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6B_678/2020 KI-generiert

Non-commencement of criminal proceedings for coercion; failure to meet Swiss statutory reasoning requirements (Art. 385 StPO) for appellate brief, affirmed as inadmissible.

Geschäftsnummer 6B_678/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court (Bundesgericht) dismissed the appellant's appeal and did not enter into the merits, affirming the lower court's decision not to consider the appellant's complaint; no costs were imposed. The case arose from a criminal procedure in which the Cantonal Higher Court (Obergericht) of Bern had refused to consider the appellant's appeal against a non-commencement order (Nichtanhandnahme) concerning a charge of coercion (Nötigung), because the appeal did not meet the formal reasoning requirements under Articles 396(1) and 385(1) of the Swiss Code of Criminal Procedure (StPO), and the appellant failed to submit an adequate brief even after being granted an extension under Article 385(2) StPO. The appellant then filed a complaint with the Federal Supreme Court, but the Court found that the appellant's submission did not address the reasoning requirements or explain how the lower court violated federal law as required by Article 42(2) of the Federal Supreme Court Act (BGG), leading to dismissal under Article 108 BGG for lack of adequate legal argumentation.

Legislator-Regeste

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Art. 385 Abs. 1 StPO, Art. 385 Abs. 2 StPO, Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 54 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 95 BGG; Non-commencement of criminal proceedings for coercion; failure to meet Swiss statutory reasoning requirements (Art. 385 StPO) for appellate brief, affirmed as inadmissible: The case arose from a criminal procedure in which the Cantonal Higher Court (Obergericht) of Bern had refused to consider the appellant's appeal against a non-commencement order (Nichtanhandnahme) concerning a charge of coercion (Nötigung), because the appeal did not meet the formal reasoning requirements under Articles 396(1) and 385(1) of the Swiss Code of Criminal Procedure (StPO), and the appellant failed to submit an adequate brief even after being granted an extension under Article 385(2) StPO. The appellant then filed a complaint with the Federal Supreme Court, but the Court found that the appellant's submission did not address the reasoning requirements or explain how the lower court violated federal law as required by Article 42(2) of the Federal Supreme Court Act (BGG), leading to dismissal under Article 108 BGG for lack of adequate legal argumentation.

Schlagwörter

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Nichtanhandnahme (Nötigung) Nichteintreten strafrechtliche Nötigung Strafprozessordnung gesetzliche Voraussetzung Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs Einrede der Verfassungswidrigkeit formelle Verfahrenseinstellung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

Used to dismiss the appeal due to lack of adequate legal argumentation.

Art. 66 al. 1 BGG

Ordered that no costs be imposed exceptionally.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_678/2020

Urteil vom 17. Juni 2020

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Nichtanhandnahme (Nötigung); Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, vom 5. Mai 2020 (BK 20 163).

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Das Obergericht des Kantons Bern trat am 5. Mai 2020 auf eine Beschwerde gegen eine Nichtanhandnahmeverfügung nicht ein, weil sie den Begründungsanforderungen von Art. 396 Abs. 1 und Art. 385 Abs. 1 StPO nicht genügte und der Beschwerdeführer auch innert der ihm angesetzten Nachfrist keine den gesetzlichen Anforderungen genügende Beschwerdeschrift einreichte ( Art. 385 Abs. 2 StPO ).

Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht.

2. Die Beschwerde wurde zulässigerweise auf Französisch eingereicht ( Art. 42 Abs. 1 BGG ), die Verfahrenssprache ist aber Deutsch ( Art. 54 Abs. 1 BGG ).

3. Gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwiefern dieser Recht verletzt.

4. Vorliegend kann es nur um die Frage gehen, ob die kantonale Beschwerde den gesetzlichen Begründungsanforderungen genügte und ob die Vorinstanz darauf zu Unrecht nicht eingetreten ist. Der Beschwerdeführer setzt sich damit sowie mit den Anforderungen von Art. 385 Abs. 1 und 2 StPO an die Beschwerdebegründung nicht auseinander. Aus seiner Beschwerdeeingabe ergibt sich mithin nicht, inwiefern die Vorinstanz mit ihrem Nichteintretensentscheid geltendes Recht im Sinne von Art. 95 BGG verletzt haben könnte. Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

5. Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 17. Juni 2020

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill