Appeal against traffic conviction dismissed as inadmissible for failing to substantiate alleged factual errors under Article 42 BGG.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Swiss Federal Supreme Court declined to enter the appeal and dismissed the case, ordering no costs. The lower court’s judgment—convicting the appellant of qualified and simple serious traffic violations, misuse of license plates, and driving without vehicle documents and insurance, imposing a partially suspended 15-month prison sentence, an unsuspended fine, and a fine for a minor offense, and ordering forfeiture of two motorcycles—remains in force. The appellant challenged that conviction before the Federal Supreme Court, but the Court found the appeal failed to meet statutory pleading requirements because the appellant merely alleged that the accusations and case files were fabricated, without substantively engaging the lower court’s reasoning or demonstrating any constitutional violation in the factual findings or legal analysis. The decision rests on the procedural requirements of Article 42 BGG and Article 106 BGG, which mandate reasoned arguments showing how the challenged ruling violates the law, and the Court treated the appellant’s submissions as inadmissible appellate criticism.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 66 al. 1 BGG; Appeal against traffic conviction dismissed as inadmissible for failing to substantiate alleged factual errors under Article 42 BGG: The lower court’s judgment—convicting the appellant of qualified and simple serious traffic violations, misuse of license plates, and driving without vehicle documents and insurance, imposing a partially suspended 15-month prison sentence, an unsuspended fine, and a fine for a minor offense, and ordering forfeiture of two motorcycles—remains in force. The appellant challenged that conviction before the Federal Supreme Court, but the Court found the appeal failed to meet statutory pleading requirements because the appellant merely alleged that the accusations and case files were fabricated, without substantively engaging the lower court’s reasoning or demonstrating any constitutional violation in the factual findings or legal analysis. The decision rests on the procedural requirements of Article 42 BGG and Article 106 BGG, which mandate reasoned arguments showing how the challenged ruling violates the law, and the Court treated the appellant’s submissions as inadmissible appellate criticism.
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KI-generiertUsed to declare the appeal inadmissible by simplified procedure due to lack of a sufficient statement of grounds.
Applied to order that no costs be imposed in this case, departing from the general rule.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
6B_724/2019
Urteil vom 17. Juli 2019
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 3013 Bern,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Qualifiziert grobe Verkehrsregelverletzung etc.; Nichteintreten,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts
des Kantons Bern, 2. Strafkammer,
vom 28. Mai 2019 (SK 18 26 und SK 18 27).
Der Präsident zieht in Erwägung:
1. Das Obergericht des Kantons Bern stellte mit Urteil vom 28. Mai 2019 die Rechtskraft des Urteils des Regionalgerichts Oberland u.a. in Bezug auf den Freispruch von der Anschuldigung der Urkundenfälschung fest. Es sprach den Beschwerdeführer schuldig wegen qualifiziert grober Verkehrsregelverletzung (begangen am 4. Juli 2016), grober Verkehrsregelverletzung (begangen am 11. Juli 2016), Missbrauchs von Ausweisen und Schildern (begangen am 11. August 2015) und Fahrens ohne Fahrzeugausweis und Haftpflichtversicherung (begangen am 11. August 2015). Es widerrief den mit Strafbefehl vom 28. Juli 2015 gewährten bedingten Vollzug für eine Geldstrafe von 8 Tagessätzen und hielt fest, dass die widerrufene Geldstrafe Eingang in die auszusprechende Gesamtgeldstrafe finde. Es verurteilte den Beschwerdeführer zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 15 Monaten (Probezeit 4 Jahre), zu einer unbedingt vollziehbaren Geldstrafe von 71 Tagessätzen zu je Fr. 20.-- und zu einer Übertretungsbusse von Fr. 140.--. Die beiden Motorräder xxx zog es zur Verwertung ein.
Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht.
2. Rechtsschriften haben ein Begehren, d.h. einen Antrag und dessen Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten ( Art. 42 Abs. 1 BGG ). In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt ( Art. 42 Abs. 2 BGG ), wobei für die Anfechtung des Sachverhalts qualifizierte Begründungsanforderungen gelten (vgl. Art. 97 Abs. 1 und Art. 106 Abs. 2 BGG ).
3. Die Beschwerde genügt den gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht. Die Vorinstanz begründet ihr Urteil namentlich in Bezug auf die Schuldsprüche, die Strafe und die Einziehung sorgfältig und ausführlich. Damit befasst sich der Beschwerdeführer, wenn überhaupt, allenfalls rudimentär. Er macht stattdessen im Wesentlichen nur geltend, die Anschuldigungen seien frei erfunden, es werde den Lügen des Staatsanwalts geglaubt und auch die Akten zu seiner Person, der Leumundsbericht, die Vorstrafen sowie die Ausweisentzüge stimmten nicht. Seine Vorbringen gehen nicht über eine unzulässige appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil hinaus, aus welcher sich nicht ergibt, dass und weshalb die vorinstanzliche Beweiswürdigung und Sachverhaltsfeststellung willkürlich sein sollten. Seine Einwände in Bezug auf die Geeignetheit einer Einziehung als solche sind genereller Natur; mit den dazu ergangenen Erwägungen im angefochtenen Urteil setzt er sich nicht hinreichend auseinander und zeigt entsprechend auch nicht auf, inwiefern diese verfassungs- oder rechtswidrig sein könnten (vgl. BGE 137 IV 249 ). Der Begründungsmangel ist offensichtlich ( Art. 42 Abs. 2 BGG , Art. 106 Abs. 2 BGG ). Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
4. Ausnahmsweise kann von einer Kostenauflage abgesehen werden ( Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG ). Hiermit wird das sinngemäss gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 17. Juli 2019
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Denys
Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill