Attempted Judicial Fraud: Lack of Standing for Appeal by Simply Damaged Party
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a complaint filed against a previous ruling from a cantonal court concerning allegations of attempted judicial fraud. The primary issue at hand was the complaintant's challenge to the verdict that acquitted the defendant of the charges. However, the complainant was determined not to have the standing to appeal, as she was neither a private prosecutor nor recognized as a victim under the relevant legal provisions. As a result, the court stated it could not consider the appeal, leading to the imposition of court costs on the complainant.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 146 StGB, Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG, Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG, Art. 1 Abs. 1 OHG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Attempted Judicial Fraud: Lack of Standing for Appeal by Simply Damaged Party: The primary issue at hand was the complaintant's challenge to the verdict that acquitted the defendant of the charges. However, the complainant was determined not to have the standing to appeal, as she was neither a private prosecutor nor recognized as a victim under the relevant legal provisions. As a result, the court stated it could not consider the appeal, leading to the imposition of court costs on the complainant.
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KI-generiertThe appeal was not admitted based on this procedural provision.
The court imposed the court costs on the appellant.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_608/2010
Urteil vom 27. Juli 2010
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
vertreten durch Fürsprecherin Esther Scheitlin,
Beschwerdeführerin,
gegen
1. Y.________,
vertreten durch Fürsprecher Hans Peter Aeberhard,
2. Generalprokurator des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Betrug ( Art. 146 StGB ),
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, 2. Strafkammer, vom 31. Mai 2008.
Der Präsident zieht in Erwägung:
1. Die Beschwerdeführerin wendet sich dagegen, dass der Beschwerdegegner 1 nicht des versuchten Justizbetruges schuldig gesprochen und entsprechend bestraft worden ist (Beschwerde S. 2 Antrag 2). Da der Generalprokurator am kantonalen Verfahren beteiligt war, ist die Beschwerdeführerin indessen nicht Privatstrafklägerin im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG. Da sie durch die angezeigte Straftat nicht in ihrer körperlichen, psychischen oder sexuellen Integrität unmittelbar beeinträchtigt wurde, ist sie auch nicht Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 OHG . Als Geschädigte, die nicht Opfer ist, ist sie zur vorliegenden Beschwerde nicht legitimiert ( BGE 136 IV 29 ). Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Dem Beschwerdegegner 1 ist keine Entschädigung auszurichten, weil er im vorliegenden Verfahren vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 27. Juli 2010
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Favre Monn