Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_515/2012 KI-generiert

Federal Supreme Court Upholds Narcotics Act Conviction for Cannabis Cultivation Over 0.3% THC Threshold

Geschäftsnummer 6B_515/2012
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves an individual charged with multiple violations of drug laws related to the cultivation and possession of cannabis. In September 2010, law enforcement discovered 36 cannabis plants, marijuana, and related paraphernalia at the individual's residence. The individual claimed the cannabis was for personal use as a bath and tea additive, but acknowledged past usage of hashish and marijuana. Initially fined by a lower court, the individual's conviction was upheld by an appellate court. Upon appealing to the Federal Tribunal, the individual contested the classification of the cannabis, asserting that it was industrial hemp with a THC content below the legal threshold; however, the law indicated that any cultivation intended for drug use was penalized if THC levels exceeded 0.3%. The Supreme Court confirmed the lower court's decision, stating that the cultivation was indeed illegal based on the evidence presented.

Legislator-Regeste

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Art. 109 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG, Art. 66 Abs. 2 BGG; Federal Supreme Court Upholds Narcotics Act Conviction for Cannabis Cultivation Over 0.3% THC Threshold: In September 2010, law enforcement discovered 36 cannabis plants, marijuana, and related paraphernalia at the individual's residence. The individual claimed the cannabis was for personal use as a bath and tea additive, but acknowledged past usage of hashish and marijuana. Initially fined by a lower court, the individual's conviction was upheld by an appellate court. Upon appealing to the Federal Tribunal, the individual contested the classification of the cannabis, asserting that it was industrial hemp with a THC content below the legal threshold; however, the law indicated that any cultivation intended for drug use was penalized if THC levels exceeded 0.3%. The Supreme Court confirmed the lower court's decision, stating that the cultivation was indeed illegal based on the evidence presented.

Schlagwörter

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Mehrfache Übertretung des BG über die Betäubungsmittel Hanfanbau Betäubungsmittelvergehen Beschränkungen unterliegende Stoffe Drogentest qualifizierte Widerhandlung BetmG Besitzesschutz

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 109 BGG

Used to reject the appeal (abzuweisen) in the simplified procedure.

Art. 64 BGG

Used to reject the request for legal aid because the legal action appeared hopeless.

Art. 66 Abs. 2 BGG

Used to consider the appellant's financial situation when assessing the court costs.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to order the appellant to bear the court costs.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_515/2012

Urteil vom 30. Oktober 2012

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Mathys, Präsident,

Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari,

Bundesrichter Schöbi,

Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte

X._________,

Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt, Binningerstrasse 21, Postfach, 4001 Basel,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Mehrfache Übertretung des BG über die Betäubungsmittel,

Beschwerde gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt, Ausschuss, vom 5. Juni 2012.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1. In der Wohnung bzw. auf dem Balkon von X._________ wurden am 16. September 2010 36 Hanfpflanzen mit einem THC-Gehalt von 2,9 %, zehn Gramm Marihuana, ein angerauchter Joint sowie ein Zelt zum Trocknen von Pflanzen ("Home-Box") sichergestellt. X._________ gab an, er verwende die Pflanzen als Bade- und Teezusatz, habe aber auch schon Haschisch und Marihuana geraucht.

Der Strafgerichtspräsident Basel-Stadt büsste X._________ am 19. August 2011 wegen mehrfacher Übertretung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel (BetmG) mit Fr. 300.--. Das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt bestätigte das Urteil am 5. Juni 2012.

X._________ wendet sich mit Beschwerde ans Bundesgericht und beantragt sinngemäss einen Freispruch.

2. Der Beschwerdeführer bestreitet vor Bundesgericht den Anbau der Hanfpflanzen und seinen gelegentlichen Konsum von Haschisch und Marihuana nicht. Er macht nur geltend, bei dem bei ihm beschlagnahmten Hanf handle es sich nicht um Betäubungsmittel im Sinne des Gesetzes. Es sei Industriehanf mit einem Gehalt von unter 3 % THC. Cannabis beginne demgegenüber erst bei einem THC-Gehalt von 5 %.

Gemäss der im Jahre 2010 geltenden Fassung des BetmG und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung dazu, von der abzuweichen kein Anlass besteht, war der Anbau von Hanf strafbar, wenn dessen THC-Gehalt 0,3 % überstieg und der Anbau der Gewinnung von Betäubungsmitteln diente ( BGE 126 IV 198 E. 1; letztmals bestätigt in BGE 137 IV 352 E. 2.4.1). Nach den Feststellungen der kantonalen Richter baute der Beschwerdeführer den Hanf an, um ihn als Betäubungsmittel zu konsumieren. Da der THC-Gehalt deutlich über 0,3 % lag, ist der Schuldspruch nicht zu beanstanden.

Nach der am 1. Juli 2011 in Kraft getretenen Fassung des BetmG gelten im Übrigen alle Cannabisprodukte mit einem THC-Gehalt von mindestens 1 % als verbotene Betäubungsmittel (Anhang 1 der Betäubungsmittelverordnung vom 30. Mai 2011; SR 812.121.11). Auch nach dem neuen Recht hätte sich der Beschwerdeführer somit strafbar gemacht.

Die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 109 BGG abzuweisen.

3. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehen aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist bei der Bemessung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen ( Art. 66 Abs. 2 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Ausschuss, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. Oktober 2012

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Mathys

Der Gerichtsschreiber: C. Monn