Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_700/2013 KI-generiert

Cantonal Court Refusal to Grant Conditional Suspension of Prison Sentence Upheld

Geschäftsnummer 6B_700/2013
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The case concerns a complaint filed by an individual against the decision of an appellate court regarding the conditional execution of a prison sentence. The individual had been sentenced to nine months of imprisonment for aggravated property damage and other offenses, with a portion of the sentence already served as pre-trial detention and a fine imposed. Although a previous conditional sentence was not revoked, the probation period was extended. The individual appealed this decision, seeking conditional release from the current sentence, but the appellate court upheld the original ruling. The individual argued that imprisonment would have severe personal consequences, but the court found no extraordinary circumstances to warrant a different decision regarding the conditional execution of the sentence.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art. 109 Abs. 3 BGG, Art. 109 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 65 Abs. 2 BGG; Cantonal Court Refusal to Grant Conditional Suspension of Prison Sentence Upheld: The individual had been sentenced to nine months of imprisonment for aggravated property damage and other offenses, with a portion of the sentence already served as pre-trial detention and a fine imposed. Although a previous conditional sentence was not revoked, the probation period was extended. The individual appealed this decision, seeking conditional release from the current sentence, but the appellate court upheld the original ruling. The individual argued that imprisonment would have severe personal consequences, but the court found no extraordinary circumstances to warrant a different decision regarding the conditional execution of the sentence.

Schlagwörter

KI-generiert
Bedingter Vollzug einer Strafe bedingter Strafvollzug bei Freiheitsstrafen ausserordentliche Umstände Fortdauer der Untersuchungshaft Straftaten gegen das Vermögen Überprüfung der Strafzumessung negativer Entscheid

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
Art. 109 BGG

The appeal was dismissed based on this procedural provision regarding simplified adoption of reasoning from the lower court.

Art. 65 Abs. 2 BGG

The court considered the appellant's financial situation when setting the amount of the court costs.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court ordered the appellant to bear the court costs based on this provision.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_700/2013

Urteil vom 30. Juli 2013

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Mathys, Präsident,

Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari,

Bundesrichter Oberholzer,

Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte

X.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau ,

Frey-Herosé-Strasse 12, Wielandhaus, 5001 Aarau,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Bedingter Vollzug einer Strafe,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, vom 13. Juni 2013.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1. Das Bezirksgericht Baden verurteilte den Beschwerdeführer am 30. November 2011 wegen qualifizierter Sachbeschädigung und weiterer Straftaten zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von neun Monaten, unter Anrechnung von 65 Tagen erstandener Untersuchungshaft, und einer Busse von Fr. 300.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von zehn Tagen. Der am 12. Februar 2009 für eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu Fr. 120.-- gewährte bedingte Strafvollzug wurde nicht widerrufen, indessen der Beschwerdeführer verwarnt und die Probezeit um zwei Jahre verlängert. Eine Berufung gegen dieses Urteil wies das Obergericht des Kantons Aargau am 13. Juni 2013 ab.

Der Beschwerdeführer beantragt beim Bundesgericht, es sei ihm der bedingte Vollzug zu gewähren.

2. Auf die Ausführungen der Vorinstanz zur Frage des bedingten Vollzugs kann in Anwendung von Art. 109 Abs. 3 BGG verwiesen werden (vgl. Urteil S. 15-20 E. 6). Was der Beschwerdeführer vorbringt, dringt nicht durch.

Die Vorinstanz hat sich in zutreffender Weise zur Frage der angeblich "verschiedenen Bewährungsprognosen" geäussert, dem nichts beizufügen ist (vgl. Urteil S. 16 E. 6.2.1).

Der Beschwerdeführer macht geltend, der Vollzug würde ihn "aus bewährter Freiheit" reissen, und er müsse eventuell seine Wohnung aufgeben. Es ist jedoch die unmittelbare gesetzmässige Folge einer unbedingten Freiheitsstrafe, dass der Betroffene aus seinem Umfeld herausgerissen wird. Derartige negative Auswirkungen können nach der Rechtsprechung nur bei aussergewöhnlichen Umständen berücksichtigt werden (Urteil 6B_748/2012 vom 13. Juni 2013 E. 5.4). Solche sind im vorliegenden Fall nicht ersichtlich.

Dass durch den Vollzug der Aufwand, den die Sozialämter mit dem Beschwerdeführer bereits getrieben haben, "obsolet" werden könnte, kann im vorliegenden Zusammenhang nicht berücksichtigt werden.

Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen.

3. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Seiner finanziellen Lage ist bei der Höhe der Kosten Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. Juli 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Mathys

Der Gerichtsschreiber: Monn