Dismissal of Appeal for Failure to Submit Grounds Within Non-Extendable Deadline
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves an appeal to the Swiss Federal Tribunal by a complainant challenging the Obwalden Cantonal Court's non-consideration of a previous complaint against a prosecutorial decision to drop charges related to noise disturbance and other issues. The complainant had approached the Federal Tribunal on the last day of the permitted filing deadline, seeking a 21-day extension to submit supporting arguments and evidence. However, the Tribunal dismissed the request for an extension, citing the statutory nature of the deadline which cannot be extended. Consequently, the appeal was based solely on the initial submission, which lacked necessary claims and reasoning. As a result, the Tribunal declared the appeal inadmissible, and no costs were imposed in this process.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 100 BGG, Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Dismissal of Appeal for Failure to Submit Grounds Within Non-Extendable Deadline: The complainant had approached the Federal Tribunal on the last day of the permitted filing deadline, seeking a 21-day extension to submit supporting arguments and evidence. However, the Tribunal dismissed the request for an extension, citing the statutory nature of the deadline which cannot be extended. Consequently, the appeal was based solely on the initial submission, which lacked necessary claims and reasoning. As a result, the Tribunal declared the appeal inadmissible, and no costs were imposed in this process.
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KI-generiertThe Tribunal decided not to enter into the merits of the appeal based on this procedural regulation.
The lack of proper argumentation mentioned in the reasoning led to the application of Art. 108 BGG, which deals with non-entry into the merits.
Used to rule on the non-imposition of court costs in the final order.
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
6B_464/2022
Urteil vom 6. April 2022
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Denys, als präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Obwalden, Postfach 1561, 6060 Sarnen,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Einstellungsverfügung (Lärmbelästigung usw.); Nichteintreten,
Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts
des Kantons Obwalden vom 23. Februar 2022
(BS 21/033/SKE).
Das präsidierende Mitglied zieht in Erwägung:
1. Das Obergericht des Kantons Obwalden trat auf eine Beschwerde gegen die staatsanwaltschaftliche Einstellungsverfügung vom 25. November 2019 mit Beschluss vom 23. Februar 2022 nicht ein. Der Beschwerdeführer wendet sich am 4. April 2022 an das Bundesgericht.
2. Obwohl gemäss ausdrücklicher Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Beschlusses eine Beschwerde ans Bundesgericht innert 30 Tagen eingereicht sein muss, wendet sich der Beschwerdeführer am letzten Tag der Frist an das Bundesgericht und ersucht um eine Fristerstreckung von 21 Tagen, um die Begründung, die Beweise und die Anträge innert dieser Frist einzureichen. Die Frist von Art. 100 BGG ist indessen eine gesetzliche, die nicht erstreckt werden kann ( Art. 47 Abs. 1 BGG ). Auch eine bei der Post getätigte Verlängerung der Abholfrist hat keinerlei Einfluss auf den Zeitpunkt der Zustellfiktion und den Fristenlauf ( BGE 141 II 429 E. 3.1). Das Fristerstreckungsgesuch ist abzuweisen. Die Beschwerde ist damit allein auf der Grundlage der Eingabe vom 4. April 2022 zu beurteilen. Da diese keinen Antrag und auch keinerlei Begründung enthält, genügt sie den gesetzlichen Anforderungen an eine Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG offensichtlich nicht. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
3. Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).
Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Obwalden schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 6. April 2022
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Denys
Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill