Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_662/2008 KI-generiert

Victim Standing in Favoring Investigation Refusal

Geschäftsnummer 6B_662/2008
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case before the Swiss Federal Tribunal involves a complaint filed by two individuals against the decision of a lower court in the Basel-Landschaft canton, which declined to open a criminal investigation into allegations of favoritism. The complainants argued that they were victims of a violation of their rights due to this decision. However, the tribunal found that the complainants did not meet the legal requirements to be considered victims under the relevant law, determining that they were not directly affected in terms of their physical, sexual, or psychological integrity. Consequently, the tribunal ruled that it could not accept the complaint, and costs were imposed on the complainants.

Legislator-Regeste

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Art. 34 Abs. 2 BGG, Art. 2 Abs. 2 OHG, Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG, Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG, Art. 40 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG; Victim Standing in Favoring Investigation Refusal: The complainants argued that they were victims of a violation of their rights due to this decision. However, the tribunal found that the complainants did not meet the legal requirements to be considered victims under the relevant law, determining that they were not directly affected in terms of their physical, sexual, or psychological integrity. Consequently, the tribunal ruled that it could not accept the complaint, and costs were imposed on the complainants.

Schlagwörter

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Verzicht auf Verfahrenseröffnung (Begünstigung etc.) Stellung des Opfers Beschwerdelegitimation Strafuntersuchung Zeugnisverweigerungsrecht fehlende Legitimation der Staatsanwaltschaft prozessuale Einreden

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was dismissed without entering into substance based on this procedural provision.

Art. 34 Abs. 2 BGG

This article was mentioned in the reasoning leading to the decision not to enter into the application for recusation (Ausstandsbegehren).

Art. 40 Abs. 1 BGG

This article was mentioned in the reasoning concerning representation capacity, but not explicitly cited in the final orders.

Art. 66 Abs. 1 BGG

This article was applied to determine the allocation of court costs.

Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG

This article was cited to establish that the appellants lacked standing (legitimation) to file the appeal, although the actual dismissal used Art. 108 BGG.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_662/2008/sst

Urteil vom 23. September 2008

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Schneider, Präsident,

Gerichtsschreiber Monn.

Parteien

X.________, Y.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Landschaft, Bahnhofplatz 3a, 4410 Liestal, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Verzicht auf Verfahrenseröffnung (Begünstigung etc.),

Beschwerde gegen den Beschluss des Verfahrensgerichts in Strafsachen des

Kantons Basel-Landschaft vom 19. Mai 2008.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Die Mitwirkung in einem früheren Verfahren des Bundesgerichts bildet für sich allein keinen Ausstandsgrund ( Art. 34 Abs. 2 BGG ). Auf das Ausstandsbegehren ist nicht einzutreten.

2. Das Bundesgericht kann sich im vorliegenden Beschwerdeverfahren mit dem Urteil 6B_70/2007 vom 30. April 2007 nicht befassen. Antrag 2 ist unzulässig.

3. Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass auf die Eröffnung eines Strafverfahrens wegen Begünstigung verzichtet wurde. Die Beschwerdeführer sind durch die angebliche Begünstigung nicht in ihrer körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden ( Art. 2 Abs. 2 OHG ). Entgegen ihrer Annahme (Beschwerde S. 4) sind sie deshalb nicht Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG. Auch die anderen Legitimationsvoraussetzungen von Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG sind nicht erfüllt. Die Beschwerdeführer sind folglich zur vorliegenden Beschwerde nicht legitimiert. Im Übrigen hat der Umstand, dass auf die Eröffnung eines Strafverfahrens verzichtet wird, mit einer formellen Rechtsverweigerung nichts zu tun. Unter den gegebenen Umständen muss sich das Bundesgericht mit dem Umstand, dass der Beschwerdeführer trotz Vollmacht zur Vertretung der Beschwerdeführerin nicht befugt ist ( Art. 40 Abs. 1 BGG ), nicht befassen. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4. Die Kosten des Verfahrens sind den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftung je zur Hälfte aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf das Ausstandsbegehren wird nicht eingetreten.

2. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 1'500.-- werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftung je zur Hälfte auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verfahrensgericht in Strafsachen des Kantons Basel-Landschaft schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. September 2008

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Monn