Complainant v. Cantonal High Court (Dismissal for Non-Payment of Security; Denial of Legal Aid)
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a complainant who sought legal action against six individuals for severe human rights violations, specifically alleging torture through radiation weapons and microwave crimes. The Regional Public Prosecutor's Office for Berner Jura-Seeland decided not to initiate proceedings on November 9, 2018. Subsequently, the complainant appealed this decision, but the High Court of the Canton of Bern dismissed the appeal on March 29, 2019, due to the complainant's failure to provide the required security for court costs. The complainant then brought the matter before the Swiss Federal Tribunal, claiming entitlement to free legal aid due to financial hardship. However, to qualify for such aid, the case must not be deemed hopeless, and the complainant did not sufficiently address this requirement before the Federal Tribunal.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 2 BGG, Art. 383 Abs. 1 StPO, Art. 383 Abs. 2 StPO, Art. 136 Abs. 1 lit. b StPO, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Complainant v. Cantonal High Court (Dismissal for Non-Payment of Security; Denial of Legal Aid): The Regional Public Prosecutor's Office for Berner Jura-Seeland decided not to initiate proceedings on November 9, 2018. Subsequently, the complainant appealed this decision, but the High Court of the Canton of Bern dismissed the appeal on March 29, 2019, due to the complainant's failure to provide the required security for court costs. The complainant then brought the matter before the Swiss Federal Tribunal, claiming entitlement to free legal aid due to financial hardship. However, to qualify for such aid, the case must not be deemed hopeless, and the complainant did not sufficiently address this requirement before the Federal Tribunal.
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KI-generiertApplied because the appeal was dismissed due to a deficient justification (procedural dismissal by simplified procedure).
Used to waive the imposition of court costs.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
6B_611/2019
Urteil vom 31. Mai 2019
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 3013 Bern,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Nichtanhandnahme (schwere Menschenrechtsverletzungen); Nichteintreten,
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts
des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen,
vom 29. März 2019 (BK 18 508).
Der Präsident zieht in Erwägung:
1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland nahm das vom Beschwerdeführer angestrebte Verfahren gegen sechs Personen wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen (Strahlenwaffen-Folter, Mikrowellen-Verbrechen) am 9. November 2018 nicht an die Hand. Auf die hiergegen erhobene Beschwerde trat das Obergericht des Kantons Bern am 29. März 2019 infolge Nichtleistung der geforderten Prozesskostensicherheit androhungsgemäss nicht ein.
Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht.
2. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung der Beschwerde an das Bundesgericht in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt.
Nach Art. 383 Abs. 1 StPO kann die Verfahrensleitung die Privatklägerschaft verpflichten, innert einer Frist für allfällige Kosten und Entschädigungen Sicherheit zu leisten. Wird die Sicherheit nicht fristgerecht geleistet, so tritt die Rechtsmittelinstanz auf das Rechtsmittel nicht ein ( Art. 383 Abs. 2 StPO ).
3. Der Beschwerdeführer stellt sich in seiner Beschwerde auf den Standpunkt, er habe angesichts seiner Vermögensverhältnisse Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege. Damit verkennt er allerdings, dass die unentgeltliche Rechtspflege für die Privatklägerschaft auch an die Voraussetzung geknüpft ist, dass die Zivilklage nicht aussichtslos erscheint ( Art. 136 Abs. 1 lit. b StPO ). Dazu äussert er sich vor Bundesgericht jedoch mit keinem Wort. Die Frage seines Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren wurde davon abgesehen mit dem Urteil des Bundesgerichts 1B_74/2019 vom 25. Februar 2019 beurteilt. Darauf zurückzukommen, besteht kein Anlass. Der Beschwerdeführer zeigt im Übrigen nicht auf, inwiefern der angefochtene Beschluss gegen geltendes Recht verstossen könnte. Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Beschluss Recht verletzt. Die Beschwerdeeingabe genügt diesen Anforderungen nicht. Auf die vorliegende Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
4. Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gegenstandslos.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 31. Mai 2019
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Denys
Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill