der gesetzlichen 10-tägigen Beschwerdefrist. Die Eingabe sei beim Obergericht indessen derart spät eingegangen, dass es nicht mehr möglich gewesen sei, den Beschwerdeführer während laufender Beschwerdefrist auf die Unzulässigkeit einer Fristerstreckung hinzuweisen. Eine Nachfristansetzung gemäss Art. 385 Abs. 2 StPO käme nur in Frage, wenn sich der Beschwerdeführer minimal mit der einlässlich begründeten Einstellungsverfügung auseinandergesetzt hätte. Auf die Beschwerde sei nicht einzutreten.

Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht.

2. In einer Beschwerde ans Bundesgericht ist unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwieweit dieser nach Meinung des Beschwerdeführers gegen das Recht verstossen soll ( Art. 42 Abs. 2 BGG ).

3. Im vorliegenden Verfahren kann sich das Bundesgericht nur zur Frage äussern, ob das Obergericht auf die Beschwerde zu Unrecht nicht eingetreten ist. Damit befasst sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vor Bundesgericht mit keinem Wort. Stattdessen äussert er sich ausschliesslich zur materiellen Seite der Angelegenheit, mit der sich das Bundesgericht nicht befassen kann. Die Beschwerde genügt den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Der Begründungsmangel ist offensichtlich. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4. Ausnahmsweise kann von einer Kostenauflage abgesehen werden ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. August 2019

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill