Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
6B_387/2007 KI-generiert

Complainant Lacks Standing to Challenge Non-Commencement of Abuse of Office Proceedings

Geschäftsnummer 6B_387/2007
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Schweiz · Bundesgericht (BGer / BGE) (CH)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The case involves a complaint regarding the initiation of a criminal proceeding for abuse of office against a guardian. The appellant challenges the decision of a regional court not to open such a proceeding. However, it is determined that the appellant lacks standing to appeal because they are not a private prosecutor, having participated in the prior proceedings as a party without demonstrating any direct impact on their psychological integrity caused by the guardian's conduct. The court ultimately decides to dismiss the appeal and imposes court costs on the appellant, denying their request for free legal aid due to the lack of a reasonable chance of success in their claims.

Legislator-Regeste

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Art. 40 Abs. 1 BGG, Art. 42 Abs. 5 BGG, Art. 81 Abs. 1 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 Abs. 1 BGG, Art. 64 BGG; Complainant Lacks Standing to Challenge Non-Commencement of Abuse of Office Proceedings: The appellant challenges the decision of a regional court not to open such a proceeding. However, it is determined that the appellant lacks standing to appeal because they are not a private prosecutor, having participated in the prior proceedings as a party without demonstrating any direct impact on their psychological integrity caused by the guardian's conduct. The court ultimately decides to dismiss the appeal and imposes court costs on the appellant, denying their request for free legal aid due to the lack of a reasonable chance of success in their claims.

Schlagwörter

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fehlende Legitimation Parteistellung der Staatsanwaltschaft Amtsmissbrauch ZPO-Bestimmung Leitverfahren zivilrechtlicher Direktprozess

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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Art. 108 BGG

The appeal was dismissed through summary procedure based on this article.

Art. 42 Abs. 5 BGG

Mentioned regarding the possibility of setting a deadline for rectifying the lack of proper representation for the appeal.

Art. 64 BGG

The application for legal aid was denied based on this article.

Art. 65 Abs. 2 BGG

Used to rule on granting a reduced court fee due to the financial situation of the appellant.

Art. 66 Abs. 1 BGG

Used to decide that court costs must be imposed on the appellant.

Art. 81 Abs. 1 BGG

This article was cited to explain why the appellant lacked standing to complain about the non-opening of criminal proceedings.

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Volltext

Tribunale federale

Tribunal federal

{T 0/2}

6B_387/2007 /rom

Urteil vom 9. August 2007

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Wiprächtiger, präsidierendes Mitglied,

Gerichtsschreiber Monn.

Parteien

X.________,

Beschwerdeführer, vertreten durch Y.________,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Spisergasse 15, 9001 St. Gallen.

Gegenstand

Eröffnung eines Strafverfahrens (Amtsmissbrauch),

Beschwerde in Strafsachen gegen den Entscheid der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom 10. Juli 2007.

Das präsidierende Mitglied zieht in Erwägung:

1. Der Vertreter des Beschwerdeführers ist dessen Vater. Da dieser nicht Anwalt ist, kann er seinen Sohn in Strafsachen vor Bundesgericht nicht vertreten ( Art. 40 Abs. 1 BGG ), weshalb in Anwendung von Art. 42 Abs. 5 BGG Frist zur Behebung des Mangels anzusetzen wäre. Darauf kann indessen aus prozessökonomischen Gründen verzichtet werden.

2. Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass gegen einen Amtsvormund kein Strafverfahren wegen Amtsmissbrauchs eröffnet worden ist. Gemäss Art. 81 Abs. 1 BGG ist der Beschwerdeführer nicht legitimiert, gegen die Nichteröffnung Beschwerde zu führen. Einerseits hat die Staatsanwaltschaft am kantonalen Verfahren teilgenommen, weshalb der Beschwerdeführer nicht Privatstrafkläger ist. Anderseits legt er nicht dar, dass bzw. inwieweit er durch das Verhaltens des Vormunds in seiner psychischen Integrität unmittelbar beeinträchtigt worden sein könnte, weshalb er nicht als Opfer im Sinne des Opferhilfegesetzes angesehen werden kann. Mit der Behauptung, dass sich "das ... Verhalten von Mutter, Beistand und Behörde ... als eine Katastrophe" erwiesen hätte, lässt sich von vornherein gegenüber dem Vormund eine Opferstellung nicht darlegen. Selbst wenn der Beschwerdeführer indessen Opfer wäre, wäre nicht ersichtlich, dass und inwieweit sich der angefochtene Entscheid auf Zivilansprüche auswirken könnte. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

3. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ( Art. 66 Abs. 1 BGG ). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Der finanziellen Lage des Beschwerdeführers ist durch eine herabgesetze Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen ( Art. 65 Abs. 2 BGG ).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. August 2007

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber: