Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_775/2008 KI-generiert

Jurisdictional Appeal Reinstated Due to Untimely Cost Advance Dismissal Error

Geschäftsnummer 6B_775/2008
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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A legal dispute arose regarding a damage compensation and satisfaction case, where the initial court did not accept a complaint due to the late payment of a court fee. The deadline for this payment was set for August 18, 2008, but the fee was supposedly paid two days later. However, the appellant provided evidence showing that the payment was made on the deadline, which the lower court later acknowledged as an error. The opposing parties did not contest this clarification, leading to the conclusion that the appeal was justified.

Legislator-Regeste

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Art. 109 Abs. 2 lit. b BGG, Art. 68 BGG; Jurisdictional Appeal Reinstated Due to Untimely Cost Advance Dismissal Error: The deadline for this payment was set for August 18, 2008, but the fee was supposedly paid two days later. However, the appellant provided evidence showing that the payment was made on the deadline, which the lower court later acknowledged as an error. The opposing parties did not contest this clarification, leading to the conclusion that the appeal was justified.

Schlagwörter

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Schadenersatz und Genugtuung Kostenvorschuss verspätete Vorbringen Vorschuss Beschwerdelegitimation Verzugskosten verspätete Kündigung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 109 Abs. 2 lit. b BGG

Used to allow the appeal and overturn the lower court's decision because the non-admission of the appeal was based on an error regarding the deadline for the cost deposit.

Art. 68 BGG

Used to grant the appellant an appropriate compensation from the Canton of Solothurn following the successful appeal.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_775/2008/sst

Urteil vom 12. November 2008

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Schneider, Präsident,

Bundesrichter Zünd, Mathys,

Gerichtsschreiber Monn.

Parteien

X.________,

Beschwerdeführer, vertreten durch Advokat Sebastian Laubscher,

gegen

Y.________, vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Hemmeler,

Z.________, vertreten durch Rechtsanwalt

Dr. Roland Müller,

Richteramt Dorneck-Thierstein, Amthausstrasse 15, 4143 Dornach 1, Beschwerdegegner.

Gegenstand

Schadenersatz und Genugtuung; Kostenvorschuss,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Solothurn, Strafkammer, vom 5. September 2008.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1. Im angefochtenen Entscheid wurde auf einen Rekurs nicht eingetreten, weil der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss von Fr. 500.-- verspätet geleistet habe. Die Vorinstanz stellte fest, die Frist sei am 18. August 2008 abgelaufen, der Vorschuss indessen erst am 20. August 2008 bezahlt worden (angefochtener Entscheid S. 2). Der Beschwerdeführer reicht vor Bundesgericht indessen einen Empfangsschein der Post ein, woraus sich ergibt, dass er der Zentralen Gerichtskasse Solothurn am 18. August 2008 einen Betrag von Fr. 500.-- überwiesen hat (Beschwerdebeilage 7). Die Vorinstanz anerkennt in ihrer Vernehmlassung ans Bundesgericht, dass der angefochtene Beschluss auf einem Irrtum beruht (act. 6). Die Beschwerdegegner opponieren dieser Darstellung nicht (act. 11 und 12). Folglich ist die Beschwerde begründet. Sie ist im Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. b BGG gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben.

2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben. Der Beschwerdeführer ist zu Lasten des Kantons Solothurn angemessen zu entschädigen ( Art. 68 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Beschluss des Obergerichts des Kantons Solothurn vom 5. September 2008 aufgehoben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Der Kanton Solothurn hat dem Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientschädigung von Fr. 2'000.-- zu bezahlen.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 12. November 2008

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Monn