Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_744/2018 KI-generiert

Complainant Fails to Justify Appeal Against Closure of Indecency Investigation

Geschäftsnummer 6B_744/2018
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a complaint filed by an individual alleging sexual coercion by two individuals in France, reported to the police in Lucerne on May 14, 2017. Following the investigation, the public prosecutor in Lucerne decided to close the case on February 28, 2018. The complainant appealed this decision, but the cantonal court ruled on June 12, 2018, not to entertain the appeal. The complainant subsequently approached the federal court on July 19, 2018, seeking the imprisonment of the alleged offenders. However, the federal court found that the appeal did not meet the necessary legal requirements for consideration, as it lacked adequate justification regarding the legal basis for challenging the cantonal court's decision. Consequently, the federal court chose not to proceed with the appeal.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 95 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG; Complainant Fails to Justify Appeal Against Closure of Indecency Investigation: Following the investigation, the public prosecutor in Lucerne decided to close the case on February 28, 2018. The complainant appealed this decision, but the cantonal court ruled on June 12, 2018, not to entertain the appeal. The complainant subsequently approached the federal court on July 19, 2018, seeking the imprisonment of the alleged offenders. However, the federal court found that the appeal did not meet the necessary legal requirements for consideration, as it lacked adequate justification regarding the legal basis for challenging the cantonal court's decision. Consequently, the federal court chose not to proceed with the appeal.

Schlagwörter

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Einstellungsverfügung (sexuelle Nötigung) Nichteintreten Strafanzeige sexuelle Belästigung Willensmangel Vergewaltigung Minderjähriger Abschluss der Strafuntersuchung versuchte Nötigung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was dismissed by non-entry into the merits due to lack of proper grounds, according to this procedural article.

Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG

Cited to justify the exception that no court costs would be levied.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_744/2018

Urteil vom 12. September 2018

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Luzern, Postfach 3439, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Einstellungsverfügung (sexuelle Nötigung); Nichteintreten,

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Luzern, 1. Abteilung, vom 12. Juni 2018 (2N 18 44).

Erwägungen:

1. Der Beschwerdeführer meldete am 14. Mai 2017 beim Polizeiposten Luzern, er sei von X.________ und Y.________ in Frankreich sexuell genötigt worden. Am 28. Februar 2018 stellte die Staatsanwaltschaft Abteilung 1 Luzern die Strafuntersuchung wegen Schändung ein. Auf die dagegen gerichtete Beschwerde trat das Kantonsgericht Luzern mit Verfügung vom 12. Juni 2018 nicht ein.

Der Beschwerdeführer gelangt am 19. Juli 2018 (Poststempel) an das Bundesgericht. Er erwarte, dass die Täter ins Gefängnis kommen.

2. Die Eingabe vom 19. Juli 2018 entspricht den gesetzlichen Begründungsanforderungen ( Art. 42 Abs. 2 BGG ) nicht. Der Beschwerdeführer wurde daher im Rahmen der Kostenvorschussverfügung vom 24. Juli 2018 ausdrücklich auf die Begründungsanforderungen einer Beschwerde an das Bundesgericht unter Hinweis auf die einschlägigen Gesetzesbestimmungen aufmerksam gemacht (act. 4). Am 7. September 2018 (Poststempel) ersuchte der Beschwerdeführer mittels Einreichung entsprechender Belege sinngemäss um unentgeltliche Rechtspflege. Indessen ging keine weitere Beschwerdebegründung innert Frist ein. Die vorliegende Beschwerde ist damit alleine aufgrund der Eingabe vom 19. Juli 2018 zu beurteilen. Vor Bundesgericht kann es nur um die Frage gehen, ob das Kantonsgericht zu Unrecht auf die Beschwerde nicht eingetreten ist. Damit befasst sich der Beschwerdeführer nicht. Aus seiner Beschwerde ergibt sich mithin nicht, inwiefern die angefochtene Verfügung vom 12. Juni 2018 gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte. Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3. Ausnahmsweise kann von einer Kostenauflage abgesehen werden (Art. 66 Abs. 1 zweiter Satz BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gegenstandslos.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 12. September 2018

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill