Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_717/2017 KI-generiert

Dismissal of Appeal due to Failure to Challenge Independent Ground for Denial of Standing

Geschäftsnummer 6B_717/2017
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual who filed a complaint against a public prosecutor's office after his initial complaint was dismissed by a court for failing to establish private plaintiff status, which led to a lack of standing to appeal. The complainant alleged that there was a case of bodily harm due to misdiagnosis by various doctors, claiming the issue stemmed from a misinterpretation of a medical condition as an illness rather than a result of an accident. However, the higher court not only dismissed the complaint on procedural grounds but also indicated that the underlying claims lacked merit, leading the individual to appeal to the federal court. The federal court determined that the individual's appeal did not adequately address the main reasoning of the lower court's decision, which resulted in a rejection of the appeal without further consideration of alternative arguments.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG; Dismissal of Appeal due to Failure to Challenge Independent Ground for Denial of Standing: The complainant alleged that there was a case of bodily harm due to misdiagnosis by various doctors, claiming the issue stemmed from a misinterpretation of a medical condition as an illness rather than a result of an accident. However, the higher court not only dismissed the complaint on procedural grounds but also indicated that the underlying claims lacked merit, leading the individual to appeal to the federal court. The federal court determined that the individual's appeal did not adequately address the main reasoning of the lower court's decision, which resulted in a rejection of the appeal without further consideration of alternative arguments.

Schlagwörter

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Einstellungsverfügung (falsche Diagnose), Nichteintreten Beschwerdelegitimation Zulässige Gründe Parteianhörung Strafanzeige Verfassung Stellung des Opfers

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BGE 139 III 536
Enthält ein Entscheid wie im vorliegenden Fall mehrere Begründungen, die je für sich den Ausgang der Sache besiegeln, müssen für die Gutheissung einer Beschwerde alle Begründungen das Recht verletzen ( BGE 139 III 536 E.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was not admitted under the simplified procedure because the submissions did not meet the requirements of Art. 42 para. 2 BGG.

Art. 42 Abs. 2 BGG

Mentioned in the reasoning as the provision whose requirements were not met by the appeal submission, leading to non-admission under Art. 108 BGG.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_717/2017

Urteil vom 22. Juni 2017

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8090 Zürich,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Einstellungsverfügung (falsche Diagnose), Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 16. Mai 2017.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Das Obergericht des Kantons Zürich trat in einer Hauptbegründung auf eine Beschwerde am 16. Mai 2017 nicht ein, weil sich der Beschwerdeführer nicht als Privatkläger konstituiert habe und ihm daher keine Parteirechte und mithin auch keine Beschwerdelegitimation zukomme. In einer Eventualbegründung erachtete das Obergericht die Beschwerde auch in der Sache als unbegründet, und führte aus, jene wäre abzuweisen gewesen.

Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht. Er macht geltend, seines Erachtens sei der Tatbestand der Körperverletzung wegen der Fehleinschätzung verschiedener Ärzte (Krankheit statt Unfall) gegeben.

2. Der Beschwerdeführer befasst sich in seiner Eingabe vor Bundesgericht nicht im Ansatz mit der Hauptbegründung des Obergerichts. Die Beschwerde genügt insoweit den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht.

Enthält ein Entscheid wie im vorliegenden Fall mehrere Begründungen, die je für sich den Ausgang der Sache besiegeln, müssen für die Gutheissung einer Beschwerde alle Begründungen das Recht verletzen ( BGE 139 III 536 E. 2.2; 133 IV 119 E. 6). Nachdem es gestützt auf die Hauptbegründung beim angefochtenen Entscheid bleibt, muss sich das Bundesgericht mit der Eventualbegründung der Vorinstanz nicht befassen. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3. Ausnahmsweise kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. Juni 2017

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill