Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_579/2024 KI-generiert

Failure to Pay Appeal Costs Leads to Inadmissibility of Appeal Challenging Reinstatement Refusal

Geschäftsnummer 6B_579/2024
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A case was brought before the Swiss Federal Tribunal involving a complaint from an individual against the decision of the Appenzell Ausserrhoden Cantonal Court made on June 25, 2024. The matter concerned objections to a penal order and a request to restore a deadline to contest it, which had been denied by the prosecutor's office on January 23, 2024. The complainant was required to pay an advance fee to pursue the appeal, but failed to do so within the initially set and subsequently extended deadlines. Consequently, the complaint was deemed inadmissible for non-compliance with procedural requirements, including the payment of the necessary advance fee and the failure to adequately address the contested decision in the arguments presented.

Legislator-Regeste

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Art. 80 Abs. 1 BGG, Art. 62 Abs. 1 BGG, Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Failure to Pay Appeal Costs Leads to Inadmissibility of Appeal Challenging Reinstatement Refusal: The matter concerned objections to a penal order and a request to restore a deadline to contest it, which had been denied by the prosecutor's office on January 23, 2024. The complainant was required to pay an advance fee to pursue the appeal, but failed to do so within the initially set and subsequently extended deadlines. Consequently, the complaint was deemed inadmissible for non-compliance with procedural requirements, including the payment of the necessary advance fee and the failure to adequately address the contested decision in the arguments presented.

Schlagwörter

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Einsprache gegen Strafbefehl Wiederherstellung der Frist Leistung des Kostenvorschusses Kostenvorschuss Ansetzung einer Nachfrist Fristwahrung nachträglicher Rechtsvorschlag Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 106 Abs. 2 BGG

Cited as a reason for inadmissibility, although the decision was ultimately based on procedural grounds (non-entry).

Art. 108 BGG

Used to conduct the procedure for non-entry upon the appeal due to non-payment of costs.

Art. 42 Abs. 2 BGG

Cited as a reason for inadmissibility, although the decision was ultimately based on procedural grounds (non-entry).

Art. 62 Abs. 3 BGG

Used as the basis for the decision not to enter upon the appeal due to non-payment of the cost deposit.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to order the appellant to bear the court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_579/2024

Urteil vom 20. September 2024

I. strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Appenzell A.Rh., Schützenstrasse 1A, 9100 Herisau,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Einsprache gegen Strafbefehl; Wiederherstellung der Frist; Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts Appenzell Ausserrhoden, 2. Abteilung, vom 25. Juni 2024 (O2S 24 2).

Die Präsidentin zieht in Erwägung:

1. Die Beschwerdeführerin erhebt Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss des Obergerichts Appenzell Ausserrhoden vom 25. Juni 2024.

2. Anfechtungsobjekt vor Bundesgericht ist ausschliesslich der Beschluss des Obergerichts vom 25. Juni 2024 ( Art. 80 Abs. 1 BGG ). Demgegenüber bilden weder der Strafbefehl vom 5. Dezember 2023 noch die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 23. Januar 2024, mit der das Gesuch um Wiederherstellung der Einsprachefrist betreffend den Strafbefehl vom 5. Dezember 2023 abgewiesen wurde (Verfahren xxx) taugliche Anfechtungsobjekte im bundesgerichtlichen Verfahren, wogegen Beschwerde oder "Widerspruch" erhoben werden könnte.

3. Die Partei, die das Bundesgericht anruft, hat einen Kostenvorschuss zu bezahlen ( Art. 62 Abs. 1 BGG ).

4. Der Beschwerdeführerin wurde mit Verfügung vom 24. Juli 2024 eine Frist bis zum 9. August 2024 angesetzt, um dem Bundesgericht einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- einzuzahlen. Da der Kostenvorschuss nicht einging, wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 20. August 2024 die gesetzlich vorgeschriebene und nicht mehr erstreckbare Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses bis zum 3. September 2024 angesetzt, mit der Androhung, dass ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde. Obwohl die mit Gerichtsurkunde versandten Verfügungen gemäss den postalischen Sendungsverfolgungen zugestellt werden konnten, unterblieb eine Reaktion der Beschwerdeführerin und der Kostenvorschuss ging insbesondere auch innert der Nachfrist nicht ein. Auf die Beschwerde ist daher androhungsgemäss gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

5. Die Beschwerde wäre im Übrigen auch deswegen unzulässig, weil sie eine Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Beschluss vermissen lässt und den gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht genügt ( Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG ).

6. Die Gerichtskosten sind ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG )

Demnach erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht Appenzell Ausserrhoden, 2. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. September 2024

Im Namen der I. strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill