Untimely Appeal Challenge to Conditional Release Decision
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe case involves a complaint filed by an individual concerning their detention and a subsequent request for conditional release, which was denied by the Cantonal Court due to the late submission of the complaint. The court also clarified that future requests for conditional release should be directed to the appropriate authorities rather than the court itself. The individual's argument primarily focused on the alleged failure of their lawyer to meet the submission deadline, although there was no documented representation by a lawyer in the related proceedings. As a result, the court ultimately did not address the substantive issues of the case due to lack of proper justification for the complaint.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt. 42 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG, Art. 66 al. 1 BGG; Untimely Appeal Challenge to Conditional Release Decision: The court also clarified that future requests for conditional release should be directed to the appropriate authorities rather than the court itself. The individual's argument primarily focused on the alleged failure of their lawyer to meet the submission deadline, although there was no documented representation by a lawyer in the related proceedings. As a result, the court ultimately did not address the substantive issues of the case due to lack of proper justification for the complaint.
Schlagwörter
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KI-generiertThe appeal was dismissed by not entering into proceedings due to insufficient grounds as per Art. 108 BGG.
No costs were levied in the decision (implicitly invoking the cost rule, though the operative point explicitly states no costs are levied).
Volltext
Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal
6B_384/2017
Urteil vom 5. Mai 2017
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Denys, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,
gegen
Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen, Amt für Justizvollzug, Oberer Graben 38, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Verwahrung; bedingte Entlassung, Nichteintreten,
Beschwerde gegen den Entscheid der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom 7. März 2017.
Der Präsident zieht in Erwägung:
1. Die Anklagekammer des Kantons St. Gallen trat am 7. März 2017 auf eine Beschwerde nicht ein, weil sie verspätet war. Sie wies den Beschwerdeführer überdies darauf hin, dass für die Behandlung eines neuerlichen Antrags auf bedingte Entlassung aus der Verwahrung bzw. auf Versetzung ins Wohnheim Adler nicht die Anklagekammer, sondern das Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen zuständig sei. Das Bundesgericht könnte deshalb nur die Fragen der Fristwahrung im kantonalen Beschwerdeverfahren und der Zuständigkeit bei neuerlicher Antragstellung prüfen ( Art. 42 Abs. 2 BGG ). Dazu äussert sich der Beschwerdeführer nur insofern, als er einwendet, sein Anwalt habe die Frist bei Gericht nicht eingehalten. Dass der Beschwerdeführer im Verfahren betreffend bedingte Entlassung aus der Verwahrung indessen je von einem Anwalt vertreten gewesen sein soll, ergibt sich aus den Akten nicht und behauptet der Beschwerdeführer im Übrigen auch selbst nicht. Seine Ausführungen in der Beschwerde betreffen abgesehen davon lediglich die materielle Seite der Angelegenheit, mit der sich das Bundesgericht ohnehin nicht befassen kann. Auf die Beschwerde ist mangels einer tauglichen Begründung im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2. Auf eine Kostenauflage kann ausnahmsweise verzichtet werden.
Demnach erkennt der Präsident:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.
3. Dieses Urteil wird den Parteien und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 5. Mai 2017
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Denys
Die Gerichtsschreiberin: Arquint Hill