Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_399/2022 KI-generiert

Federal Supreme Court Dismisses Appeal for Insufficient Substantiation Following Lower Court's Refusal Based on Procedural Defects

Geschäftsnummer 6B_399/2022
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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A complainant appealed to the Swiss Federal Tribunal after a previous court instance did not take action on their complaint regarding a penal order. The prior court, the Obergericht of the Canton of Zurich, did not consider the appeal because it did not meet the requirements set forth by Articles 396 and 385 of the Swiss Criminal Procedure Code (StPO), even after an extension for submission was provided. The complainant then sought to argue their case at the Federal level, but the Federal Tribunal determined that the appeal did not satisfactorily explain how the previous decision violated legal rights, leading them to not proceed with the complaint. The Tribunal also decided not to impose costs for the proceedings.

Legislator-Regeste

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Art. 385 Abs. 1 StPO, Art. 385 Abs. 2 StPO, Art. 42 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 385 StPO, Art. 108 BGG; Federal Supreme Court Dismisses Appeal for Insufficient Substantiation Following Lower Court's Refusal Based on Procedural Defects: The prior court, the Obergericht of the Canton of Zurich, did not consider the appeal because it did not meet the requirements set forth by Articles 396 and 385 of the Swiss Criminal Procedure Code (StPO), even after an extension for submission was provided. The complainant then sought to argue their case at the Federal level, but the Federal Tribunal determined that the appeal did not satisfactorily explain how the previous decision violated legal rights, leading them to not proceed with the complaint. The Tribunal also decided not to impose costs for the proceedings.

Schlagwörter

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Einsprache gegen Strafbefehl Nichteintreten Prozessvoraussetzung Beweislosigkeit Anfechtbarkeit des Rückweisungsentscheids Einrede der Verfassungswidrigkeit Nichtanhandnahmeverfügung Vorlage zur Vorabentscheidung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was not entertained using the simplified procedure outlined in this article due to obvious deficiencies in the statement of reasons.

Art. 66 Abs. 1 BGG

The decision explicitly states that no costs will be levied.

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Volltext

Bundesgericht

Tribunal fédéral

Tribunale federale

Tribunal federal

6B_399/2022

Urteil vom 11. April 2022

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichterin Jacquemoud-Rossari, Präsidentin,

Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Verfahrensbeteiligte

A.________,

Beschwerdeführerin,

gegen

Stadtrichteramt Zürich,

Verwaltungszentrum Eggbühl,

Eggbühlstrasse 23, 8050 Zürich,

Beschwerdegegner.

Gegenstand

Einsprache gegen Strafbefehl; Nichteintreten,

Beschwerde gegen die Verfügung des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 11. Februar 2022 (UH220020-O/U/HON).

Die Präsidentin zieht in Erwägung:

1. Die Vorinstanz trat am 11. Februar 2022 auf eine Beschwerde nicht ein, weil sie den Begründungsanforderungen von Art. 396 Abs. 1 und Art. 385 Abs. 1 StPO nicht genügte und die Beschwerdeführerin auch innert der ihr angesetzten Nachfrist keine den gesetzlichen Anforderungen genügende Beschwerdeschrift einreichte ( Art. 385 Abs. 2 StPO ). Die Beschwerdeführerin wendet sich am 14. März 2022 an das Bundesgericht

2. Die als "Widerspruch" bezeichnete Eingabe ist als Beschwerde in Strafsachen im Sinne von Art. 78 ff. BGG entgegenzunehmen.

3. Rechtsschriften an das Bundesgericht haben eine Unterschrift zu enthalten ( Art. 42 Abs. 1 BGG ). Die vorliegend vor dem Vor- und Nachnamen verwendeten Doppelpunkte lassen das Schriftbild der Unterschrift zwar als eher ungewöhnlich erscheinen, vermögen aber keine Zweifel daran zu begründen, dass es sich um eine eigenhändige Originalunterschrift handelt.

4. Gemäss Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Beschwerdebegründung in gedrängter Form unter Bezugnahme auf den angefochtenen Entscheid darzulegen, inwiefern dieser Recht verletzt.

5. Anfechtungsobjekt der vorliegenden Beschwerde bildet einzig die vorinstanzliche Verfügung vom 11. Februar 2022. Vor Bundesgericht kann es folglich nur um die Frage gehen, ob die kantonale Beschwerdeeingabe den gesetzlichen Begründungsanforderungen genügte und ob die Vorinstanz darauf zu Unrecht nicht eingetreten ist. Die Beschwerdeführerin setzt sich damit sowie mit den Anforderungen von Art. 385 StPO an die Beschwerdebegründung nicht im Ansatz auseinander. Aus der Beschwerde ergibt sich mithin nicht, dass und inwiefern der vorinstanzliche Nichteintretensentscheid verfassungs- bzw. rechtswidrig sein könnte. Der Begründungsmangel ist offensichtlich. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

6. Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden ( Art. 66 Abs. 1 BGG ).

Demnach erkennt die Präsidentin:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. April 2022

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Jacquemoud-Rossari

Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill