Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_565/2008 KI-generiert

Appellant's Lack of Standing to Appeal Refusal to Consider False Accusation Complaints

Geschäftsnummer 6B_565/2008
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a complaint by an individual regarding the dismissal of two criminal charges related to false accusations. The individual argues that the authorities failed to consider their case properly. However, the court determined that the complainant did not qualify as a private plaintiff since the prosecution was involved in the case, and it was established that the individual had not been directly affected by the alleged crimes. Consequently, the court found the complainant lacked standing to appeal the decision not to pursue the criminal charges. Additionally, the court noted deficiencies in the complainant's arguments regarding procedural errors, leading to a ruling against the appeal and the imposition of court costs on the complainant.

Legislator-Regeste

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Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG, Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG, Art. 2 Abs. 1 OHG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Appellant's Lack of Standing to Appeal Refusal to Consider False Accusation Complaints: The individual argues that the authorities failed to consider their case properly. However, the court determined that the complainant did not qualify as a private plaintiff since the prosecution was involved in the case, and it was established that the individual had not been directly affected by the alleged crimes. Consequently, the court found the complainant lacked standing to appeal the decision not to pursue the criminal charges. Additionally, the court noted deficiencies in the complainant's arguments regarding procedural errors, leading to a ruling against the appeal and the imposition of court costs on the complainant.

Schlagwörter

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Nichteintretensentscheid (falsche Anschuldigung) Beschwerdelegitimation falsche Anschuldigung Verletzung von Verfahrensrechten Parteistellung der Staatsanwaltschaft Stellung des Opfers Grundrechte

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

Used for the procedural decision not to enter upon the appeal because the grounds for appeal were insufficiently substantiated.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to impose court costs on the appellant.

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Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_565/2008/bri

Urteil vom 7. August 2008

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Favre, als Einzelrichter,

Gerichtsschreiber Monn.

Parteien

X.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Generalprokurator des Kantons Bern, Hochschulstrasse 17, 3012 Bern,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Nichteintretensentscheid (falsche Anschuldigung),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Anklagekammer, vom 4. Juni 2008.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1. Die Beschwerdeführerin wendet sich dagegen, dass auf ihre zwei Strafanzeigen wegen falscher Anschuldigung nicht eingetreten wurde. Da die Staatsanwaltschaft am kantonalen Verfahren beteiligt war, ist die Beschwerdeführerin indessen nicht Privatstrafklägerin im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG. Auch wurde sie durch die angeblichen Straftaten nicht in ihrer körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigt, weshalb sie nicht Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 OHG ist. Unter diesen Umständen ist sie als Geschädigte zur vorliegenden Beschwerde gegen das Nichteintreten auf die Strafanzeigen nicht legitimiert ( BGE 133 IV 228 ). Soweit sie rügt, es seien Verfahrensfehler begangen worden, führt sie nicht aus, welches Grundrecht und inwieweit dieses durch die angeblichen Verfahrensfehler verletzt worden sein soll. Insoweit genügt die Beschwerde den Begründungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Anklagekammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 7. August 2008

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Favre Monn