Attorney Fee Compensation Appeal Jurisdiction
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertAn attorney acting as the ex officio legal representative for a private complainant in Zurich was awarded a lump sum compensation of CHF 16,000 by the Zurich Supreme Court for his work in an appeal proceeding. However, the attorney filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal, seeking an increased compensation of CHF 20,321.25. The complaint concerns the compensation decision made by the Zurich appellate court. The Federal Tribunal determined that the proper venue for such a complaint is the Federal Criminal Court and decided not to proceed with the case, instead referring it to the Federal Criminal Court. No court costs were imposed for this process.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 135 Abs. 3 lit. b StPO, Art. 138 StPO, Art. 30 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Attorney Fee Compensation Appeal Jurisdiction: However, the attorney filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal, seeking an increased compensation of CHF 20,321.25. The complaint concerns the compensation decision made by the Zurich appellate court. The Federal Tribunal determined that the proper venue for such a complaint is the Federal Criminal Court and decided not to proceed with the case, instead referring it to the Federal Criminal Court. No court costs were imposed for this process.
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KI-generiertThe appeal was dismissed because the Federal Supreme Court was not the competent jurisdiction, and the matter was referred to the Federal Criminal Court.
Applied to waive the imposition of court costs due to special circumstances, despite a conditional withdrawal attempt.
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Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
6B_60/2021
Urteil vom 17. März 2021
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, 8090 Zürich,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Unentgeltliche Rechtspflege; Entschädigung; Nichteintreten,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 12. November 2020 (SB200031-O/U/as).
Die Präsidentin zieht in Erwägung:
1. Rechtsanwalt A.________ war unentgeltlicher Rechtsvertreter des Privatklägers B.________. Für seine Tätigkeit im Berufungsverfahren gewährte ihm das Obergericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 12. November 2020 eine Entschädigung von pauschal Fr. 16'000.-- (vgl. angefochtenes Urteil S. 27 f., Urteilsdispositivziffer 7).
2. Rechtsanwalt A.________ führt Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht. Er beantragt, die unentgeltliche Rechtsvertretung für das Berufungsverfahren sei vom Obergericht des Kantons Zürich mit Fr. 20'321.25 zu entschädigen (vgl. Beschwerde S. 2 Rechtsbegehren 2d).
3. Nach Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO i.V.m. Art. 138 StPO ist der Entscheid der Berufungsinstanz betreffend die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters der Privatklägerschaft mittels Beschwerde beim Bundesstrafgericht anzufechten (vgl. BGE 140 IV 213 E. 1.5 und E. 1.7; Urteil 6B_647/2012 vom 10. Dezember 2012 E. 1). Auf die Beschwerde von Rechtsanwalt A.________ ist daher nicht einzutreten und die Sache ist zuständigkeitshalber an das Bundesstrafgericht zu überweisen ( Art. 30 Abs. 2 BGG ).
4. Da der Rückzug von Beschwerden bedingungsfeindlich ist, hat der unter der Bedingung einer weiteren Nachfristgewährung erklärte Beschwerderückzug unbeachtlich zu bleiben, was indessen keinerlei Nachteile bewirkt, da auf eine Erhebung von Gerichtskosten umständehalber ausnahmsweise zu verzichten ist ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt die Präsidentin:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. Die Sache wird zuständigkeitshalber dem Bundesstrafgericht überwiesen.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 17. März 2021
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari
Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill