Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_593/2024 KI-generiert

Federal Supreme Court Dismisses Appeal on Procedural Cost Remission Refusal

Geschäftsnummer 6B_593/2024
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual, referred to as the complainant, seeking relief from legal costs associated with a previous proceeding before the Criminal Chamber of the Federal Criminal Court. The complainant's request for a waiver of these costs was denied by the Federal Criminal Court's Appellate Chamber on June 26, 2024. This decision was based on the court's assessment that, despite the complainant's current difficult financial situation, he had previously worked in a high-earning sector and could potentially regain a sufficient income to meet his financial obligations. The complainant appealed this decision to the Swiss Federal Tribunal, arguing that the court did not properly consider his financial predicament. However, the Federal Tribunal found that the complainant failed to meet the necessary requirements for his appeal by not adequately addressing how the initial ruling was erroneous or violated legal standards. Consequently, the tribunal decided not to proceed with the appeal due to the lack of a proper legal argument.

Legislator-Regeste

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Art. 425 StPO, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Appeal on Procedural Cost Remission Refusal: The complainant's request for a waiver of these costs was denied by the Federal Criminal Court's Appellate Chamber on June 26, 2024. This decision was based on the court's assessment that, despite the complainant's current difficult financial situation, he had previously worked in a high-earning sector and could potentially regain a sufficient income to meet his financial obligations. The complainant appealed this decision to the Swiss Federal Tribunal, arguing that the court did not properly consider his financial predicament. However, the Federal Tribunal found that the complainant failed to meet the necessary requirements for his appeal by not adequately addressing how the initial ruling was erroneous or violated legal standards. Consequently, the tribunal decided not to proceed with the appeal due to the lack of a proper legal argument.

Schlagwörter

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Kostenerlass Nichteintreten Erlass von Verfahrenskosten Verfahrensüberprüfung Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Vollstreckungsentscheid Zahlungsaufschub substantiierte Begründung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was not admitted due to insufficient grounds, applied in the procedural decision.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to decide on the waiver of court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_593/2024

Urteil vom 20. September 2024

I. strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesanwaltschaft, Guisanplatz 1, 3003 Bern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Kostenerlass; Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesstrafgerichts, Berufungskammer, vom 26. Juni 2024 (CA.2024.12).

Die Präsidentin zieht in Erwägung:

1. Das Bundesstrafgericht, Berufungskammer, wies am 26. Juni 2024 ein Gesuch um Erlass der Kosten betreffend das Verfahren SK.2023.45 vor der Strafkammer des Bundesstrafgerichts zweitinstanzlich ab. Dagegen gelangt der Beschwerdeführer an das Bundesgericht.

2. Forderungen aus Verfahrenskosten können von den Strafbehörden gestundet oder unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse der kostenpflichtigen Person herabgesetzt oder erlassen werden ( Art. 425 StPO ). Mit der Konzipierung von Art. 425 StPO als Kann-Bestimmung belässt der Gesetzgeber der Strafbehörde beim Kostenentscheid einen grossen Ermessens- und Beurteilungsspielraum, in welchen das Bundesgericht nur mit Zurückhaltung eingreift (Urteile 6B_955/2016 vom 12. Oktober 2016 E. 4 und 6B_610/2014 vom 28. August 2014 E. 3).

3. Gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Die Verletzung von Grundrechten prüft das Bundesgericht insoweit, als eine entsprechende Rüge in der Beschwerde vorgebracht und ausreichend begründet worden ist (vgl. Art. 106 Abs. 2 BGG ).

4. Die Beschwerde genügt den Begründungsanforderungen nicht. Die Vorinstanz übersieht nicht, dass sich die finanzielle Situation des Beschwerdeführers seit der Kostenverfügung und dem erstinstanzlichen Entscheid verschlechtert hat. Sie berücksichtigt aber, dass er in einem Arbeitssektor mit hohen Verdiensten tätig war, und geht davon aus, er könne in näherer Zukunft wieder ein Einkommen erzielen, das ihm erlaube, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Eine befristete Stundung hält sie angesichts des geringen Betrags nicht für angezeigt, weist aber darauf hin, dass der Beschwerdeführer die Vollzugsbehörde um Ratenzahlungen ersuchen könne. Mit den Erwägungen der Vorinstanz setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Er begnügt sich vor Bundesgericht einzig damit, auf seine - von der Vorinstanz berücksichtigten - schlechten finanziellen Verhältnisse hinzuweisen. Aus seiner Beschwerde ergibt sich mithin nicht, dass und inwiefern der vorinstanzliche Entscheid willkürlich, ermessensfehlerhaft oder sonstwie bundesrechtswidrig sein könnte. Auf die Beschwerde ist mangels tauglicher Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

5. Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Bundesstrafgericht, Berufungskammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. September 2024

Im Namen der I. strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill