Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_430/2008 KI-generiert

Company Appeal Against Acquittal Inadmissible Due to Lack of Standing

Geschäftsnummer 6B_430/2008
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a criminal complaint regarding the alleged embezzlement by two individuals related to a specific trust, which had previously resulted in their acquittal by the Cantonal Court. The plaintiff, a company, filed an appeal against this acquittal, seeking to overturn the decision and have the accused found guilty of embezzlement. The prosecution supported the appeal, while the defendants requested its dismissal. However, the court determined that the plaintiff did not have standing to appeal as they did not qualify as a victim under the law, leading to the dismissal of the appeal.

Legislator-Regeste

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Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG, Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG; Company Appeal Against Acquittal Inadmissible Due to Lack of Standing: The plaintiff, a company, filed an appeal against this acquittal, seeking to overturn the decision and have the accused found guilty of embezzlement. The prosecution supported the appeal, while the defendants requested its dismissal. However, the court determined that the plaintiff did not have standing to appeal as they did not qualify as a victim under the law, leading to the dismissal of the appeal.

Schlagwörter

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Veruntreuung Beschwerdelegitimation Stellung des Opfers Parteistellung der Staatsanwaltschaft fehlende Aktivlegitimation des Aktionärs konnexe Verfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 66 Abs. 1 BGG

Applied to impose the court costs on the appellant because the appeal was not admitted.

Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG

Applied to order the appellant to pay appropriate compensation to the respondents for the federal court proceedings.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_430/2008/sst

Urteil vom 12. Dezember 2008

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Schneider, Präsident,

Bundesrichter Wiprächtiger, Mathys,

Gerichtsschreiber Stohner.

Parteien

W.________ GmbH,

Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Werner Niedzwicki,

gegen

A.Y.________,

B.Y.________,

Beschwerdegegner, beide vertreten durch Rechtsanwalt

Dr. Alois Näf,

Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Schützengasse 1, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin.

Gegenstand

Veruntreuung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, Strafkammer, vom 23. Januar 2008.

Sachverhalt:

A. Mit Urteil vom 23. Januar 2008 sprach das Kantonsgericht St. Gallen A. und B.Y.________ im Anklagepunkt "I.________ Trust" vom Vorwurf der Veruntreuung frei (Urteil S. 123 - 131).

B. Mit Eingabe vom 4. Juni 2008 führt die W.________ GmbH, vertreten durch X.________ (Geschäftsführer), Beschwerde in Strafsachen mit den Anträgen, das Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 23. Januar 2008 sei im Anklagepunkt "I.________ Trust" aufzuheben und die Angeklagten A. und B.Y.________ seien der Veruntreuung schuldig zu sprechen und entsprechend zu bestrafen. Eventualiter sei das Verfahren an eine andere Strafkammer des Kantonsgerichts St. Gallen bzw. hilfsweise an ein anderes Kantonsgericht zurückzuweisen.

C. Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen beantragt die Gutheissung der Beschwerde und die Verurteilung von A. und B.Y.________. Das Obergericht hat auf eine Stellungnahme zur Beschwerde verzichtet. A. und B.Y.________ beantragen die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Erwägungen:

1. Die Beschwerde richtet sich gegen den Freispruch von A. und B.Y.________vom Vorwurf der Veruntreuung. Die Beschwerdeführerin ist indessen nicht Privatstrafklägerin im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG, da die Staatsanwaltschaft am kantonalen Verfahren beteiligt war. Sie ist als juristische Person auch nicht Opfer im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG. Als Geschädigte ist sie im Strafpunkt zur Beschwerde nicht legitimiert ( BGE 133 IV 228 E. 2).

Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Diese hat den Beschwerdegegnern eine angemessene Parteientschädigung auszurichten ( Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG ).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegner für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 500.-- zu entschädigen.

4. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht St. Gallen, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 12. Dezember 2008

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Stohner