Federal Supreme Court Dismissal of Untimely Appeal Against Non-Initiation of Criminal Proceedings
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a complaint submitted to the Swiss Federal Tribunal regarding the refusal to initiate a criminal investigation by the public prosecutor's office in a canton. The complaint was filed against a decision made by the cantonal court, and the main issue at stake was the timeliness of the submission. The applicant's submission was deemed late, as it exceeded the prescribed time limit for filing a complaint, despite the applicant arguing the significant importance of the matter. Consequently, the court ruled that it could not accept the late complaint.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 100 Abs. 1 BGG, Art. 66 al. 1 LTF, Art. 93 BGG; Federal Supreme Court Dismissal of Untimely Appeal Against Non-Initiation of Criminal Proceedings: The complaint was filed against a decision made by the cantonal court, and the main issue at stake was the timeliness of the submission. The applicant's submission was deemed late, as it exceeded the prescribed time limit for filing a complaint, despite the applicant arguing the significant importance of the matter. Consequently, the court ruled that it could not accept the late complaint.
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KI-generiertCited in the reasoning to establish the deadline for filing the appeal, which was missed, leading to non-admittance.
Applied because no costs were levied in the final order.
The appeal was not admitted because it was filed late.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
{T 0/2}
6B_519/2009
Urteil vom 23. Juli 2009
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Bundesrichter Schneider, Ferrari,
Gerichtsschreiber Monn.
Parteien
X.________,
Beschwerdeführerin,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Nichteröffnung eines Strafverfahrens,
Beschwerde gegen den Entscheid der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom 15. April 2009 (AK.2009.83_AK).
Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1. Eine Beschwerde ans Bundesgericht ist innert 30 Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des angefochtenen Entscheids beim Bundesgericht einzureichen ( Art. 100 Abs. 1 BGG ). Der angefochtene Entscheid vom 15. April 2009 wurde den Parteien am 24. April 2009 zugestellt. Da die Beschwerdeführerin bzw. deren Eltern zu Hause nicht angetroffen werden konnten, lief ihnen eine Frist bis zum 4. Mai 2009, um die Sendung auf dem Postamt abzuholen. Die Beschwerde hätte somit, um rechtzeitig zu sein, bis zum 3. Juni 2009 eingereicht werden müssen. Die am 19. Juni 2009 auf die Post gegebene Eingabe ist verspätet. Dies wird denn auch anerkannt.
Die Beschwerdeführerin macht im Zusammenhang mit der Frage der Fristwahrung geltend, die Angelegenheit sei für sie von erheblicher Bedeutung. Das Vorbringen kann nicht gehört werden. Auf verspätete Eingaben kann auch nicht eingetreten werden, wenn sie einen Fall betreffen, der für die Partei wichtig ist.
2. Ausnahmsweise kann auf eine Kostenauflage verzichtet werden.
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 23. Juli 2009
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Favre Monn