Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_729/2017 KI-generiert

Appeal Dismissed for Untimely Filing and Inadequate Justification

Geschäftsnummer 6B_729/2017
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an appeal against a decision made by the Cantonal Court regarding the dismissal of a criminal proceeding related to threats. The appeal was filed after the court delivered a decision on May 10, 2017. The appellant submitted the appeal late, on June 19, 2019, exceeding the 30-day window allowed for filing post-delivery of the court's ruling. Additionally, the appeal was criticized for not meeting the necessary legal requirements for substantiation, as the appellant's arguments were deemed excessively vague and not adequately addressing the prior court's reasoning. Consequently, the appeal was declared inadmissible due to both lateness and lack of proper justification.

Legislator-Regeste

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Art. 100 Abs. 1 BGG, Art. 48 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 95 BGG, Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG; Appeal Dismissed for Untimely Filing and Inadequate Justification: The appeal was filed after the court delivered a decision on May 10, 2017. The appellant submitted the appeal late, on June 19, 2019, exceeding the 30-day window allowed for filing post-delivery of the court's ruling. Additionally, the appeal was criticized for not meeting the necessary legal requirements for substantiation, as the appellant's arguments were deemed excessively vague and not adequately addressing the prior court's reasoning. Consequently, the appeal was declared inadmissible due to both lateness and lack of proper justification.

Schlagwörter

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Einstellung (Strafverfahren wegen Drohung etc.) Willkür etc., Nichteintreten verspätete Einreichung gesetzliche Verfahrensfrist gesetzlicher Anspruch Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Einrede der Verfassungswidrigkeit formelle Verfahrenseinstellung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

Used for the procedural decision not to enter into the merits (Nichteintreten) due to tardiness and lack of proper reasoning.

Art. 64 BGG

The basis for rejecting the application for free legal aid due to lack of prospect of success.

Art. 65 Abs. 2 BGG

Applied to justify reducing the court costs based on the appellant's financial situation.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The basis for imposing court costs on the appellant.

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Spätere Entscheide, die dieses Urteil zitieren (5)

BK 2018 500 (2019-05-09) · be
Appeal Rejection in Fraud, Defamation Case Stemming from Traffic Accident Dispute
«…. Mai 2017). Das Bundesgericht trat auf eine bei ihm erhobene Beschwerde nicht ein (Urteil des Bundesgerichts 6B_729/2017 vom 27. Juni 2017). Am 12. Mai 2017 wies zudem das Regionalgericht Berner Jura-Seeland die Forde- rungsklage…»
BK 2017 394 (2017-11-02) · be
Prosecutor's Decision Challenge Dismissed Due to Complainant's Lack of Procedural Capacity (Pathological Querulousness)
«…. Mai 2017). Das Bundesgericht trat auf eine bei ihm erhobene Beschwerde nicht ein (Urteil des Bundesgerichts 6B_729/2017 vom 27. Juni 2017). 5. Trotz dieser rechtskräftigen Urteile und Beschlüsse macht der Beschwerdeführer den oben…»
BK 2017 395 (2017-11-02) · be
Criminal Complaint Dismissed Due to Querulousness Following Decades-Old Accident Litigation
«…om 10. Mai 2017). Das Bundesgericht trat auf eine bei ihm erhobene Beschwerde nicht ein (Urteil des Bundesgerichts 6B_729/2017 vom 27. Juni 2017). 5. Trotz dieser rechtskräftigen Urteile und Beschlüsse macht der Beschwerdeführer den oben…»
6B_1109/2017 (2017-10-05)
Federal Court Dismisses Appeal for Inadequate Legal Argument in Official Misconduct Case
«…4. Dem Beschwerdeführer sind die Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 i.V.m. Art. 65 Abs. 2 BGG ; vgl. Urteile 6B_729/2017 vom 27. Juni 2017 und 6B_1016/2016 vom 16. Dezember 2016). Demnach erkennt der Präsident: 1. Auf die Beschwerde wird ni…»
BK 2017 226 (2017-08-16) · be
Complainant's Querulous Behavior Justifies Dismissal of Criminal Complaints Against Prosecutors
«…vgl. Beschlüsse des Obergerichts des Kantons Bern BK 17 98 vom 10. Mai 2017 sowie Urteil des Bundesgerichts 6B_729/2017 vom 27. Juni 2017, BK 15 183 vom 29. Oktober 2015 sowie Urteil des Bundesgerichts 6B_1268/2015 vom 18. März 2016,…»

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_729/2017

Urteil vom 27. Juni 2017

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Einstellung (Strafverfahren wegen Drohung etc.); Willkür etc., Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 10. Mai 2017.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Eine Beschwerde in Strafsachen ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen ( Art. 100 Abs. 1 BGG ).

2. Der vorinstanzliche Entscheid wurde am 15. Mai 2017 zugestellt. Die Beschwerdefrist begann folglich am 16. Mai 2017 zu laufen und endete am 14. Juni 2017. Die erst am 19. Juni 2019 der Post übergebene Beschwerde ist verspätet (vgl. Art. 48 Abs. 1 BGG ). Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3. Im Übrigen wäre auf die Beschwerde auch deshalb nicht einzutreten, weil sie den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG nicht entspricht. Der Beschwerdeführer schildert die Angelegenheit weitschweifig aus seiner Sicht. Er wirft der vorsitzenden Richterin des Obergerichts in allgemeiner Weise vor, sich mit der Materie bzw. der Rechtssache nicht befasst zu haben. Die Verfahrensrechte seien ihm verweigert, Dokumente und Beweise unterdrückt, seine Beweisanträge willkürlich abgelehnt worden und seine Rügen unbeachtet geblieben. Das Bundesgericht sei anzuhalten, die entsprechenden Schritte einzuleiten. Zu erwägen sei die Benennung einer ausserordentlichen PUK bzw. einer ausserkantonalen Staatsanwaltschaft. Mit den Erwägungen im angefochtenen Beschluss des Obergerichts setzt sich der Beschwerdeführer hingegen nicht rechtsgenüglich auseinander. Aus der Beschwerde ergibt sich nicht, inwiefern der angefochtene Beschluss gegen das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte. Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten. Ob der Beschwerdeführer unter dem Gesichtswinkel von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG zum vorliegenden Rechtsmittel überhaupt legitimiert wäre, kann offen bleiben.

4. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das sinngemässe Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen. Seiner finanziellen Lage ist mit reduzierten Gerichtskosten Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 27. Juni 2017

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill