Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_545/2021 KI-generiert

Appellants' Withdrawal of Appeal After Denial of Stay of Execution

Geschäftsnummer 6B_545/2021
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang struck_off

Legislator-Zusammenfassung

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In the case before the Swiss Federal Tribunal, individuals A and C filed complaints against a judgment from the Obergericht of the Canton of Bern, 2nd Criminal Chamber, dated March 26, 2021. Their complaint involved a civil claim where they challenged the imposed solidarity liability for a financial amount, seeking its reduction. Both individuals also requested the suspensive effect of the decision. The requests for suspensive effect were denied at the end of May 2021, and subsequently, in December 2021, both complainants retracted their complaints against the March 2021 judgment. These separate cases were consolidated due to their similarities, including the participation of the same opposing parties, namely the Canton Bern General Prosecutor and a company, and the challenges to the same legal decision.

Legislator-Regeste

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Art. 71 BGG, Art. 24 Abs. 2 lit. b BZP, Art. 32 Abs. 2 BGG, Art. 73 BZP, Art. 66 Abs. 1 Satz, Art. 66 Abs. 3 BGG; Appellants' Withdrawal of Appeal After Denial of Stay of Execution: Their complaint involved a civil claim where they challenged the imposed solidarity liability for a financial amount, seeking its reduction. Both individuals also requested the suspensive effect of the decision. The requests for suspensive effect were denied at the end of May 2021, and subsequently, in December 2021, both complainants retracted their complaints against the March 2021 judgment. These separate cases were consolidated due to their similarities, including the participation of the same opposing parties, namely the Canton Bern General Prosecutor and a company, and the challenges to the same legal decision.

Schlagwörter

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6B_545/2021 Zivilklage, Verurteilung zur Zahlung Willkür Sistierung des Verfahrens Rückzug der Zivilklage Beschwerdelegitimation verwaltungsrechtlicher Widerruf Fortsetzungsbegehren Herabsetzung der Verfahrenskosten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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6B_569/2021
Die Verfahren 6B_545/2021 und 6B_569/2021 werden vereinigt.
BGE 133 IV 215
Germany v. Swiss Assets Seizure for Fiscal Offense Restitution
6B_1105/2020
Federal Supreme Court Upholds Rape and Coercion Convictions Based on Victim's Resistance
6B_1106/2020
1; Urteile 6B_1105/2020 und 6B_1106/2020 vom 13.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 32 Abs. 2 BGG

The proceedings were terminated due to the withdrawal of the appeals.

Art. 66 Abs. 3 BGG

Applied to impose court costs on the appellants for causing unnecessary costs.

Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG

Cited as the general rule for imposing court costs on the losing party (applied in conjunction with Art. 66 Abs. 3 BGG).

Art. 66 Abs. 2 BGG

Cited in the context of the possibility to waive court costs when proceedings are terminated by withdrawal.

Art. 71 BGG

Applied in conjunction with Art. 73 BZP for the termination of the proceedings following withdrawal.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_545/2021, 6B_569/2021

Verfügung vom 11. Januar 2022

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Koch, als Einzelrichterin,

Gerichtsschreiberin Frey Krieger.

Verfahrensbeteiligte

6B_545/2021

A.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Andrea Janggen,

Beschwerdeführer,

gegen

1. Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Postfach, 3001 Bern,

2. B.________ AG,

vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Adrian Bachmann und Jan Berchtold,

Beschwerdegegnerinnen,

und

6B_569/2021

C.________,

vertreten durch Rechtsanwalt Jörg Zumstein,

Beschwerdeführer,

gegen

1. Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Postfach, 3001 Bern,

2. B.________ AG,

vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Adrian Bachmann und Jan Berchtold,

Beschwerdegegnerinnen.

Gegenstand

6B_545/2021

Zivilklage, Verurteilung zur Zahlung; Willkür; Rückzug,

6B_569/2021

Zivilforderung, Willkür; Rückzug,

Beschwerden gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, 2. Strafkammer, vom 26. März 2021 (SK 18 469 + 470).

Erwägungen:

1. A.________ (Beschwerdeführer 1) und C.________ (Beschwerdeführer 2) erhoben mit Eingaben vom 10./11. Mai 2021 jeweils Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Bern, 2. Strafkammer, vom 26. März 2021 und beantragten, die ihnen unter solidarischer Haftbarkeit auferlegte Zivilforderung im Betrag von Fr. 883'854.70 zzgl. Zins sei auf Fr. 820'503.90 zzgl. Zins zu reduzieren. Beide Beschwerdeführer ersuchten um aufschiebende Wirkung.

Jeweils mit Verfügung vom 28. Mai 2021 wurden die Gesuche um aufschiebende Wirkung abgewiesen. Mit Schreiben vom 20./22. Dezember 2021 zogen beide Beschwerdeführer ihre gegen das Urteil vom 26. März 2021 angehobenen Beschwerden zurück.

2. Das Bundesgericht vereinigt mehrere Verfahren, wenn sie in einem engen sachlichen Zusammenhang stehen, namentlich wenn sie sich gegen denselben Entscheid richten und wenn sie die gleichen Parteien sowie ähnliche oder gleiche Rechtsfragen betreffen (vgl. Art. 71 BGG i.V.m. Art. 24 Abs. 2 lit. b BZP ; BGE 133 IV 215 E. 1; 126 V 283 E. 1; Urteile 6B_1105/2020 und 6B_1106/2020 vom 13. Oktober 2021 E. 1). Diese Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt. Es rechtfertigt sich daher, die beiden Verfahren zu vereinigen und die Beschwerden in einem einzigen Entscheid zu behandeln.

3. Zufolge des Rückzugs der Beschwerden sind die Verfahren in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 BGG durch die Instruktionsrichterin als Einzelrichterin als erledigt abzuschreiben ( Art. 71 BGG i.V.m. Art. 73 BZP ).

Gerichtskosten werden in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt ( Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG ). Unnötige Kosten hat zu bezahlen, wer sie verursacht ( Art. 66 Abs. 3 BGG ), wobei auf die Erhebung von Gerichtskosten ganz oder teilweise verzichtet werden kann, wenn ein Fall durch Abstandserklärung erledigt wird ( Art. 66 Abs. 2 BGG ). Wer eine Beschwerde zurückzieht, ist in der Regel, vorbehältlich besonderer Umstände, die hier nicht gegeben sind, als unterliegende Partei zu betrachten. Da über Gesuche um aufschiebende Wirkung zu entscheiden war, rechtfertigt es sich nicht, auf die Erhebung von Gerichtskosten gänzlich zu verzichten. In Anwendung von Art. 66 Abs. 3 BGG sind diese den Beschwerdeführern aufzuerlegen.

Demnach verfügt die Einzelrichterin:

1. Die Verfahren 6B_545/2021 und 6B_569/2021 werden vereinigt.

2. Die Verfahren 6B_545/2021 und 6B_569/2021 werden als durch Rückzug der Beschwerden erledigt abgeschrieben.

3. Dem Beschwerdeführer 1 und dem Beschwerdeführer 2 werden Gerichtskosten von jeweils Fr. 200.00 auferlegt

4. Diese Verfügung wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. Januar 2022

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Einzelrichterin: Koch

Die Gerichtsschreiberin: Frey Krieger