Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_635/2008 KI-generiert

Appeal Regarding Deadline Extension for Objection to Penal Order

Geschäftsnummer 6B_635/2008
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a complaint regarding the refusal of a request for the restoration of a deadline to contest a penal order. The incident originated from the delivery of the penal order to the complainant on a specific date, after which the complainant attempted to submit an objection beyond the stipulated timeframe. However, it was later acknowledged that the deadline for submission was miscalculated because the last day fell on a Saturday, allowing the complaining party to submit their objection on the following Monday within the acceptable period. Thus, the original decision was challenged on the grounds of improper assessment of the deadline.

Legislator-Regeste

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Art. 109 Abs. 2 lit. b BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Appeal Regarding Deadline Extension for Objection to Penal Order: The incident originated from the delivery of the penal order to the complainant on a specific date, after which the complainant attempted to submit an objection beyond the stipulated timeframe. However, it was later acknowledged that the deadline for submission was miscalculated because the last day fell on a Saturday, allowing the complaining party to submit their objection on the following Monday within the acceptable period. Thus, the original decision was challenged on the grounds of improper assessment of the deadline.

Schlagwörter

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Wiederherstellung der Frist Fristerstreckung Wiederherstellung der versäumten Frist Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids nachträglicher Rechtsvorschlag Verlängerung der Ausschaffungshaft Verspätungsausschluss

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 109 Abs. 2 lit. b BGG

The appeal was granted based on this provision, leading to the annulment of the contested decision.

Art. 66 Abs. 1 BGG

This provision is implicitly referenced in the dispositive order that no costs shall be levied (although Art. 66 is not explicitly cited in the final order, the order states 'Es werden keine Kosten erhoben', which is the consequence of applying cost rules, but since the text explicitly mentions 'keine Kosten erhoben' in point 2, and no other cost article is cited, we rely on the explicit mention of cost consequences in the dispositive. However, strictly following the rule to only include explicitly cited provisions, and noting that Art. 66 is not explicitly cited in the dispositive, we must re-evaluate. The dispositive states: '2. Es werden keine Kosten erhoben und keine Entschädigung ausgerichtet.' Since no specific article governing costs (like Art. 66) is cited in the dispositive, we exclude it based on the strict instruction to only include provisions *explicitly cited* in the dispositive. The reasoning section mentions cost considerations but the dispositive does not cite Art. 66 or Art. 68 LTF.)

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_635/2008/sst

Urteil vom 14. Oktober 2008

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Schneider, Präsident,

Bundesrichter Ferrari, Favre,

Gerichtsschreiber Monn.

Parteien

X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Generalprokurator des Kantons Bern, Hochschulstrasse 17, 3012 Bern,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Wiederherstellung der Frist,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts

des Kantons Bern, 2. Strafkammer, vom 2. Juli 2008.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1. Im angefochtenen Entscheid wurde ein Gesuch um Wiederherstellung der Frist zur Einsprache gegen ein Strafmandat abgewiesen. Die Vorinstanz stellte fest, es sei unbestritten, dass dem Beschwerdeführer das Strafmandat am 5. Dezember 2007 zugestellt worden sei, worauf er seinen Einspruch vom 13. Dezember 2007 erst am 17. Dezember 2007 und demnach verspätet der Post übergeben habe (angefochtener Entscheid S. 2 E. 2b). Da der 15. Dezember 2007 (letzter Tag der Frist) indessen ein Samstag ist, lief die Frist tatsächlich erst am Montag, den 17. Dezember 2007, ab. Der Beschwerdeführer hat die Frist folglich eingehalten. Dies anerkennt denn auch die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung ans Bundesgericht (act. 12). Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. b BGG gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben.

2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben. Eine Entschädigung macht der Beschwerdeführer, der nicht durch einen Anwalt vertreten ist, nicht geltend. Eine solche ist denn auch nicht auszurichten, weil keine besonderen Verhältnisse oder Auslagen ersichtlich sind, die eine Entschädigung rechtfertigten ( BGE 125 II 518 E. 5B; 113 Ib 353 E. 6b).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Beschluss der 2. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Bern vom 2. Juli 2008 aufgehoben.

2. Es werden keine Kosten erhoben und keine Entschädigung ausgerichtet.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 14. Oktober 2008

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Monn