Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_410/2014 KI-generiert

Criminal complaint for fraud between former spouses barred by insufficient allegations of criminal conduct under Article 42(2) BGG.

Geschäftsnummer 6B_410/2014
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Swiss Federal Supreme Court declined to enter the appeal and dismissed it, upholding the lower court decisions and ordering the appellant to pay court costs of CHF 800. The appellant, a private individual, had filed a criminal complaint for fraud and intentional deception against her former husband, but the public prosecutor's office declined to open an investigation, and the cantonal high court upheld that decision. The Supreme Court found the appellant's submissions lacked any substantive or concrete indications of criminal conduct, as her arguments merely expressed dissatisfaction with the outcome of a civil proceeding regarding maintenance obligations and legal aid, without showing any punishable behavior. The Court based its decision on the failure to provide a sufficient statement of reasons as required by Article 42(2) of the Federal Supreme Court Act (BGG), applying the summary dismissal procedure under Article 108 BGG, and awarded no compensation to the respondent as he incurred no expenses before the Federal Court.

Legislator-Regeste

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Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG; Criminal complaint for fraud between former spouses barred by insufficient allegations of criminal conduct under Article 42(2) BGG: The appellant, a private individual, had filed a criminal complaint for fraud and intentional deception against her former husband, but the public prosecutor's office declined to open an investigation, and the cantonal high court upheld that decision. The Supreme Court found the appellant's submissions lacked any substantive or concrete indications of criminal conduct, as her arguments merely expressed dissatisfaction with the outcome of a civil proceeding regarding maintenance obligations and legal aid, without showing any punishable behavior. The Court based its decision on the failure to provide a sufficient statement of reasons as required by Article 42(2) of the Federal Supreme Court Act (BGG), applying the summary dismissal procedure under Article 108 BGG, and awarded no compensation to the respondent as he incurred no expenses before the Federal Court.

Schlagwörter

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Nichtanhandnahme (Betrug) Betrugsvorwurf Zivilurteil Betrug strafbares Verhalten gefälschte Beweismittel Verfahrenssistierung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 42 Abs. 2 BGG

Basis for declaring the appeal inadmissible due to lack of sufficient reasoning.

Art. 108 BGG

Procedural rule applied for the simplified dismissal procedure, leading to no entry into the appeal.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Imposes court costs on the appellant as the losing party.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_410/2014

Urteil vom 20. Mai 2014

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Mathys, Präsident,

Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte

A.X.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

1. Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich , Florhofgasse 2, 8090 Zürich,

2. B.X.________,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Nichtanhandnahme (Betrug),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 31. März 2014.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1. Die Beschwerdeführerin erstattete im Oktober und November 2013 Strafanzeige gegen ihren früheren Ehemann wegen absichtlicher Täuschung und Betrugs. Am 15. Januar 2014 nahm die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat die Untersuchung nicht an die Hand. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zürich am 31. März 2014 ab.

Die Beschwerdeführerin beantragt vor Bundesgericht sinngemäss, es seien der Beschluss vom 31. März 2014 und die Verfügung vom 15. Januar 2014 aufzuheben.

2. Es kann offenbleiben, ob die Beschwerdeführerin zum vorliegenden Rechtsmittel legitimiert ist (vgl. angefochtenen Beschluss S. 3/4), weil darauf aus einem anderen Grund nicht eingetreten werden kann.

3. Nach der Darstellung der Vorinstanz sind den Vorbringen der Beschwerdeführerin im kantonalen Verfahren keine erheblichen und konkreten Hinweise auf ein strafbares Verhalten des Beschwerdegegners 2 oder anderer Personen zu entnehmen. Dasselbe gilt für die Eingabe vor Bundesgericht. So macht die Beschwerdeführerin z.B. abschliessend geltend, dem Beschwerdegegner 2 seien im Widerspruch zu seinen selber zugestandenen saumseligen Bemühungen um ein Einkommen "in vorschnell antizipierter Weise" sowohl die Sistierung seiner Unterhaltspflicht als auch die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung gewährt worden (Beschwerde S. 6). Daraus ist nur ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin mit dem Ausgang eines Zivilverfahrens nicht einverstanden ist. Dass sich der Beschwerdegegner 2 oder eine andere Person strafbar gemacht haben könnten, ergibt sich daraus nicht. Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4. Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Dem Beschwerdegegner 2 ist keine Entschädigung auszurichten, weil er vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte.

Demnach erkennt der Präsident:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 20. Mai 2014

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Mathys

Der Gerichtsschreiber: Monn