Dismissal of Appeal Due to Procedural Deficiencies in Traffic Violation Case
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertA complaint was filed by an individual against a decision from the Cantonal Court of Graubünden, which had dismissed a complaint related to a penal order for a traffic rules violation and the individual's unexcused absence from the main hearing. The individual brought this matter to the Swiss Federal Tribunal, but failed to pay the required advance on costs within both the initial and extended deadlines. Additionally, the submitted appeal did not have the necessary original handwritten signature and was non-compliant with procedural requirements as it failed to address the contested decision adequately. As a consequence, the Swiss Federal Tribunal did not enter the appeal.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 62 Abs. 1 BGG, Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 BGG, Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 5 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; Dismissal of Appeal Due to Procedural Deficiencies in Traffic Violation Case: The individual brought this matter to the Swiss Federal Tribunal, but failed to pay the required advance on costs within both the initial and extended deadlines. Additionally, the submitted appeal did not have the necessary original handwritten signature and was non-compliant with procedural requirements as it failed to address the contested decision adequately. As a consequence, the Swiss Federal Tribunal did not enter the appeal.
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KI-generiertThe Tribunal noted that the appeal was inadmissible because it failed to sufficiently address the challenged decision, as required by this provision.
The Tribunal refused to enter upon the appeal based on this article because the appellant failed to pay the cost deposit.
The Tribunal noted that the appeal submission lacked an original handwritten signature, which is required by this provision.
The Tribunal noted that the appellant failed to remedy the formal defect (missing original signature) as requested under this provision.
The Tribunal ordered the appellant to bear the court costs as is standard in the event of an unfavorable outcome.
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Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
6B_486/2022
Urteil vom 2. Juni 2022
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden, Erster Staatsanwalt,
Sennhofstrasse 17, 7000 Chur,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Strafbefehl (Verletzung von Verkehrsregeln); unentschuldigtes Fernbleiben von der Hauptverhandlung; Nichteintreten,
Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts von Graubünden, II. Strafkammer, vom 25. Februar 2022 (SK2 22 10).
Die Präsidentin zieht in Erwägung:
1. Das Kantonsgericht von Graubünden trat mit Verfügung vom 25. Februar 2022 auf eine Beschwerde nicht ein. Dagegen wendet sich der Beschwerdeführer an das Bundesgericht.
2. Die Partei, die das Bundesgericht anruft, hat einen Kostenvorschuss zu bezahlen ( Art. 62 Abs. 1 BGG ).
3. Dem Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 11. April 2022 Frist bis zum 3. Mai 2022 sowie mit Verfügung vom 4. Mai 2022 die gesetzlich vorgeschriebene Nachfrist bis zum 16. Mai 2022 angesetzt, um dem Bundesgericht einen Kostenvorschuss von Fr. 800.-- zu leisten, dies unter der Androhung, dass ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde ( Art. 62 Abs. 3 BGG ). Der Beschwerdeführer bezahlte den Kostenvorschuss auch innert der Nachfrist nicht, weshalb androhungsgemäss im Verfahren nach Art. 108 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.
4. Bei der im Verfahren vor Bundesgericht eingereichten Rechtsschrift handelt es sich im Übrigen um eine Kopie. Es fehlt mithin an einer eigenhändigen Unterschrift im Original ( Art. 42 Abs. 1 BGG ). Eine in Kopie, per Fax, Scanner oder sonstwie durch eine Reproduktion übermittelte Unterschrift stellt keine Unterschrift im Sinne von Art. 42 Abs. 1 BGG dar. Der Beschwerdeführer wurde deshalb mit separater Verfügung vom 11. April 2022 dazu aufgefordert, den Formmangel der fehlenden eigenhändigen Unterschrift gemäss Art. 42 Abs. 5 BGG zu beheben, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde. Er kam dieser Aufforderung nicht nach und behob den Mangel nicht. Auch aus diesem Grund wäre auf die Beschwerde androhungsgemäss nicht einzutreten. Abgesehen davon wäre die Beschwerde auch deswegen unzulässig, weil sie eine Auseinandersetzung mit der angefochtenen Verfügung vermissen lässt und den gesetzlichen Begründungsanforderungen nicht genügt ( Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG ).
5. Ausgangsgemäss trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt die Präsidentin:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht von Graubünden, II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 2. Juni 2022
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari
Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill