Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_444/2022 KI-generiert

Refusal to Hear Appeal Due to Formal Insufficiency in Noise Pollution Case

Geschäftsnummer 6B_444/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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In this case, the complainant filed an appeal to the Swiss Federal Tribunal following a decision by the Obwalden Cantonal Court not to consider their challenge to a prosecutorial order from November 2019, regarding noise disturbance complaints. The complainant submitted this appeal on the final day allowed by the court and requested a 14-day extension to provide further justification, which is not permissible under Swiss law for such cases. Consequently, the complainant's subsequent submission was deemed late, and the initial filing did not meet the legal requirements needed for the appeal process, leaving the Federal Tribunal unable to proceed with the complaint based on the inadequate initial submission.

Legislator-Regeste

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Art. 100 BGG, Art. 47 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Refusal to Hear Appeal Due to Formal Insufficiency in Noise Pollution Case: The complainant submitted this appeal on the final day allowed by the court and requested a 14-day extension to provide further justification, which is not permissible under Swiss law for such cases. Consequently, the complainant's subsequent submission was deemed late, and the initial filing did not meet the legal requirements needed for the appeal process, leaving the Federal Tribunal unable to proceed with the complaint based on the inadequate initial submission.

Schlagwörter

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Einstellungsverfügungen (Lärmbelästigung, Nachtruhestörung) Nichteintreten Lärmbelästigung Ausschluss der öffentlichen Verhandlung gesetzliche Frist Untätigkeitsklage Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Einrede der Verfassungswidrigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was not entered upon because it did not meet the formal requirements of the appeal brief (Art. 42 BGG), applying the procedure of Art. 108 BGG.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The decision explicitly states that no costs will be levied, citing this article.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_444/2022

Urteil vom 19. April 2022

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Denys, als präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Obwalden, Postfach 1561, 6060 Sarnen,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Einstellungsverfügungen (Lärmbelästigung, Nachtruhestörung); Nichteintreten,

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts

des Kantons Obwalden vom 23. Februar 2022

(BS 21/032/SKE).

Das präsidierende Mitglied zieht in Erwägung:

1. Das Obergericht des Kantons Obwalden trat auf eine Beschwerde gegen die staatsanwaltschaftliche Einstellungsverfügung vom 25. November 2019 mit Beschluss vom 23. Februar 2022 nicht ein. Der Beschwerdeführer wendet sich am 30. März 2022 an das Bundesgericht.

2. Obwohl gemäss ausdrücklicher Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Beschlusses eine Beschwerde ans Bundesgericht innert 30 Tagen eingereicht sein muss, wendet sich der Beschwerdeführer am vorletzten Tag der Frist an das Bundesgericht und ersucht um eine Fristerstreckung von 14 Tagen, um die Begründung und die Anträge innert dieser Frist einzureichen. Die Frist von Art. 100 BGG ist indessen eine gesetzliche, die nicht erstreckt werden kann ( Art. 47 Abs. 1 BGG ). Das Fristerstreckungsgesuch ist abzuweisen. Die am 13. April 2022 nachträglich eingereichte Beschwerdebegründung mit Antrag ist verspätet und daher unbeachtlich. Die Beschwerde ist damit allein auf der Grundlage der Eingabe vom 30. März 2022 zu beurteilen. Da diese keinen Antrag und auch keinerlei Begründung enthält, genügt sie den gesetzlichen Anforderungen an eine Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG offensichtlich nicht. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3. Auf eine Kostenauflage ist ausnahmsweise zu verzichten ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Obwalden schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 19. April 2022

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Denys

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill