Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_574/2007 KI-generiert

Cantonal Court Refusal to Hear Appeal Upheld Due to Untimely Cost Advance Payment

Geschäftsnummer 6B_574/2007
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an appeal filed by an individual against a decision made by the High Court of the Canton of Solothurn, which did not accept the appeal due to the non-payment of a required deposit for court costs. The individual contended that they had submitted requests for legal aid, but the court determined that the appeal lacked sufficient justification and did not meet the necessary formal requirements outlined in the applicable legal provisions. As a result, the higher court decided not to consider the appeal.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 5 BGG, Art. 95 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 42 BGG; Cantonal Court Refusal to Hear Appeal Upheld Due to Untimely Cost Advance Payment: The individual contended that they had submitted requests for legal aid, but the court determined that the appeal lacked sufficient justification and did not meet the necessary formal requirements outlined in the applicable legal provisions. As a result, the higher court decided not to consider the appeal.

Schlagwörter

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Kostenvorschussleistung Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege nachträglicher Rechtsvorschlag Nichtanhandnahmeverfügung Europäisches Mahnverfahren Anfechtung der Löschung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 106 Abs. 2 BGG

The reasoning section mentions that the appeal did not meet the justification requirements laid out in this article relative to the required grounds for appeal.

Art. 108 BGG

The appeal was not entertained based on this article due to failure to meet appeal requirements.

Art. 42 BGG

The reasoning section discusses the formal requirements for appeal submissions under this article which led to procedural issues.

Art. 64 BGG

Although not explicitly cited in the dispositive, the discussion about free legal aid (unentgeltliche Rechtspflege) relates to the principles of Art. 64 BGG, but since the dispositive does not explicitly cite costs/legal aid provisions, we must adhere strictly to the text in the dispositive.

Art. 95 BGG

The reasoning section discusses the requirement for demonstrating a violation of Swiss law under this article, although the decision to not entertain rests on procedural grounds cited elsewhere.

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Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_574/2007 /rom

Urteil vom 30. September 2007

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Schneider, Präsident,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Parteien

X.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Postfach 157, 4502 Solothurn.

Gegenstand

Einstellungsverfügung,

Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, vom 14. August 2007.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG sind Rechtsschriften an das Bundesgericht zu unterzeichnen. Fehlt eine Unterschrift, ist eine angemessene Frist zur Behebung des Mangels anzusetzen mit der Androhung, dass die Rechtsschrift sonst unbeachtet bleibe ( Art. 42 Abs. 5 BGG ). Die von der Beschwerdeführerin mittels Fax übermittelte Beschwerdeschrift ist nicht original handschriftlich unterzeichnet (vgl. BGE 112 Ia 173 E. 1). Da auf das erhobene Rechtsmittel aus den nachfolgenden Gründen nicht eingetreten werden kann, erübrigt es sich, die Beschwerdeschrift zur Behebung dieses Mangels an die Beschwerdeführerin zurückzuweisen.

2. Mit Beschluss vom 14. August 2007 ist das Obergericht des Kantons Solothurn auf eine Beschwerde der Beschwerdeführerin mangels fristgerechter Leistung des Kostenvorschusses nicht eingetreten. Was an diesem Nichteintretensentscheid gegen das schweizerische Recht im Sinne von Art. 95 BGG verstossen könnte, ist der dagegen erhobenen Beschwerde an das Bundesgericht nicht zu entnehmen. Aus dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin ihrem Anwalt zweimal ein von der zuständigen Behörde bestätigtes Gesuch zur Erlangung der unentgeltlichen Rechtspflege zugefaxt haben will, kann sie nichts zu ihren Gunsten herleiten. Ebenso unbehelflich ist der Hinweis auf ihren Bezug von Sozialhilfeleistungen. Da die Beschwerde den Begründungsanforderungen von Art. 42 Abs. 1 und 2 sowie Art. 106 Abs. 2 BGG nicht entspricht, ist darauf im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3. Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Beschwerdekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. September 2007

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: