Cantonal Court Refusal to Grant Conditional Suspension of Prison Sentence Upheld
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case concerns a complaint filed by an individual against the decision of an appellate court regarding the conditional execution of a prison sentence. The individual had been sentenced to nine months of imprisonment for aggravated property damage and other offenses, with a portion of the sentence already served as pre-trial detention and a fine imposed. Although a previous conditional sentence was not revoked, the probation period was extended. The individual appealed this decision, seeking conditional release from the current sentence, but the appellate court upheld the original ruling. The individual argued that imprisonment would have severe personal consequences, but the court found no extraordinary circumstances to warrant a different decision regarding the conditional execution of the sentence.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 109 Abs. 3 BGG, Art. 109 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 65 Abs. 2 BGG; Cantonal Court Refusal to Grant Conditional Suspension of Prison Sentence Upheld: The individual had been sentenced to nine months of imprisonment for aggravated property damage and other offenses, with a portion of the sentence already served as pre-trial detention and a fine imposed. Although a previous conditional sentence was not revoked, the probation period was extended. The individual appealed this decision, seeking conditional release from the current sentence, but the appellate court upheld the original ruling. The individual argued that imprisonment would have severe personal consequences, but the court found no extraordinary circumstances to warrant a different decision regarding the conditional execution of the sentence.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertZitierte Rechtsprechung
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertThe appeal was dismissed based on this procedural provision regarding simplified adoption of reasoning from the lower court.
The court considered the appellant's financial situation when setting the amount of the court costs.
The court ordered the appellant to bear the court costs based on this provision.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_700/2013
Urteil vom 30. Juli 2013
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Mathys, Präsident,
Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari,
Bundesrichter Oberholzer,
Gerichtsschreiber C. Monn.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau ,
Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Bedingter Vollzug einer Strafe,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, vom 13. Juni 2013.
Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1. Das Bezirksgericht Baden verurteilte den Beschwerdeführer am 30. November 2011 wegen qualifizierter Sachbeschädigung und weiterer Straftaten zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von neun Monaten, unter Anrechnung von 65 Tagen erstandener Untersuchungshaft, und einer Busse von Fr. 300.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von zehn Tagen. Der am 12. Februar 2009 für eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 120.-- gewährte bedingte Strafvollzug wurde nicht widerrufen, indessen der Beschwerdeführer verwarnt und die Probezeit um zwei Jahre verlängert. Eine Berufung gegen dieses Urteil wies das Obergericht des Kantons Aargau am 13. Juni 2013 ab.
Der Beschwerdeführer beantragt beim Bundesgericht, es sei ihm der bedingte Vollzug zu gewähren.
2. Auf die Ausführungen der Vorinstanz zur Frage des bedingten Vollzugs kann in Anwendung von Art. 109 Abs. 3 BGG verwiesen werden (vgl. Urteil S. 15-20 E. 6). Was der Beschwerdeführer vorbringt, dringt nicht durch.
Die Vorinstanz hat sich in zutreffender Weise zur Frage der angeblich "verschiedenen Bewährungsprognosen" geäussert, dem nichts beizufügen ist (vgl. Urteil S. 16 E. 6.2.1).
Der Beschwerdeführer macht geltend, der Vollzug würde ihn "aus bewährter Freiheit" reissen, und er müsse eventuell seine Wohnung aufgeben. Es ist jedoch die unmittelbare gesetzmässige Folge einer unbedingten Freiheitsstrafe, dass der Betroffene aus seinem Umfeld herausgerissen wird. Derartige negative Auswirkungen können nach der Rechtsprechung nur bei aussergewöhnlichen Umständen berücksichtigt werden (Urteil 6B_748/2012 vom 13. Juni 2013 E. 5.4). Solche sind im vorliegenden Fall nicht ersichtlich.
Dass durch den Vollzug der Aufwand, den die Sozialämter mit dem Beschwerdeführer bereits getrieben haben, "obsolet" werden könnte, kann im vorliegenden Zusammenhang nicht berücksichtigt werden.
Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen.
3. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Seiner finanziellen Lage ist bei der Höhe der Kosten Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ).
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 30. Juli 2013
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Mathys
Der Gerichtsschreiber: Monn