Appeal Dismissed for Failure to Address Procedural Ruling on Inadmissible Prior Appeal
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case before the Swiss Federal Tribunal involved a complainant who attempted to appeal a decision of the Thurgau Cantonal Court to discontinue a criminal investigation concerning allegations of simple bodily harm and defamation, among other charges. The Cantonal Court's decision, made on June 19, 2019, found that the complainant’s submission did not contain a formal request or reasoning, but merely a request to extend the complaint period, which was deemed impermissible as it aimed to prolong the statutory ten-day appeals period without valid grounds. The submission was received so late that the court could not inform the complainant of their filing's inadequacies during the appeal window. Consequently, the court did not entertain the complaint. The complainant then approached the Swiss Federal Tribunal, but did so without addressing why the lower court's decision to not entertain the complaint should be considered unlawful, focusing instead on the substantive issues, which left the complaint without sufficient justification and thus unacceptable.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 385 Abs. 2 StPO, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; Appeal Dismissed for Failure to Address Procedural Ruling on Inadmissible Prior Appeal: The Cantonal Court's decision, made on June 19, 2019, found that the complainant’s submission did not contain a formal request or reasoning, but merely a request to extend the complaint period, which was deemed impermissible as it aimed to prolong the statutory ten-day appeals period without valid grounds. The submission was received so late that the court could not inform the complainant of their filing's inadequacies during the appeal window. Consequently, the court did not entertain the complaint. The complainant then approached the Swiss Federal Tribunal, but did so without addressing why the lower court's decision to not entertain the complaint should be considered unlawful, focusing instead on the substantive issues, which left the complaint without sufficient justification and thus unacceptable.
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KI-generiertThe appeal was not entertained based on procedural grounds concerning defects in the reasoning.
Applied by the President to exempt the appellant from liability for costs.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
6B_848/2019
Urteil vom 23. August 2019
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Thurgau, Zürcherstrasse 323, 8510 Frauenfeld,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Einstellung des Strafverfahrens (einfache Körperverletzung, üble Nachrede etc.); Nichteintreten,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 19. Juni 2019 (SW.2019.78).
Der Präsident zieht in Erwägung:
1. Das Obergericht des Kantons Thurgau trat mit Entscheid vom 19. Juni 2019 auf eine Beschwerde nicht. Es führte aus, die Eingabe, datiert vom 4. Juni 2019, enthalte weder einen Antrag noch eine Begründung, sondern lediglich ein Gesuch um Verlängerung der Beschwerdefrist und diene folglich einzig der nicht zulässigen Verlängerung der gesetzlichen 10-tägigen Beschwerdefrist. Die Eingabe sei beim Obergericht indessen derart spät eingegangen, dass es nicht mehr möglich gewesen sei, den Beschwerdeführer während laufender Beschwerdefrist auf die Unzulässigkeit einer Fristerstreckung hinzuweisen. Eine Nachfristansetzung gemäss Art. 385 Abs. 2 StPO käme nur in Frage, wenn sich der Beschwerdeführer minimal mit der einlässlich begründeten Einstellungsverfügung auseinandergesetzt hätte. Auf die Beschwerde sei nicht einzutreten.
Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht.
2. In einer Beschwerde ans Bundesgericht ist unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwieweit dieser nach Meinung des Beschwerdeführers gegen das Recht verstossen soll ( Art. 42 Abs. 2 BGG ).
3. Im vorliegenden Verfahren kann sich das Bundesgericht nur zur Frage äussern, ob das Obergericht auf die Beschwerde zu Unrecht nicht eingetreten ist. Damit befasst sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vor Bundesgericht mit keinem Wort. Stattdessen äussert er sich ausschliesslich zur materiellen Seite der Angelegenheit, mit der sich das Bundesgericht nicht befassen kann. Die Beschwerde genügt den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht. Der Begründungsmangel ist offensichtlich. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
4. Ausnahmsweise kann von einer Kostenauflage abgesehen werden ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ).
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 23. August 2019
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Denys
Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill