Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_627/2025 KI-generiert

Appeal Inadmissible for Non-Payment of Cost Advance

Geschäftsnummer 6B_627/2025
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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Appeal Inadmissible for Non-Payment of Cost Advance A petitioner filed an appeal with the Swiss Federal Supreme Court against a decision by the Cantonal Court concerning an objection to a penal order. The court, citing Article 62 para. 1 BGG, ordered the petitioner to pay an advance on costs of CHF 800 by a set deadline and, upon non-payment, issued a statutory, non-extendable grace period, threatening non-admission of the appeal (Art. 62 para. 3 BGG). Despite the relevant court orders being deemed delivered (Art. 44 Abs. 2 BGG) following failed delivery attempts and the petitioner's refusal to accept the mail, the required cost advance was not received within the extended deadline. Consequently, the Federal Supreme Court refused to admit the appeal pursuant to Art. 108 BGG for failure to fulfill the procedural requirement of the cost advance, further noting that the appeal would also have been inadmissible for failing to meet the substantiation requirements of Art. 42 para. 2 BGG, and imposed the court costs on the petitioner.

Legislator-Regeste

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Art. 62 Abs. 1 BGG, Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Appeal Inadmissible for Non-Payment of Cost Advance: The court, citing Article 62 para. 1 BGG, ordered the petitioner to pay an advance on costs of CHF 800 by a set deadline and, upon non-payment, issued a statutory, non-extendable grace period, threatening non-admission of the appeal (Art. 62 para. 3 BGG). Despite the relevant court orders being deemed delivered (Art. 44 Abs. 2 BGG) following failed delivery attempts and the petitioner's refusal to accept the mail, the required cost advance was not received within the extended deadline. Consequently, the Federal Supreme Court refused to admit the appeal pursuant to Art. 108 BGG for failure to fulfill the procedural requirement of the cost advance, further noting that the appeal would also have been inadmissible for failing to meet the substantiation requirements of Art. 42 para. 2 BGG, and imposed the court costs on the petitioner.

Schlagwörter

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Einsprache gegen Strafbefehl Gültigkeit der Einsprache Kostenvorschuss Zahlungsbefehl Verfahrensrügen gesetzliche Verfahrensfrist gesetzliche Voraussetzung nachträglicher Rechtsvorschlag

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

Used to rule that the appeal is not to be entertained because the cost deposit was not paid.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to order the appellant to bear the court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_627/2025

Urteil vom 2. September 2025

I. strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Muschietti, als präsidierendes Mitglied

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

*gegen*

Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Einsprache gegen Strafbefehl; Gültigkeit der Einsprache; Nichteintreten,

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Luzern, 1. Abteilung, vom 3. Juni 2025 (2N 25 84).

Das präsidierende Mitglied zieht in Erwägung:

1.

Das Kantonsgericht Luzern trat am 3. Juni 2025 kostenfällig auf eine Beschwerde nicht ein. Dagegen erhebt der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 13. Juli 2025 Beschwerde an das Bundesgericht.

2.

Die Partei, die das Bundesgericht anruft, hat einen Kostenvorschuss zu bezahlen ( Art. 62 Abs. 1 BGG ).

3.

Dem Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 16. Juli 2025 Frist bis zum 30. Juli 2025 angesetzt, um dem Bundesgericht einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- zu leisten. Da der Kostenvorschuss nicht einging, wurde ihm mit Verfügung vom 11. August 2025 die gesetzlich vorgeschriebene, nicht erstreckbare Nachfrist bis zum 25. August 2025 angesetzt, um dem Bundesgericht den Kostenvorschuss von Fr. 800.-- zu leisten, unter der Androhung, dass ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde (

Art. 62 Abs. 3 BGG ).

4.

Die Kostenvorschussund die Nachfristverfügung wurden mittels Gerichtsurkunde an den Beschwerdeführer versandt; sie wurden dem Bundesgericht mit dem Vermerk "nicht abgeholt" retourniert. Weil der Beschwerdeführer mit Post des Bundesgerichts rechnen musste, gelten die Verfügungen als zugestellt. Im Übrigen wurden die Kostenvorschussund die Nachfristverfügung dem Beschwerdeführer auch mit A-Post zugesandt; auch diese Sendungen liess der Beschwerdeführer an das Bundesgericht zurückgehen (Rücksendung durch den Empfänger).

5.

Der Kostenvorschuss ging auch innert Nachfrist nicht ein, weshalb auf die Beschwerde androhungsgemäss im Verfahren nach

Art. 108 BGG nicht einzutreten ist.

6.

Im Übrigen wäre die Beschwerde auch deshalb unzulässig, weil sie den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG offensichtlich nicht zu genügen vermag.

7.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern,

1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. September 2025

Im Namen der I. strafrechtlichen Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Muschietti

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill