Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_632/2021 KI-generiert

Forced Medication in Psychiatric Custody: Insufficient Federal Legal Argumentation

Geschäftsnummer 6B_632/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A complainant, currently undergoing a criminal measure as per Article 59 of the Swiss Penal Code, has been in a psychiatric university clinic since July 2020. On April 20, 2021, they challenged a forced medication order, seeking its annulment. The District Court of Andelfingen did not admit the appeal on April 28, 2021, and the Zurich Cantonal Supreme Court's II Civil Chamber dismissed it on May 17, 2021, to the extent it was considered. The complainant has now taken the matter to the Swiss Federal Tribunal, contending against the lower court’s decision under the provisions of the Zurich Patient Law and invoking the need for interpretation under federal law regarding enforcement of measures.

Legislator-Regeste

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Art. 59 StGB, Art. 78 Abs. 2 lit. b BGG, Art. 95 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG; Forced Medication in Psychiatric Custody: Insufficient Federal Legal Argumentation: On April 20, 2021, they challenged a forced medication order, seeking its annulment. The District Court of Andelfingen did not admit the appeal on April 28, 2021, and the Zurich Cantonal Supreme Court's II Civil Chamber dismissed it on May 17, 2021, to the extent it was considered. The complainant has now taken the matter to the Swiss Federal Tribunal, contending against the lower court’s decision under the provisions of the Zurich Patient Law and invoking the need for interpretation under federal law regarding enforcement of measures.

Schlagwörter

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Gerichtliche Beurteilung einer Zwangsbehandlung Nichteintreten Zwangsverwaltung verfassungsrechtliche Rüge Zwangsmedikation psychiatrische Unterbringung psychiatrische Beweismittel Haftstrafe

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The Tribunal decided not to enter into the appeal based on this procedural provision due to insufficient substantiation.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The Tribunal decided to waive the imposition of costs, as stated in the final order.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_632/2021

Urteil von 21. Juni 2021

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Psychiatriezentrum B.________.

Gegenstand

Gerichtliche Beurteilung einer Zwangsbehandlung; Nichteintreten,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts

des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, vom 17. Mai 2021 (PA210011-O/U).

Die Präsidentin zieht in Erwägung:

1. Der Beschwerdeführer befindet sich aufgrund einer strafrechtlichen Massnahme nach Art. 59 StGB seit 21. Juli 2020 in der Psychiatrischen Universitätsklinik B.________. Mit Eingabe vom 20. April 2021 erhob er Beschwerde mit dem sinngemässen Antrag um Aufhebung der Zwangsmedikation. Das Bezirksgericht Andelfingen, Einzelgericht, trat am 28. April 2021 auf das Rechtsmittel nicht ein. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zürich am 17. Mai 2021 ab, soweit es darauf eintrat. Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht.

2. Gegen den Entscheid der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich ist die Beschwerde in Strafsachen gegeben. Dies folgt aus Art. 78 Abs. 2 lit. b BGG , wonach der Beschwerde in Strafsachen auch Entscheide über den Vollzug von Strafen und Massnahmen unterliegen. Die gerichtliche Beurteilung einer Zwangsbehandlung gestützt auf das Patientinnen- und Patientengesetz des Kantons Zürich vom 5. April 2004 (LS 813.13; PatG/ZH) während eines strafrechtlichen Massnahmenvollzugs ist im Sinne von Art. 78 Abs. 2 lit. b BGG ein Entscheid über den Vollzug von Massnahmen. Zur Beurteilung der Beschwerde ist die Strafrechtliche Abteilung des Bundesgerichts zuständig.

3. Gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG haben Rechtsschriften die Begehren und deren Begründung zu enthalten; in der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletze ( BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 f. mit Hinweisen). Nicht unmittelbar gerügt werden kann die Verletzung von kantonalen Gesetzen oder Verordnungen (vgl. Art. 95 BGG ). Soweit der angefochtene Entscheid auf kantonalem Recht beruht (vorliegend PatG/ZH), kann weitgehend lediglich die Verletzung verfassungsmässiger Rechte, namentlich die willkürliche Anwendung der einschlägigen Normen gerügt werden. Entsprechende Rügen bedürfen gemäss Art. 106 Abs. 2 BGG spezifischer Geltendmachung und Begründung ( BGE 138 I 225 E. 3.1 und 3.2; 137 V 57 E. 1.3 ; 136 I 49 E. 1.4.1; je mit Hinweisen). Dasselbe gilt hinsichtlich der Anfechtung der für das Bundesgericht grundsätzlich verbindlichen vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen (vgl. Art. 105 Abs. 1 und 2 sowie Art. 97 Abs. 1 BGG ; BGE 140 III 264 E. 2.3).

4. Das Obergericht hat das ihm vom Beschwerdeführer unterbreitete Anliegen anhand des kantonalen PatG/ZH geprüft. Vor Bundesgericht zeigt der Beschwerdeführer mit seinen appellatorischen und teilweise nicht sachbezogenen Ausführungen nicht auf, worin das Obergericht seinem Entscheid einen im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG qualifiziert unrichtigen Sachverhalt zugrunde gelegt hätte, noch legt er dar, inwiefern diesbezüglich schweizerisches Recht, namentlich ihm zustehende verfassungsmässige Rechte gestützt auf eine willkürliche Auslegung oder Anwendung des kantonalen PatG/ZH missachtet worden wären. Damit enthält die Beschwerde offensichtlich keine hinreichende Begründung, weshalb darauf im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht eingetreten werden kann.

5. Ausnahmsweise ist von einer Kostenauflage abzusehen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Psychiatriezentrum B.________ und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 21. Juni 2021

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill