Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_509/2020 KI-generiert

Federal Supreme Court Dismisses Appeal on Procedural Grounds Regarding Non-Commencement of Criminal Proceedings

Geschäftsnummer 6B_509/2020
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, an individual filed a complaint with the Swiss Federal Tribunal after the Cantonal Court of Lucerne declined to review their previous complaint due to insufficient and unclear reasoning that did not meet the legal requirements outlined in Article 385, paragraph 1 of the Swiss Criminal Procedure Code (StPO). The Cantonal Court chose not to provide the complainant an extension to remedy the deficiencies, asserting that Article 385, paragraph 2 StPO should not be used to circumvent Article 89, paragraph 1 StPO, which prohibits extending judicial deadlines, nor to rectify incomplete justifications. The individual appealed to the Federal Tribunal, which reviewed whether the original complaint met the necessary legal standards and if the Cantonal Court's decision not to proceed was justified.

Legislator-Regeste

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Art. 385 Abs. 1 StPO, Art. 385 Abs. 2 StPO, Art. 89 Abs. 1 StPO, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 95 BGG, Art. 108 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Appeal on Procedural Grounds Regarding Non-Commencement of Criminal Proceedings: The Cantonal Court chose not to provide the complainant an extension to remedy the deficiencies, asserting that Article 385, paragraph 2 StPO should not be used to circumvent Article 89, paragraph 1 StPO, which prohibits extending judicial deadlines, nor to rectify incomplete justifications. The individual appealed to the Federal Tribunal, which reviewed whether the original complaint met the necessary legal standards and if the Cantonal Court's decision not to proceed was justified.

Schlagwörter

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Nichtanhandnahme Nichteintreten Strafprozessordnung Leitverfahren Zulässige Gründe Vorabentscheidungsverfahren Einstellung des Strassenverkehrsverfahrens Normenkontrolle

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was dismissed due to lack of proper reasoning according to the simplified procedure provided by this article.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The court decided not to impose costs in this case, as stated explicitly in the dispositive.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_509/2020

Urteil vom 4. Juni 2020

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, Präsident,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Luzern,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Nichtanhandnahme; Nichteintreten,

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts Luzern, 1. Abteilung, vom 26. März 2020

(2N 20 25 / 2U 20 10).

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Das Kantonsgericht Luzern trat am 26. März 2020 auf eine Beschwerde nicht ein, weil es dieser an einer verständlichen und hinreichenden Begründung fehlte und sie den gesetzlichen Anforderungen von Art. 385 Abs. 1 StPO nicht genügte. Das Kantonsgericht verzichtete darauf, dem Beschwerdeführer eine Nachfrist anzusetzen. Die Anwendung von Art. 385 Abs. 2 StPO dürfe nicht dazu dienen, die Tragweite von Art. 89 Abs. 1 StPO , welcher das Erstrecken gerichtlicher Fristen verbiete, zu umgehen. Art. 385 Abs. 2 StPO erlaube auch nicht, bei einer lückenhaften Begründung Abhilfe zu schaffen.

Der Beschwerdeführer wendet sich an das Bundesgericht.

2. Gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwiefern dieser Recht verletzt.

3. Vorliegend kann es nur um die Frage gehen, ob die kantonale Beschwerde den gesetzlichen Begründungsanforderungen genügte und ob die Vorinstanz darauf zu Unrecht nicht eingetreten ist. Der Beschwerdeführer setzt sich damit sowie mit den Anforderungen von Art. 385 Abs. 1 StPO an die Beschwerdebegründung nicht auseinander. Aus seinen Beschwerdeeingaben ergibt sich mithin nicht, inwiefern die Vorinstanz mit ihrem Nichteintretensentscheid geltendes Recht im Sinne von Art. 95 BGG verletzt haben könnte. Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4. Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird damit gegenstandslos.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Luzern, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Juni 2020

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill